Technische Mathematik & Geometrie
Dreiecke, Kreise, Körper, Prozent und Interpolation
Bevor eine Heizlast, ein Rohrquerschnitt oder ein Materialpreis berechnet werden kann, muss die Geometrie stimmen: Wie groß ist die Wandfläche, die gedämmt wird? Welches Volumen hat der Graben, der ausgehoben wird? Wie lang ist der Sparren, wie steil die Rampe, welchen freien Querschnitt hat das Rohr? Fast jede Ingenieurrechnung beginnt mit einem Aufmaß – und aus dem Aufmaß werden mit den Formeln dieses Bereichs Längen, Flächen, Volumina und Winkel.
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Der Bereich sammelt die Grundformeln, auf die alle anderen Fachbereiche zurückgreifen: den Satz des Pythagoras und die Winkelfunktionen im rechtwinkligen Dreieck, Steigung und Neigungswinkel, Umfang und Fläche von Kreis, Kreisring und Kreissektor, die Flächen von Rechteck, Dreieck und Trapez sowie Volumen und Oberfläche von Quader, Zylinder, Kugel und Kegel. Dazu kommen die Rechenverfahren, die im Alltag mindestens genauso oft gebraucht werden: Prozentwert und prozentuale Änderung, der Dreisatz, die quadratische Gleichung (pq-Formel) und die lineare Interpolation, mit der Stoffwerte zwischen zwei Tabellenzeilen ermittelt werden.
Beim Rechnen lohnt ein Blick auf die Einheiten: Alle Rechner dieses Bereichs erwarten Längen in Metern und liefern Flächen in m² und Volumen in m³. Wer Millimeter vom Zollstock abliest, rechnet zuerst um (1 000 mm = 1 m); bei Flächen gilt der Faktor 10⁶ (1 m² = 1 000 000 mm²), bei Volumen der Faktor 10⁹. Winkel werden in Grad eingegeben, die Umrechnung ins Bogenmaß übernimmt der Rechner.
Jede Formel ist nach allen sinnvoll auflösbaren Größen umgestellt, hat ein durchgerechnetes Beispiel aus der Praxis und eine maßstäbliche Zeichnung oder einen Graphen, der zeigt, wie sich das Ergebnis mit der Eingabe ändert.
Dreieck & Winkel
6 FormelnSatz des Pythagoras
Im rechtwinkligen Dreieck gilt a² + b² = c² – die Formel für Diagonalen, Sparren und Abstände.
Der Satz des Pythagoras verknüpft die beiden Katheten a und b eines rechtwinkligen Dreiecks (die Seiten am rechten Winkel) mit der Hypotenuse c (die längste Seite, gegenüber dem rechten Winkel): Die Summe der Kathetenquadrate ist gleich dem Quadrat der Hypotenuse.
In der Praxis ist das die Formel für alles, was schräg liegt: Diagonalen von Räumen und Platten, Sparren- und Strebenlängen aus Grundmaß und Höhe, der Abstand zweier Punkte aus ihren Koordinatendifferenzen oder die Kontrolle eines rechten Winkels auf der Baustelle (3-4-5-Regel: Sind die Katheten 3 m und 4 m lang, muss die Diagonale genau 5 m messen).
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Kathete aeine der beiden Seiten am rechten Winkel | m | |
| Kathete bdie andere Seite am rechten Winkel | m | |
| Hypotenusedie längste Seite, gegenüber dem rechten Winkel | m |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Grafik
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Ein Pultdach überbrückt horizontal 6,00 m; der Höhenunterschied zwischen Traufe und First beträgt 1,80 m. Wie lang ist der Sparren (ohne Dachüberstand)?
- Gegeben: a = 1,80 m (Höhenunterschied, senkrechte Kathete), b = 6,00 m (horizontales Grundmaß). Gesucht: Sparrenlänge c (Hypotenuse).
- Umstellen nach c: c = √(a² + b²).
- Einsetzen: c = √(1,80² + 6,00²) m = √(3,24 + 36,00) m = √39,24 m.
- Ergebnis: c ≈ 6,264 m, also rund 6,26 m Sparrenlänge – zuzüglich Überstände und Zuschnitt.
Ergebnis: 6,26 m
Gültigkeit & Hinweise
- Gilt nur im rechtwinkligen Dreieck; c ist immer die Seite gegenüber dem rechten Winkel und die längste der drei Seiten.
- Bei der Umstellung nach a oder b muss c größer als die bekannte Kathete sein, sonst wird der Radikand negativ.
- Alle drei Längen in derselben Einheit einsetzen; das Ergebnis hat dann dieselbe Einheit.
Typische Fehler
- Die Hypotenuse als Kathete einsetzen (c steht immer gegenüber dem rechten Winkel).
- Millimeter und Meter mischen – z. B. 6,00 m und 1 800 mm.
Sinus im rechtwinkligen Dreieck
Gegenkathete aus Hypotenuse und Winkel: a = c · sin α.
Der Sinus eines Winkels im rechtwinkligen Dreieck ist das Verhältnis von Gegenkathete (die Seite gegenüber dem Winkel) zu Hypotenuse (die längste Seite): sin α = a / c. Umgestellt liefert die Formel die Gegenkathete, wenn Hypotenuse und Winkel bekannt sind – oder die Hypotenuse, wenn Höhe und Winkel gemessen wurden.
Typische Anwendungen sind alles, was unter einem bekannten Winkel steht oder verläuft: die erreichte Höhe einer angelegten Leiter, der Hub eines schrägen Förderbands, die Höhe eines Sparrens über der Traufe bei bekannter Sparrenlänge und Dachneigung oder die senkrechte Komponente einer schräg wirkenden Kraft.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| GegenkatheteSeite gegenüber dem Winkel α | m | |
| Hypotenuselängste Seite, gegenüber dem rechten Winkel | m | |
| WinkelWinkel zwischen Hypotenuse c und Ankathete b (0 … 90°) | ° |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Grafik
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Eine 6,00 m lange Anlegeleiter wird unter einem Anstellwinkel von 70° gegen eine Wand gestellt. Welche Höhe erreicht das obere Leiterende?
- Gegeben: c = 6,00 m (Leiterlänge = Hypotenuse), α = 70° (Anstellwinkel gegen den Boden). Gesucht: erreichte Höhe a (Gegenkathete zu α).
- Formel: a = c · sin α.
- Einsetzen: a = 6,00 m · sin 70° = 6,00 m · 0,9397 = 5,638 m.
- Ergebnis: Die Leiter erreicht rund 5,64 m Höhe. Der Fußpunkt steht dabei b = 6,00 m · cos 70° ≈ 2,05 m von der Wand entfernt.
Ergebnis: 5,64 m
Gültigkeit & Hinweise
- Gilt nur im rechtwinkligen Dreieck. α ist der Winkel zwischen Hypotenuse c und Ankathete b; die Gegenkathete a liegt ihm gegenüber.
- Gültig für 0° < α < 90°. Bei der Umstellung nach α muss a ≤ c sein, sonst gibt es kein reelles Ergebnis (der Arkussinus ist nur für Werte bis 1 definiert).
- Der Rechner erwartet Winkel in Grad; ein Taschenrechner muss auf DEG stehen.
Typische Fehler
- Gegen- und Ankathete verwechseln: Der Sinus gehört zur Seite gegenüber dem Winkel, der Kosinus zur anliegenden Seite.
- Winkel im Bogenmaß eingeben oder den Taschenrechner auf RAD/GRAD (Neugrad) stehen lassen.
Kosinus im rechtwinkligen Dreieck
Ankathete aus Hypotenuse und Winkel: b = c · cos α.
Der Kosinus eines Winkels im rechtwinkligen Dreieck ist das Verhältnis von Ankathete (die am Winkel anliegende Kathete) zu Hypotenuse: cos α = b / c. Die Formel liefert damit die waagerechte Projektion einer schrägen Länge – das Gegenstück zum Sinus, der die senkrechte Komponente ergibt.
In der Praxis wird so aus Sparrenlänge und Dachneigung die horizontale Dachtiefe bestimmt, aus Schrägmaß und Winkel die Grundrisslänge einer Strebe oder aus einer schräg wirkenden Kraft ihre waagerechte Komponente. Umgekehrt ergibt sich aus Grundmaß und Winkel die schräge Länge, etwa die Länge einer Rampe oder eines Sparrens.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| AnkatheteKathete, die am Winkel α anliegt (waagerechte Projektion) | m | |
| Hypotenuselängste Seite, gegenüber dem rechten Winkel (schräge Länge) | m | |
| WinkelWinkel zwischen Hypotenuse c und Ankathete b (0 … 90°) | ° |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Grafik
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Ein Sparren eines Satteldachs ist von der Traufe bis zum First 5,20 m lang, die Dachneigung beträgt 35°. Welche horizontale Tiefe (Grundrissmaß) deckt der Sparren ab?
- Gegeben: c = 5,20 m (Sparrenlänge = Hypotenuse), α = 35° (Dachneigung). Gesucht: horizontale Projektion b (Ankathete).
- Formel: b = c · cos α.
- Einsetzen: b = 5,20 m · cos 35° = 5,20 m · 0,8192 = 4,260 m.
- Ergebnis: Der Sparren überdeckt im Grundriss rund 4,26 m. Die Höhe über der Traufe folgt mit dem Sinus: a = 5,20 m · sin 35° ≈ 2,98 m.
Ergebnis: 4,26 m
Gültigkeit & Hinweise
- Gilt nur im rechtwinkligen Dreieck; α liegt zwischen der Hypotenuse c und der Ankathete b.
- Gültig für 0° < α < 90°. Bei der Umstellung nach α muss b ≤ c sein (Arkuskosinus nur für Werte bis 1 definiert).
- Für die Gegenkathete gilt die Sinus-Formel a = c · sin α; beide zusammen erfüllen a² + b² = c².
Typische Fehler
- Sinus und Kosinus vertauschen: Der Kosinus gehört zur Seite, die am Winkel anliegt.
- Bei Dächern den Winkel zur Senkrechten statt zur Waagerechten verwenden (Dachneigung wird gegen die Horizontale gemessen).
Tangens im rechtwinkligen Dreieck
Gegenkathete aus Ankathete und Winkel: a = b · tan α – Höhen aus Abstand und Winkel.
Der Tangens eines Winkels ist das Verhältnis von Gegenkathete zu Ankathete: tan α = a / b. Er verbindet die beiden Katheten direkt miteinander, ohne dass die Hypotenuse bekannt sein muss. Damit ist der Tangens zugleich die Steigung als Dezimalzahl: tan α · 100 ergibt die Steigung in Prozent.
Die klassische Anwendung ist die Höhenbestimmung aus der Entfernung: Wer den horizontalen Abstand zu einem Mast, Schornstein oder Baum und den Höhenwinkel zur Spitze kennt, erhält die Höhe. Ebenso wird aus Dachneigung und halber Gebäudetiefe die Firsthöhe berechnet oder aus Gefälle und Länge der Höhenunterschied einer Leitung.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| GegenkatheteSeite gegenüber dem Winkel α (z. B. Höhe) | m | |
| AnkatheteSeite am Winkel α (z. B. horizontaler Abstand) | m | |
| WinkelWinkel zwischen Ankathete b und Hypotenuse (0 … 90°) | ° |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Grafik
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Die Höhe eines Schornsteins soll ohne Besteigen bestimmt werden. Aus 25,0 m horizontalem Abstand wird mit einem Neigungsmesser ein Höhenwinkel von 32° zur Schornsteinspitze gemessen. Wie hoch liegt die Spitze über dem Messgerät?
- Gegeben: b = 25,0 m (horizontaler Abstand = Ankathete), α = 32° (Höhenwinkel). Gesucht: Höhe a über dem Messgerät (Gegenkathete).
- Formel: a = b · tan α.
- Einsetzen: a = 25,0 m · tan 32° = 25,0 m · 0,6249 = 15,62 m.
- Ergebnis: Die Spitze liegt 15,62 m über der Instrumentenhöhe. Mit einer Instrumentenhöhe von 1,60 m ergibt sich eine Gesamthöhe von rund 17,2 m.
Ergebnis: 15,62 m
Gültigkeit & Hinweise
- Gilt nur im rechtwinkligen Dreieck und für 0° < α < 90°; bei 90° ist der Tangens nicht definiert (Ankathete wäre 0).
- tan α ist die Steigung als Dezimalzahl: tan 32° = 0,625 entspricht 62,5 % Steigung.
- Die Umstellung nach α (Arkustangens) ist für jedes positive Verhältnis a / b definiert und liefert 0 … 90°.
Typische Fehler
- Schrägen Abstand (Sichtlinie) statt horizontalem Abstand als b einsetzen – das wäre die Hypotenuse, dann gilt der Sinus.
- Instrumentenhöhe bei Höhenmessungen vergessen.
Steigung in Prozent
Steigung oder Gefälle aus Höhenunterschied und horizontaler Länge: p = Δh / Δl · 100.
Die Steigung in Prozent gibt an, wie viele Meter Höhe auf 100 m horizontaler Länge gewonnen (Steigung) oder verloren (Gefälle) werden: p = Δh / Δl · 100. Dabei ist Δl die waagerecht gemessene Länge, nicht die schräge Weglänge. 100 % Steigung bedeuten also Δh = Δl, das entspricht 45°.
Mit dieser Angabe werden Rampen, Straßen, Flachdächer und Rohrleitungen geplant. Entwässerungsleitungen brauchen ein Mindestgefälle, damit sie sich selbst reinigen; barrierefreie Rampen dürfen eine Höchstneigung nicht überschreiten; Flachdächer bekommen ein Regelgefälle, damit kein Wasser steht. Häufig wird die Steigung auch als Verhältnis angegeben: 1 : 50 heißt 1 m Höhe auf 50 m Länge, also 2 %.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| SteigungHöhenänderung je 100 m horizontaler Länge; Gefälle als Betrag | % | |
| Höhenunterschiedsenkrechter Höhenunterschied zwischen Anfang und Ende | m | |
| horizontale Längewaagerecht gemessene Länge (Grundrissmaß), nicht die schräge Weglänge | m |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Grafik
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Ein Hauseingang liegt 0,48 m über dem Gehweg (drei Stufen à 16 cm). Für eine barrierefreie Rampe stehen 8,00 m horizontale Länge zur Verfügung. Welche Steigung hat die Rampe und ist sie zulässig (höchstens 6 %)?
- Gegeben: Δh = 0,48 m (3 · 16 cm = 48 cm), Δl = 8,00 m (horizontale Länge). Gesucht: Steigung p.
- Formel: p = Δh / Δl · 100.
- Einsetzen: p = 0,48 m / 8,00 m · 100 = 0,06 · 100 = 6 %.
- Ergebnis: Die Rampe hat genau 6 % Steigung und hält die Höchstneigung ein. Das entspricht einem Neigungswinkel von arctan(0,06) ≈ 3,4° und dem Verhältnis 1 : 16,7.
Ergebnis: 6 %
Gültigkeit & Hinweise
- Δl ist die horizontale Länge. Wird stattdessen die schräge Länge s gemessen, gilt Δl = √(s² − Δh²); bei Steigungen unter etwa 10 % ist der Unterschied kleiner als 0,5 %.
- 100 % Steigung entsprechen 45°, nicht 90°. Prozent und Grad sind nicht proportional – die Umrechnung liefert die Formel Neigungswinkel.
- Gefälle ist eine Steigung nach unten; in der Praxis wird der Betrag angegeben (z. B. „2 % Gefälle“).
Typische Fehler
- Schräge Weglänge statt horizontaler Länge einsetzen – bei steilen Dächern und Rampen ein deutlicher Fehler.
- Verhältnisangaben falsch lesen: 1 : 50 bedeutet 1 m Höhe auf 50 m Länge, also 2 %.
Neigungswinkel aus Höhe und Länge
Winkel einer Schräge aus Höhenunterschied und horizontaler Länge: α = arctan(Δh / Δl).
Der Neigungswinkel α einer Schräge gegen die Waagerechte ergibt sich aus dem Verhältnis von Höhenunterschied zu horizontaler Länge über den Arkustangens (die Umkehrfunktion des Tangens): α = arctan(Δh / Δl). Das Verhältnis Δh / Δl ist zugleich die Steigung als Dezimalzahl, sodass die Formel auch Prozent in Grad umrechnet: α = arctan(p / 100).
Gebraucht wird der Winkel überall dort, wo Bauteile oder Anlagen nach Grad ausgelegt werden: Dachneigung für Photovoltaik und Dacheindeckung, Neigung von Solarkollektoren, Böschungswinkel im Tiefbau, Schüttwinkel von Schüttgut oder der Anstellwinkel einer Förderanlage.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| NeigungswinkelWinkel der Schräge gegen die Waagerechte (0 … 90°) | ° | |
| Höhenunterschiedsenkrechter Höhenunterschied | m | |
| horizontale Längewaagerecht gemessene Länge (Grundrissmaß) | m |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
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Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Für die Auslegung einer Photovoltaik-Anlage wird die Dachneigung benötigt. Am Giebel wird gemessen: Der First liegt 2,40 m über der Traufe, die horizontale Entfernung von der Traufe bis zur Firstachse beträgt 5,00 m. Wie groß ist die Dachneigung?
- Gegeben: Δh = 2,40 m (Firsthöhe über Traufe), Δl = 5,00 m (horizontale Entfernung). Gesucht: Neigungswinkel α.
- Formel: α = arctan(Δh / Δl).
- Einsetzen: α = arctan(2,40 m / 5,00 m) = arctan(0,48) = 25,64°.
- Ergebnis: Die Dachneigung beträgt rund 25,6°; das entspricht einer Steigung von 48 %.
Ergebnis: 25,6°
Gültigkeit & Hinweise
- Für positive Δh und Δl liefert der Arkustangens Winkel zwischen 0° und 90°; Δl muss größer als 0 sein.
- Ist statt Δl die schräge Länge s bekannt, gilt α = arcsin(Δh / s) bzw. α = arccos(Δl / s).
- Umrechnung in Steigung: p = tan α · 100; Umrechnung von Prozent in Grad: α = arctan(p / 100).
Typische Fehler
- Den Arkustangens im Bogenmaß ablesen (0,4475 rad statt 25,64°).
- Dachüberstand in Δl einrechnen, obwohl die Höhe nur bis zur Traufe gemessen wurde.
Kreis
5 FormelnKreisumfang
Umfang eines Kreises aus dem Radius: U = 2 · π · r (oder U = π · d).
Der Umfang eines Kreises ist das π-fache seines Durchmessers bzw. das 2π-fache seines Radius. Die Kreiszahl π ≈ 3,1416 ist das feste Verhältnis von Umfang zu Durchmesser jedes Kreises.
In der Praxis liefert die Formel die Abwicklung von Rohrmänteln, Blechverkleidungen und Dämmschalen, die Länge einer Rohrschelle oder eines Spannbands, den Weg, den ein Rad oder eine Seiltrommel je Umdrehung zurücklegt, und – als Vorstufe – die Mantelfläche von Zylindern.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| UmfangLänge der Kreislinie | m | |
| Radiushalber Durchmesser (r = d / 2) | m |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Grafik
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Ein Heizungsrohr mit 108 mm Außendurchmesser erhält eine 50 mm dicke Dämmung und darüber einen Blechmantel. Wie breit muss die Blechabwicklung (ohne Überlappung) sein?
- Gegeben: Außendurchmesser der Dämmung d = 108 mm + 2 · 50 mm = 208 mm, also r = 104 mm = 0,104 m. Gesucht: Umfang U.
- Formel: U = 2 · π · r.
- Einsetzen: U = 2 · π · 0,104 m = 0,6535 m.
- Ergebnis: Die Abwicklung des Blechmantels beträgt rund 654 mm, zuzüglich Überlappung für den Falz.
Ergebnis: 0,653 m ≈ 654 mm
Gültigkeit & Hinweise
- Mit dem Durchmesser d = 2 · r lautet die Formel U = π · d – in der Praxis wird meist der Durchmesser gemessen.
- Bei Rohren klarstellen, ob Außen- oder Innendurchmesser gemeint ist; für Abwicklungen zählt der Außendurchmesser der jeweils äußersten Schicht.
- Einheit des Ergebnisses ist die des Radius.
Typische Fehler
- Durchmesser als Radius einsetzen (doppelter Umfang).
Kreisfläche
Fläche eines Kreises aus dem Radius: A = π · r² (oder A = π · d² / 4).
Die Fläche eines Kreises wächst mit dem Quadrat des Radius: A = π · r². Mit dem Durchmesser geschrieben lautet dieselbe Formel A = π · d² / 4 – die Form, die in Tabellenbüchern für Rohr- und Wellenquerschnitte steht.
Die Kreisfläche ist der Querschnitt von Rohren, Kanälen, Wellen, Bolzen und Kabeln und geht damit in Volumenstrom, Strömungsgeschwindigkeit, Spannungen und elektrische Leiterquerschnitte ein. Außerdem ist sie die Grundfläche von Zylindern und runden Tanks und die Stirnfläche von Rundstahl und Bohrungen.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| KreisflächeFlächeninhalt des Kreises | m² | |
| Radiushalber Durchmesser (r = d / 2) | m |
Rechenweg
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Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Eine Heizungsleitung hat einen Innendurchmesser von 80 mm. Welche freie Querschnittsfläche steht für die Strömung zur Verfügung?
- Gegeben: Innendurchmesser d = 80 mm, also r = 40 mm = 0,040 m. Gesucht: Querschnittsfläche A.
- Formel: A = π · r².
- Einsetzen: A = π · (0,040 m)² = π · 0,0016 m² = 0,005027 m².
- Umrechnen: 0,005027 m² = 50,27 cm² (1 m² = 10 000 cm²). Mit diesem Querschnitt werden z. B. Volumenstrom und Strömungsgeschwindigkeit berechnet.
Ergebnis: 0,005027 m² ≈ 50,3 cm²
Gültigkeit & Hinweise
- Mit dem Durchmesser: A = π · d² / 4 – die in Tabellenbüchern übliche Form für Rohrquerschnitte.
- Einheit beachten: r in mm ergibt A in mm²; 1 m² = 10⁶ mm² = 10⁴ cm².
- Doppelter Radius bedeutet vierfache Fläche – deshalb bringt ein etwas größeres Rohr überproportional mehr Querschnitt.
Typische Fehler
- Durchmesser statt Radius quadrieren (vierfache Fläche).
- Bei Rohren Außen- statt Innendurchmesser für den Strömungsquerschnitt verwenden.
Kreisringfläche
Fläche zwischen zwei konzentrischen Kreisen: A = π · (R² − r²) – Rohrwand, Dämmschicht, Hohlwelle.
Ein Kreisring ist die Fläche zwischen einem äußeren Kreis mit Radius R und einem inneren Kreis mit Radius r um denselben Mittelpunkt. Seine Fläche ist die Differenz der beiden Kreisflächen: A = π · R² − π · r² = π · (R² − r²).
Der Kreisring ist der Querschnitt jedes Rohrs, jeder Hülse und jeder Dämmschale: Aus ihm folgen die Metermasse eines Stahlrohrs, der Werkstoffquerschnitt einer Hohlwelle für die Festigkeitsrechnung, das Dämmvolumen je Meter Leitung oder die Fläche einer Ringdichtung.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| RingflächeFläche zwischen Außen- und Innenkreis | m² | |
| AußenradiusRadius des äußeren Kreises (R > r) | m | |
| InnenradiusRadius des inneren Kreises | m |
Rechenweg
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Grafik
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Ein Stahlrohr 108 × 3,6 (Außendurchmesser 108 mm, Wanddicke 3,6 mm) wird für eine Statik gebraucht. Wie groß ist der Werkstoffquerschnitt der Rohrwand?
- Gegeben: Außendurchmesser 108 mm → R = 54 mm = 0,054 m; Innenradius r = 54 mm − 3,6 mm = 50,4 mm = 0,0504 m. Gesucht: Wandquerschnitt A.
- Formel: A = π · (R² − r²).
- Einsetzen: A = π · (0,054² − 0,0504²) m² = π · (0,002916 − 0,002540) m² = π · 0,000376 m² = 0,001181 m².
- Umrechnen: 0,001181 m² = 11,81 cm². Mit der Dichte von Stahl (7 850 kg/m³) folgt die Metermasse: 0,001181 m² · 7 850 kg/m³ ≈ 9,27 kg/m – wie im Tabellenbuch.
Ergebnis: 0,001181 m² ≈ 11,8 cm²
Gültigkeit & Hinweise
- R muss größer als r sein, sonst wird die Fläche negativ. Bei der Umstellung nach r muss A kleiner als π · R² sein.
- Gleichwertig mit Durchmessern: A = π / 4 · (D² − d²).
- Für dünne Ringe (Wanddicke s klein gegen R) gilt die Näherung A ≈ π · d_m · s mit dem mittleren Durchmesser d_m = D − s.
Typische Fehler
- Innenradius als Außenradius minus Durchmesser der Wand rechnen – abzuziehen ist die einfache Wanddicke.
- (R − r)² statt R² − r² rechnen.
Kreissektor: Bogenlänge
Länge eines Kreisbogens aus Radius und Mittelpunktswinkel: b = 2 · π · r · α / 360°.
Ein Kreisbogen ist der Teil der Kreislinie, der zu einem Mittelpunktswinkel α gehört. Seine Länge ist der entsprechende Anteil am vollen Umfang: b = 2 · π · r · α / 360°. Im Bogenmaß lautet dieselbe Beziehung b = r · α, was zugleich die Definition des Bogenmaßes ist.
Gebraucht wird die Bogenlänge beim Rohrbiegen (gestreckte Länge im Bogen), für gebogene Kabeltrassen, Schienen und Geländer, für die Abwicklung von Blechsegmenten und für Wege auf Kreisbahnen, etwa den Verfahrweg eines Schwenkarms.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| BogenlängeLänge des Kreisbogens | m | |
| RadiusRadius des Kreises (beim Rohrbiegen: Biegeradius auf der Rohrachse) | m | |
| MittelpunktswinkelÖffnungswinkel des Sektors (0 … 360°) | ° |
Rechenweg
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Grafik
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Ein Rohr wird mit einem Biegeradius von 300 mm (bezogen auf die Rohrachse) um 90° gebogen. Welche Rohrlänge liegt im Bogen (gestreckte Länge)?
- Gegeben: r = 300 mm = 0,300 m (Biegeradius auf der Rohrachse), α = 90°. Gesucht: Bogenlänge b.
- Formel: b = 2 · π · r · α / 360°.
- Einsetzen: b = 2 · π · 0,300 m · 90° / 360° = 1,885 m · 0,25 = 0,4712 m.
- Ergebnis: Im Bogen liegen rund 471 mm Rohr. Für den Zuschnitt werden die geraden Schenkel vor und nach dem Bogen addiert.
Ergebnis: 0,471 m ≈ 471 mm
Gültigkeit & Hinweise
- α in Grad zwischen 0° und 360°; für α = 360° ergibt sich der volle Umfang.
- Im Bogenmaß lautet die Formel b = r · α (α in rad); der Rechner rechnet intern um.
- Beim Rohrbiegen gilt die Länge auf der neutralen Faser, näherungsweise der Rohrachse – außen wird das Material gestreckt, innen gestaucht.
Typische Fehler
- Biegeradius auf die Rohrinnenseite statt auf die Achse beziehen.
- Sehne (gerade Verbindung der Bogenenden) mit der Bogenlänge verwechseln.
Kreissektor: Fläche
Fläche eines Kreisausschnitts aus Radius und Mittelpunktswinkel: A = π · r² · α / 360°.
Ein Kreissektor (Kreisausschnitt) ist das „Tortenstück“ zwischen zwei Radien und dem zugehörigen Bogen. Seine Fläche ist der Anteil α / 360° an der vollen Kreisfläche: A = π · r² · α / 360°. Für α = 90° ist das ein Viertelkreis, für α = 180° ein Halbkreis.
In der Praxis beschreibt der Sektor Schwenk- und Arbeitsbereiche von Kranen, Toren und Türen, Beregnungs- und Ausleuchtungsflächen von Sektor-Sprinklern und Strahlern, Flächen von Rundbogenfenstern und Segmentflächen an Behältern.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| SektorflächeFläche des Kreisausschnitts | m² | |
| RadiusRadius des Kreises (z. B. Ausladung, Türbreite) | m | |
| MittelpunktswinkelÖffnungswinkel des Sektors (0 … 360°) | ° |
Rechenweg
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Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Ein Wandschwenkkran hat 4,00 m Ausladung und einen Schwenkbereich von 120°. Welche Bodenfläche überstreicht die Laufkatze – also welcher Arbeitsbereich muss frei bleiben?
- Gegeben: r = 4,00 m (Ausladung), α = 120° (Schwenkbereich). Gesucht: Sektorfläche A.
- Formel: A = π · r² · α / 360°.
- Einsetzen: A = π · (4,00 m)² · 120° / 360° = 50,27 m² · 0,3333 = 16,76 m².
- Ergebnis: Der Kran überstreicht rund 16,8 m² – ein Drittel der vollen Kreisfläche von 50,27 m².
Ergebnis: 16,8 m²
Gültigkeit & Hinweise
- α in Grad zwischen 0° und 360°; für α = 360° ergibt sich die volle Kreisfläche.
- Mit der Bogenlänge b lässt sich die Sektorfläche auch als A = b · r / 2 schreiben.
- Das Kreissegment (Fläche zwischen Sehne und Bogen) ist kleiner als der Sektor: Es fehlt das Dreieck zwischen den beiden Radien und der Sehne, A_Segment = r² / 2 · (α_rad − sin α).
Typische Fehler
- Sektor und Segment verwechseln.
- Winkel in Bogenmaß einsetzen, obwohl durch 360 geteilt wird.
Flächen
4 FormelnRechteckfläche
Fläche aus zwei Seitenlängen: A = a · b – die Grundformel für jedes Aufmaß.
Die Fläche eines Rechtecks ist das Produkt seiner beiden Seitenlängen. Die Formel gilt ebenso für Quadrate (a = b) und – mit der senkrechten Höhe statt der zweiten Seite – für Parallelogramme.
Das Rechteck ist die Basis jedes Aufmaßes: Wand-, Boden- und Deckenflächen für Dämmung, Putz, Anstrich und Beläge, Fensterflächen für den Abzug, Grundflächen von Räumen für Heizlast und Lüftung. Unregelmäßige Grundrisse werden in Rechtecke, Dreiecke und Trapeze zerlegt und die Teilflächen addiert oder abgezogen.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| FlächeFlächeninhalt des Rechtecks | m² | |
| Seite aLänge der ersten Seite | m | |
| Seite bLänge der zweiten Seite (senkrecht zu a) | m |
Rechenweg
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Grafik
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Eine Außenwand ist 12,50 m lang und 2,75 m hoch und soll von außen gedämmt werden. Wie groß ist die Bruttowandfläche (vor Abzug der Fenster)?
- Gegeben: a = 12,50 m (Wandlänge), b = 2,75 m (Wandhöhe). Gesucht: Fläche A.
- Formel: A = a · b.
- Einsetzen: A = 12,50 m · 2,75 m = 34,375 m².
- Ergebnis: Rund 34,4 m² Bruttowandfläche. Fensterflächen werden anschließend abgezogen, Verschnitt (meist 5 … 10 %) zugeschlagen.
Ergebnis: 34,4 m²
Gültigkeit & Hinweise
- Gilt für Rechtecke und Quadrate (a = b). Für Parallelogramme gilt A = Grundseite · Höhe, wobei die Höhe senkrecht auf der Grundseite steht.
- Beide Seiten in derselben Einheit einsetzen: 12,50 m · 275 cm liefert keine sinnvolle Fläche.
- Unregelmäßige Flächen in Rechtecke, Dreiecke und Trapeze zerlegen und die Teilflächen addieren.
Typische Fehler
- Öffnungen (Fenster, Türen) vergessen abzuziehen oder doppelt abziehen.
- Lichte Raummaße mit Außenmaßen mischen.
Dreiecksfläche aus Grundseite und Höhe
Fläche eines beliebigen Dreiecks: A = g · h / 2 – Giebel, Dachflächen, Zerlegung von Grundrissen.
Die Fläche eines Dreiecks ist das halbe Produkt aus einer Grundseite g und der zugehörigen Höhe h – der senkrechte Abstand der gegenüberliegenden Ecke von der Grundseite. Die Formel gilt für jedes Dreieck, ob spitz-, recht- oder stumpfwinklig; nur muss die Höhe wirklich rechtwinklig auf der gewählten Grundseite stehen.
Im Bauwesen taucht das Dreieck als Giebelfläche, als Walm- oder Dachteilfläche, bei der Zerlegung schiefwinkliger Grundstücke und bei Verschnittberechnungen auf; in der Technik als Querschnitt von Keilen, Rinnen und Dreiecksprofilen.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| FlächeFlächeninhalt des Dreiecks | m² | |
| GrundseiteLänge der gewählten Grundseite | m | |
| Höhesenkrechter Abstand der gegenüberliegenden Ecke von der Grundseite | m |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
GrafikDreiecksfläche über der Höhe
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Der Giebel eines Hauses mit Satteldach soll gedämmt werden. Das Giebeldreieck ist unten 9,00 m breit (Gebäudebreite), der First liegt 2,70 m über der Oberkante der rechteckigen Giebelwand. Wie groß ist die Dreiecksfläche?
- Gegeben: g = 9,00 m (Gebäudebreite), h = 2,70 m (Firsthöhe über Wandoberkante). Gesucht: Fläche A.
- Formel: A = g · h / 2.
- Einsetzen: A = 9,00 m · 2,70 m / 2 = 24,30 m² / 2 = 12,15 m².
- Ergebnis: Das Giebeldreieck hat 12,15 m² Fläche – diese Dämmfläche kommt zur Rechteckfläche der Wand darunter hinzu.
Ergebnis: 12,15 m²
Gültigkeit & Hinweise
- Die Höhe h steht senkrecht auf der Grundseite g – nicht die Länge einer schrägen Seite einsetzen.
- Gilt für jedes Dreieck, auch stumpfwinklige; dann liegt der Fußpunkt der Höhe außerhalb der Grundseite.
- Sind nur die drei Seitenlängen bekannt, hilft die Heron-Formel; im rechtwinkligen Dreieck sind die beiden Katheten Grundseite und Höhe.
Typische Fehler
- Schenkellänge statt Höhe einsetzen (ergibt zu große Flächen).
- Das Halbieren vergessen.
Dreiecksfläche nach Heron (drei Seiten)
Fläche eines Dreiecks nur aus den drei Seitenlängen – ohne Höhe und ohne Winkel.
Die Heron-Formel berechnet die Fläche eines beliebigen Dreiecks allein aus seinen drei Seiten a, b und c. Hilfsgröße ist der halbe Umfang s = (a + b + c) / 2; die Fläche ist dann A = √(s · (s − a) · (s − b) · (s − c)). Eine Höhe muss nicht gemessen werden – ein Vorteil überall dort, wo nur Seitenlängen zugänglich sind.
Typische Fälle sind dreieckige Grundstücksteile und Restflächen, die mit dem Maßband aufgenommen werden, schiefwinklige Dachflächen und Flächen in Grundrissen, die mit der Diagonale in zwei Dreiecke zerlegt werden. Der Sonderrechner prüft zuerst, ob die drei Seiten überhaupt ein Dreieck bilden (Dreiecksungleichung), und liefert neben der Fläche auch die drei Innenwinkel aus dem Kosinussatz.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Seite aerste Seite (gegenüber dem Winkel α) | m | |
| Seite bzweite Seite (gegenüber dem Winkel β) | m | |
| Seite cdritte Seite (gegenüber dem Winkel γ) | m | |
| FlächeFlächeninhalt des Dreiecks (Ergebnis) | m² |
Rechenweg
- Halber Umfangs = (a + b + c) / 2 = (7 m + 9 m + 12 m) / 2 = 14 m
- Fläche (Heron)A = √(s · (s − a) · (s − b) · (s − c)) = √(14 · 7 · 5 · 2) m² = 31,3 m²
- Winkel (Kosinussatz)α = arccos((b² + c² − a²) / (2bc)) = 35,4° · β = arccos((a² + c² − b²) / (2ac)) = 48,2° · γ = 180° − α − β = 96,4°
- Höhenha = 2A / a = 8,944 m · hb = 2A / b = 6,957 m · hc = 2A / c = 5,217 m
- Inkreis- und Umkreisradiusr = A / s = 2,236 m · R = abc / (4A) = 6,037 m
- Übersicht
Größe Wert Winkel α (gegenüber a) 35,4° Winkel β (gegenüber b) 48,2° Winkel γ (gegenüber c) 96,4° Höhe ha 8,944 m Höhe hb 6,957 m Höhe hc 5,217 m Inkreisradius r 2,236 m Umkreisradius R 6,037 m
Grafik
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Ein dreieckiges Grundstücksteil (Restfläche an einer schrägen Grenze) hat die Seitenlängen 7,00 m, 9,00 m und 12,00 m; eine Höhe lässt sich vor Ort nicht messen. Wie groß ist die Fläche?
- Gegeben: a = 7,00 m, b = 9,00 m, c = 12,00 m. Dreiecksungleichung prüfen: 7,00 + 9,00 = 16,00 > 12,00 – das Dreieck ist konstruierbar.
- Halber Umfang: s = (7,00 + 9,00 + 12,00) m / 2 = 14,00 m.
- Formel: A = √(s · (s − a) · (s − b) · (s − c)).
- Einsetzen: A = √(14,00 · 7,00 · 5,00 · 2,00) m² = √980 m² = 31,30 m².
- Ergebnis: Die Fläche beträgt rund 31,3 m². Die Innenwinkel folgen aus dem Kosinussatz: α ≈ 35,4° (gegenüber a), β ≈ 48,2°, γ ≈ 96,4° – ein stumpfwinkliges Dreieck.
Ergebnis: 31,3 m²
Gültigkeit & Hinweise
- Gilt für jedes Dreieck, sofern die Dreiecksungleichung erfüllt ist: Jede Seite muss kürzer sein als die Summe der beiden anderen. Sonst wird der Radikand negativ und es gibt kein Dreieck.
- Bei sehr spitzen („nadelförmigen“) Dreiecken reagiert das Ergebnis empfindlich auf Messfehler der Seitenlängen.
- Eine geschlossene Umstellung nach einer Seite ist nicht praxistauglich; der Sonderrechner nimmt die drei Seiten entgegen und gibt halben Umfang, Fläche und die drei Winkel aus.
Typische Fehler
- Die Klammern (s − a) usw. mit s · a verwechseln.
- Seiten in verschiedenen Einheiten eingeben.
Trapezfläche
Fläche aus den beiden parallelen Seiten und der Höhe: A = (a + c) / 2 · h – Gräben, Dämme, Dachflächen.
Ein Trapez ist ein Viereck mit zwei parallelen Seiten a und c. Seine Fläche ist die mittlere Breite (a + c) / 2 multipliziert mit dem senkrechten Abstand h der beiden parallelen Seiten. Für a = c wird das Trapez zum Rechteck, für c = 0 zum Dreieck.
Im Tiefbau ist das Trapez der Regelquerschnitt von Gräben, Dämmen und Böschungen (Aushub = Querschnittsfläche · Länge), im Hochbau die Form von Walmdachflächen und abgeschrägten Wänden, im Maschinenbau der Querschnitt von Keilriemen und Schwalbenschwanzführungen.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| FlächeFlächeninhalt des Trapezes | m² | |
| parallele Seite aeine der beiden parallelen Seiten (z. B. obere Breite) | m | |
| parallele Seite cdie andere parallele Seite (z. B. Sohlbreite) | m | |
| Höhesenkrechter Abstand der parallelen Seiten | m |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Grafik
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Ein Leitungsgraben wird mit geböschten Wänden ausgehoben: Sohlbreite 0,60 m, Breite an der Geländeoberkante 1,80 m, Tiefe 1,20 m. Welche Querschnittsfläche hat der Graben, und wie viel Aushub fällt je 10 m Länge an?
- Gegeben: a = 1,80 m (obere Breite), c = 0,60 m (Sohlbreite), h = 1,20 m (Tiefe). Gesucht: Querschnittsfläche A.
- Formel: A = (a + c) / 2 · h – mittlere Breite mal Tiefe.
- Einsetzen: A = (1,80 m + 0,60 m) / 2 · 1,20 m = 1,20 m · 1,20 m = 1,44 m².
- Ergebnis: 1,44 m² Querschnitt. Je 10 m Grabenlänge fallen 1,44 m² · 10 m = 14,4 m³ Aushub an (fest gemessen; aufgelockert rund 20 … 25 % mehr).
Ergebnis: 1,44 m²
Gültigkeit & Hinweise
- a und c sind die beiden parallelen Seiten, h ihr senkrechter Abstand – nicht die Länge der schrägen Schenkel.
- Für a = c wird das Trapez zum Rechteck, für c = 0 zum Dreieck; die Formel gilt auch für schiefe (nicht symmetrische) Trapeze.
- Bei der Umstellung nach a oder c kann das Ergebnis negativ werden, wenn A, h und die andere Seite nicht zusammenpassen.
Typische Fehler
- Schenkellänge als Höhe einsetzen.
- Beim Graben Böschungsbreite nur einseitig berücksichtigen.
Körper
7 FormelnQuader: Volumen
Rauminhalt aus Länge, Breite und Höhe: V = a · b · c – Beton, Aushub, Behälter, Räume.
Das Volumen eines Quaders ist das Produkt seiner drei Kantenlängen. Jede Kante steht senkrecht auf den beiden anderen; der Würfel ist der Sonderfall a = b = c. Für Flüssigkeiten gilt 1 m³ = 1 000 l.
Die Formel liefert Betonmengen für Fundamente und Bodenplatten, Aushubmengen, Raumvolumen für Lüftung und Heizlast, das Fassungsvermögen rechteckiger Behälter und Becken sowie Lagervolumen – immer mit der Frage, ob Innen- oder Außenmaße gemeint sind.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| VolumenRauminhalt des Quaders | m³ | |
| Längeerste Kante | m | |
| Breitezweite Kante | m | |
| Höhedritte Kante | m |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Grafik
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Für ein Streifenfundament wird Beton bestellt: Länge 8,00 m, Breite 0,50 m, Höhe 0,80 m. Wie viel Beton ist nötig?
- Gegeben: a = 8,00 m, b = 0,50 m, c = 0,80 m. Gesucht: Volumen V.
- Formel: V = a · b · c.
- Einsetzen: V = 8,00 m · 0,50 m · 0,80 m = 3,20 m³.
- Ergebnis: 3,2 m³ Beton. Für Verluste und Unebenheiten der Sohle ist bei der Bestellung ein Zuschlag von etwa 5 … 10 % üblich.
Ergebnis: 3,2 m³
Gültigkeit & Hinweise
- Gilt für rechtwinklige Körper (Quader, Würfel). Für Flüssigkeiten: 1 m³ = 1 000 l.
- Bei Behältern die Innenmaße (Außenmaß minus Wanddicken) verwenden, bei Räumen die lichten Maße.
- Alle drei Kanten in derselben Einheit; mm³ in m³: durch 10⁹ teilen.
Typische Fehler
- Außen- und Innenmaße mischen.
- Liter und m³ verwechseln (Faktor 1 000).
Quader: Oberfläche
Gesamte Oberfläche aus den drei Kanten: O = 2 · (a·b + a·c + b·c) – Blech, Dämmung, Anstrich.
Die Oberfläche eines Quaders besteht aus sechs Rechtecken, die paarweise gleich groß sind: Boden und Deckel (a · b), Vorder- und Rückseite (a · c) sowie die beiden Stirnseiten (b · c). Daraus folgt O = 2 · (a · b + a · c + b · c); beim Würfel vereinfacht sich das zu O = 6 · a².
Gebraucht wird die Oberfläche für den Materialbedarf an Blech, Dämmplatten, Folie oder Anstrich bei Behältern, Kanälen und Schaltschränken und für Wärmeverluste von Kästen und Boxen. Für offene Behälter oder die reine Mantelfläche werden die fehlenden Flächen abgezogen.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| OberflächeSumme aller sechs Seitenflächen | m² | |
| Längeerste Kante | m | |
| Breitezweite Kante | m | |
| Höhedritte Kante | m |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Grafik
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Ein quaderförmiger, geschlossener Vorratsbehälter misst außen 2,00 m × 1,50 m × 1,20 m. Wie viel Dämmplatte ist nötig, um ihn allseitig zu umhüllen (ohne Verschnitt)?
- Gegeben: a = 2,00 m, b = 1,50 m, c = 1,20 m. Gesucht: Oberfläche O.
- Formel: O = 2 · (a · b + a · c + b · c) – je zwei gleiche Flächen für Boden/Deckel, Vorder-/Rückseite und die beiden Stirnseiten.
- Einsetzen: O = 2 · (2,00 · 1,50 + 2,00 · 1,20 + 1,50 · 1,20) m² = 2 · (3,00 + 2,40 + 1,80) m² = 2 · 7,20 m² = 14,40 m².
- Ergebnis: 14,4 m² Dämmfläche, zuzüglich Verschnitt. Soll der Deckel frei bleiben, entfällt eine Fläche a · b = 3,00 m².
Ergebnis: 14,4 m²
Gültigkeit & Hinweise
- Alle sechs Flächen sind enthalten. Für offene Behälter die fehlende Fläche abziehen; die Mantelfläche ohne Boden und Deckel ist M = 2 · (a + b) · c.
- Beim Würfel (a = b = c) gilt O = 6 · a².
- Die Umstellungen nach einer Kante setzen voraus, dass O / 2 größer als das Produkt der beiden anderen Kanten ist, sonst wird das Ergebnis negativ.
Typische Fehler
- Nur drei statt sechs Flächen addieren (Faktor 2 vergessen).
- Bei Dämmung mit Innenmaßen rechnen – die Dämmung liegt außen, also Außenmaße (bei dicker Dämmung sogar deren Außenmaße) verwenden.
Zylinder: Volumen
Rauminhalt eines Kreiszylinders aus Radius und Höhe: V = π · r² · h – Speicher, Tanks, Rohre, Bohrpfähle.
Das Volumen eines geraden Kreiszylinders ist Grundfläche mal Höhe: V = π · r² · h. Mit dem Durchmesser geschrieben lautet die Formel V = π · d² / 4 · h. Die Höhe ist die senkrechte Länge zwischen den beiden Kreisflächen – bei liegenden Behältern also die Behälterlänge.
Damit werden Pufferspeicher, Warmwasserspeicher, Tanks und Silos ausgelegt, der Wasserinhalt von Rohrleitungen bestimmt (wichtig für Spül- und Frostschutzmengen), Betonmengen für Bohrpfähle und Rundstützen ermittelt und Hubräume oder Verdrängungen berechnet.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| VolumenRauminhalt des Zylinders (1 m³ = 1 000 l) | m³ | |
| RadiusRadius der Grundfläche (r = d / 2) | m | |
| HöheHöhe bzw. Länge des Zylinders | m |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Grafik
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Ein stehender Pufferspeicher hat innen einen Durchmesser von 790 mm und eine zylindrische Höhe von 1 950 mm. Welches Wasservolumen fasst der zylindrische Teil?
- Gegeben: d = 790 mm → r = 395 mm = 0,395 m; h = 1 950 mm = 1,95 m. Gesucht: Volumen V.
- Formel: V = π · r² · h.
- Einsetzen: V = π · (0,395 m)² · 1,95 m = π · 0,1560 m² · 1,95 m = 0,9558 m³.
- Umrechnen: 0,9558 m³ · 1 000 l/m³ ≈ 956 l. Mit den gewölbten Böden erreicht der Speicher seine Nenngröße von rund 1 000 l.
Ergebnis: 0,956 m³ ≈ 956 l
Gültigkeit & Hinweise
- Gilt für gerade Kreiszylinder; gewölbte Behälterböden (Klöpper-, Korbbogenböden) kommen gesondert hinzu.
- Mit dem Durchmesser: V = π · d² / 4 · h. Für Rohre ist der Wasserinhalt je Meter V' = π · d_i² / 4 in m³/m.
- 1 m³ = 1 000 l; r und h in derselben Einheit einsetzen.
Typische Fehler
- Durchmesser statt Radius quadrieren (vierfaches Volumen).
- Außendurchmesser statt Innendurchmesser für den Inhalt verwenden.
Zylinder: Mantelfläche
Gekrümmte Seitenfläche eines Zylinders: M = 2 · π · r · h – Dämmung, Anstrich, Blechabwicklung.
Die Mantelfläche eines geraden Kreiszylinders ist die gekrümmte Seitenfläche ohne Boden und Deckel. Abgewickelt ist sie ein Rechteck mit der Breite des Umfangs 2 · π · r und der Höhe h: M = 2 · π · r · h. Die gesamte Oberfläche ergibt sich mit den beiden Kreisflächen zu O = 2 · π · r · h + 2 · π · r².
In der Praxis ist die Mantelfläche die Dämm- oder Anstrichfläche von Rohren, Tanks, Silos und Speichern, der Blechbedarf für Rohrschüsse und Lüftungsrohre und – mit dem Wärmedurchgangskoeffizienten – die Fläche für Wärmeverluste von Speichern und Leitungen.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Mantelflächegekrümmte Seitenfläche ohne Boden und Deckel | m² | |
| RadiusRadius des Zylinders (bei Dämmung: Außenradius der Dämmung) | m | |
| HöheHöhe bzw. Länge des Zylinders | m |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Grafik
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Ein stehender zylindrischer Stahltank mit 2,50 m Durchmesser und 3,00 m Höhe erhält einen Korrosionsschutzanstrich auf der Mantelfläche. Wie groß ist die zu streichende Fläche?
- Gegeben: d = 2,50 m → r = 1,25 m; h = 3,00 m. Gesucht: Mantelfläche M.
- Formel: M = 2 · π · r · h (Umfang mal Höhe – der Mantel ist abgewickelt ein Rechteck).
- Einsetzen: M = 2 · π · 1,25 m · 3,00 m = 7,854 m · 3,00 m = 23,56 m².
- Ergebnis: Rund 23,6 m² Mantelfläche. Mit Deckel und Boden (je π · r² = 4,91 m²) wäre die Gesamtoberfläche rund 33,4 m².
Ergebnis: 23,6 m²
Gültigkeit & Hinweise
- Nur die gekrümmte Seitenfläche; Gesamtoberfläche O = 2 · π · r · h + 2 · π · r².
- Für Rohrdämmung mit dem Außenradius der Dämmung rechnen, nicht mit dem Rohrradius; für den Blechmantel mit dem Außenradius der fertigen Dämmung.
- Mit dem Durchmesser: M = π · d · h.
Typische Fehler
- Boden und Deckel vergessen, wenn die Gesamtoberfläche gefragt ist.
- Durchmesser als Radius einsetzen (doppelte Fläche).
Kugel: Volumen
Rauminhalt einer Kugel aus dem Radius: V = 4/3 · π · r³ – Kugelbehälter, Schwimmer, Kugeltanks.
Das Volumen einer Kugel ist V = 4/3 · π · r³; mit dem Durchmesser lautet die Formel V = π · d³ / 6. Da der Radius mit der dritten Potenz eingeht, verachtfacht sich das Volumen bei doppeltem Radius.
Kugelbehälter werden für Flüssiggas und Druckgase eingesetzt, weil die Kugel bei gegebenem Volumen die kleinste Oberfläche und die günstigste Spannungsverteilung hat. Weitere Fälle sind Schwimmerkugeln in Armaturen, Kugelhähne, Kugelgelenke und das Volumen von Schüttgutkörnern oder Tropfen.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| VolumenRauminhalt der Kugel (1 m³ = 1 000 l) | m³ | |
| RadiusKugelradius (r = d / 2) | m |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Grafik
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Ein kugelförmiger Flüssiggasbehälter hat einen Innendurchmesser von 2,00 m. Welches Volumen fasst er, und wie viel Flüssigphase darf bei einem zulässigen Füllgrad von 85 % enthalten sein?
- Gegeben: d = 2,00 m → r = 1,00 m. Gesucht: Volumen V.
- Formel: V = 4/3 · π · r³.
- Einsetzen: V = 4/3 · π · (1,00 m)³ = 4,189 m³.
- Umrechnen: 4,189 m³ = 4 189 l. Bei 85 % Füllgrad bleiben rund 0,85 · 4 189 l ≈ 3 560 l Flüssigphase; der Rest ist Gasraum für die Ausdehnung.
Ergebnis: 4,19 m³ ≈ 4 189 l
Gültigkeit & Hinweise
- r geht mit der dritten Potenz ein: doppelter Radius = achtfaches Volumen. Entsprechend groß wirken sich Messfehler beim Radius aus.
- Mit dem Durchmesser: V = π · d³ / 6.
- Die Umstellung nach r verwendet die Kubikwurzel; das Ergebnis hat die Einheit der Längenwurzel aus m³, also m.
Typische Fehler
- Durchmesser statt Radius kubieren (achtfaches Volumen).
- Den Faktor 4/3 weglassen oder mit 4/3 · π · r² (Oberflächenformel) verwechseln.
Kugel: Oberfläche
Oberfläche einer Kugel aus dem Radius: O = 4 · π · r² – das Vierfache der Kreisfläche gleichen Radius.
Die Oberfläche einer Kugel ist O = 4 · π · r², also genau das Vierfache der Kreisfläche mit demselben Radius; mit dem Durchmesser lautet die Formel O = π · d². Von allen Körpern hat die Kugel bei gegebenem Volumen die kleinste Oberfläche.
Die Oberfläche bestimmt den Dämm- und Anstrichbedarf von Kugelbehältern, die wärmeübertragende Fläche von Kugeln (etwa bei Schüttungen und Katalysatorkörnern) und über die Projektionsfläche den Strömungswiderstand kugelförmiger Teilchen.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Oberflächegesamte Kugeloberfläche | m² | |
| RadiusKugelradius (r = d / 2) | m |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Grafik
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Ein Kugelbehälter mit 3,00 m Außendurchmesser soll gedämmt werden. Wie groß ist die zu dämmende Oberfläche?
- Gegeben: d = 3,00 m → r = 1,50 m. Gesucht: Oberfläche O.
- Formel: O = 4 · π · r².
- Einsetzen: O = 4 · π · (1,50 m)² = 4 · π · 2,25 m² = 28,27 m².
- Ergebnis: Rund 28,3 m² – das Vierfache der Kreisfläche mit gleichem Radius (π · r² = 7,07 m²). Die Dämmung selbst hat außen eine etwas größere Fläche, weil ihr Radius um die Dämmdicke größer ist.
Ergebnis: 28,3 m²
Gültigkeit & Hinweise
- Die Kugel hat bei gegebenem Volumen die kleinste Oberfläche aller Körper – deshalb sind Kugelbehälter bei Wärmeverlusten und Materialbedarf im Vorteil.
- Mit dem Durchmesser: O = π · d².
- Für eine Halbkugel (z. B. Kuppel) ist die gekrümmte Fläche 2 · π · r²; soll die ebene Schnittfläche dazu, kommt π · r² hinzu.
Typische Fehler
- Durchmesser statt Radius quadrieren (vierfache Fläche).
- Mit 4/3 · π · r³ (Volumen) verwechseln.
Kegel: Volumen
Rauminhalt eines Kreiskegels: V = 1/3 · π · r² · h – Schüttkegel, Trichter, Silospitzen.
Das Volumen eines geraden Kreiskegels ist ein Drittel des Zylinders mit gleicher Grundfläche und Höhe: V = 1/3 · π · r² · h. Die Höhe h ist der senkrechte Abstand der Spitze von der Grundfläche – nicht die Mantellinie s = √(r² + h²), die von der Spitze zum Rand der Grundfläche läuft.
Der wichtigste Praxisfall ist der Schüttkegel: Sand, Kies, Splitt oder Pellets bilden beim Abkippen einen Kegel, dessen Volumen sich aus Durchmesser und Höhe ergibt. Weitere Anwendungen sind Trichter und Siloausläufe, konische Behälterböden, Kegelstümpfe (als Differenz zweier Kegel) und Bohrkegel.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| VolumenRauminhalt des Kegels | m³ | |
| RadiusRadius der Grundfläche (r = d / 2) | m | |
| Höhesenkrechte Höhe von der Grundfläche zur Spitze | m |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Grafik
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Auf dem Lagerplatz liegt ein kegelförmiger Haufen Kies mit 6,00 m Durchmesser am Boden und 2,00 m Höhe. Wie viel Kies ist das?
- Gegeben: d = 6,00 m → r = 3,00 m; h = 2,00 m. Gesucht: Volumen V.
- Formel: V = 1/3 · π · r² · h – ein Drittel des umschreibenden Zylinders.
- Einsetzen: V = 1/3 · π · (3,00 m)² · 2,00 m = 1/3 · π · 9,00 m² · 2,00 m = 18,85 m³.
- Ergebnis: Rund 18,8 m³ Schüttgut. Mit einer Schüttdichte von etwa 1,6 t/m³ sind das rund 30 t Kies.
Ergebnis: 18,8 m³
Gültigkeit & Hinweise
- Gilt für den geraden Kreiskegel; h ist die senkrechte Höhe, nicht die Mantellinie s = √(r² + h²).
- Schüttkegel bilden sich mit dem Schüttwinkel des Materials (Sand und Kies etwa 30 … 35°); daraus folgt h = r · tan(Schüttwinkel) – im Beispiel rund 33,7°.
- Ein Kegelstumpf hat das Volumen V = π · h / 3 · (R² + R · r + r²) mit den beiden Radien R und r.
Typische Fehler
- Den Faktor 1/3 vergessen (Zylindervolumen).
- Mantellinie als Höhe einsetzen.
Gleichungen & Verhältnisse
5 FormelnQuadratische Gleichung (pq-Formel)
Lösungen von x² + p·x + q = 0: x₁,₂ = −p/2 ± √((p/2)² − q).
Eine quadratische Gleichung in Normalform x² + p · x + q = 0 hat die Lösungen x₁,₂ = −p/2 ± √((p/2)² − q). Der Ausdruck unter der Wurzel heißt Diskriminante D = (p/2)² − q und entscheidet, wie viele reelle Lösungen es gibt: zwei für D > 0, eine doppelte für D = 0 und keine für D < 0. Eine allgemeine Gleichung a · x² + b · x + c = 0 wird zuerst durch a geteilt (p = b / a, q = c / a).
Quadratische Gleichungen entstehen in der Technik immer dann, wenn eine Größe im Quadrat auftritt: Seitenlängen eines Rechtecks aus Fläche und Umfang, Durchmesser aus einer Querschnittsbedingung, Wurfweiten und Bremswege, Zeitpunkte bei gleichmäßig beschleunigter Bewegung, Betriebspunkte von Pumpenkennlinien oder Wirtschaftlichkeitsrechnungen mit quadratischen Kostenanteilen.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Koeffizient pKoeffizient vor x in der Normalform (Vorzeichen beachten) | – | |
| Absolutglied qkonstantes Glied der Normalform | – | |
| erste LösungLösung mit dem Pluszeichen vor der Wurzel (die größere) | – | |
| zweite LösungLösung mit dem Minuszeichen vor der Wurzel (die kleinere) | – |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Ein rechteckiger Lagerplatz soll 300 m² Fläche haben und mit 70 m Zaun eingefriedet werden. Welche Seitenlängen ergeben sich?
- Ansatz: Umfang 2 · (a + b) = 70 m → a + b = 35 m; Fläche a · b = 300 m². Mit b = 35 − a folgt a · (35 − a) = 300, also a² − 35 · a + 300 = 0. Normalform mit p = −35 und q = 300.
- Diskriminante: D = (p/2)² − q = (−17,5)² − 300 = 306,25 − 300 = 6,25 > 0 → zwei reelle Lösungen.
- Formel: x₁,₂ = −p/2 ± √D = 17,5 ± √6,25 = 17,5 ± 2,5.
- Ergebnis: x₁ = 20 und x₂ = 15. Der Lagerplatz misst 20 m × 15 m – beide Lösungen beschreiben dasselbe Rechteck, einmal ist a die lange, einmal die kurze Seite.
Ergebnis: x₁ = 20 (x₂ = 15)
Gültigkeit & Hinweise
- Die Diskriminante D = (p/2)² − q entscheidet über die Lösungen: D > 0 → zwei verschiedene reelle Lösungen; D = 0 → eine doppelte Lösung x = −p/2; D < 0 → keine reelle Lösung (der Rechner meldet dann kein endliches Ergebnis).
- Eine allgemeine quadratische Gleichung a · x² + b · x + c = 0 wird zuerst durch a geteilt: p = b / a, q = c / a. Alternativ gilt die abc-Formel („Mitternachtsformel“) x₁,₂ = (−b ± √(b² − 4ac)) / (2a).
- Der Rechner berechnet x₁ und x₂ aus p und q. Eine Umstellung nach p oder q ist aus einer einzelnen Lösung nicht möglich – dafür braucht es beide Lösungen (Satz von Vieta: p = −(x₁ + x₂), q = x₁ · x₂).
- In technischen Aufgaben ist oft nur eine der beiden Lösungen physikalisch sinnvoll (z. B. keine negativen Längen oder Zeiten).
Typische Fehler
- Vorzeichen von p: In x² − 35 · x + 300 = 0 ist p = −35, also −p/2 = +17,5.
- Gleichung nicht in Normalform gebracht (der Koeffizient vor x² muss 1 sein).
- Beim Quadrieren von p/2 das Vorzeichen stehen lassen – (p/2)² ist immer positiv.
Lineare Interpolation
Zwischenwert zwischen zwei Tabellenzeilen: y = y₁ + (x − x₁) · (y₂ − y₁) / (x₂ − x₁).
Stoffwerttabellen, Kennlinien und Normtabellen liefern Werte nur an festen Stützstellen. Liegt der gesuchte Eingangswert x dazwischen, wird der Verlauf zwischen den beiden benachbarten Stützstellen (x₁, y₁) und (x₂, y₂) durch eine Gerade ersetzt: y = y₁ + (x − x₁) · (y₂ − y₁) / (x₂ − x₁). Der Bruch ist die Steigung der Geraden, der Rest eine Dreisatz-Rechnung.
Das ist das Standardverfahren für Dichte, Wärmekapazität, Viskosität, Dampfdruck oder Enthalpie bei Zwischentemperaturen, für Pumpen- und Ventilatorkennlinien, Rohrreibungstabellen und für Klimadaten. Umgekehrt lässt sich auch der x-Wert bestimmen, der zu einem gegebenen y gehört – etwa die Temperatur, bei der eine Tabelle einen bestimmten Dampfdruck ausweist.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| untere Stützstellex-Wert der ersten Tabellenzeile (z. B. Temperatur) | – | |
| Wert an der unteren StützstelleTabellenwert zu x₁ | – | |
| obere Stützstellex-Wert der zweiten Tabellenzeile (x₂ ≠ x₁) | – | |
| Wert an der oberen StützstelleTabellenwert zu x₂ | – | |
| Eingangswertx-Wert, für den interpoliert wird (zwischen x₁ und x₂) | – | |
| interpolierter Wertgesuchter Zwischenwert zu x (Einheit wie y₁, y₂) | – |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
GrafikInterpolationsgerade durch die beiden Stützstellen
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
In einer Stoffwerttabelle steht die Dichte von Wasser nur für 40 °C (992,2 kg/m³) und 50 °C (988,0 kg/m³). Welche Dichte hat Wasser bei 44 °C?
- Gegeben: Stützstellen x₁ = 40 °C mit y₁ = 992,2 kg/m³ und x₂ = 50 °C mit y₂ = 988,0 kg/m³. Gesucht: y bei x = 44 °C.
- Formel: y = y₁ + (x − x₁) · (y₂ − y₁) / (x₂ − x₁).
- Steigung der Geraden: (y₂ − y₁) / (x₂ − x₁) = (988,0 − 992,2) kg/m³ / (50 − 40) K = −4,2 / 10 = −0,42 kg/(m³·K).
- Einsetzen: y = 992,2 kg/m³ + (44 − 40) K · (−0,42 kg/(m³·K)) = 992,2 − 1,68 = 990,52 kg/m³.
- Ergebnis: ρ(44 °C) ≈ 990,5 kg/m³. Da die Dichtekurve leicht gekrümmt ist, weicht der exakte Wert um rund 0,1 kg/m³ ab – für die Praxis vernachlässigbar.
Ergebnis: 990,5 kg/m³
Gültigkeit & Hinweise
- Lineare Interpolation ersetzt den Verlauf zwischen zwei Tabellenwerten durch eine Gerade. Sie ist umso genauer, je enger die Stützstellen liegen und je gerader der tatsächliche Verlauf ist.
- Alle x-Werte in derselben Einheit, alle y-Werte in derselben Einheit eingeben; das Ergebnis hat die Einheit der y-Werte.
- Außerhalb von x₁ … x₂ wird extrapoliert – das liefert bei gekrümmten Kurven (z. B. Dampfdruck, Sättigungsfeuchte) schnell große Fehler.
- x₁ und x₂ müssen verschieden sein; für die Umstellung nach x außerdem y₁ ≠ y₂.
Typische Fehler
- Stützstellen vertauschen: x₁ gehört zu y₁, x₂ zu y₂.
- Bei Größen mit exponentiellem Verlauf (z. B. Dampfdruck über der Temperatur) besser die Logarithmen der y-Werte interpolieren.
Prozentwert
Anteil eines Grundwerts: W = G · p / 100 – Verschnitt, Zuschläge, Wirkungsgrade, Mehrwertsteuer.
Prozent bedeutet „von Hundert“: p % eines Grundwerts G sind der Prozentwert W = G · p / 100. Die drei Größen hängen über eine einzige Gleichung zusammen, sodass aus zwei bekannten die dritte folgt: der Prozentsatz als Anteil W / G · 100 oder der Grundwert aus Anteil und Prozentsatz.
Im Ingenieuralltag taucht die Prozentrechnung ständig auf: Verschnittzuschläge bei Dämmung, Fliesen und Blech, Sicherheitszuschläge bei Heizlast und Pumpenleistung, Wirkungsgrade und Verluste, Feuchte- und Luftanteile, Rabatte und Mehrwertsteuer in Angeboten.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Prozentwertder Anteil, der p % von G entspricht (Einheit wie G) | – | |
| GrundwertBezugsgröße, die 100 % entspricht (m², €, kWh …) | – | |
| ProzentsatzAnteil in Prozent | % |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Für einen Boden mit 48 m² Fläche werden Dämmplatten bestellt. Der Verschnitt wird mit 8 % angesetzt. Wie viel Fläche kommt als Verschnitt hinzu, und wie viel ist zu bestellen?
- Gegeben: Grundwert G = 48 m², Prozentsatz p = 8 %. Gesucht: Prozentwert W (Verschnittfläche).
- Formel: W = G · p / 100.
- Einsetzen: W = 48 m² · 8 / 100 = 3,84 m².
- Ergebnis: 3,84 m² Verschnitt. Bestellmenge G + W = 48 m² + 3,84 m² = 51,84 m², aufgerundet auf volle Pakete.
Ergebnis: 3,84 m²
Gültigkeit & Hinweise
- W und G haben dieselbe Einheit (m², €, kWh …); p ist dimensionslos in Prozent.
- Zuschlag oder Abschlag in einem Schritt: neuer Wert = G · (1 ± p / 100); z. B. brutto = netto · 1,19 bei 19 % Mehrwertsteuer.
- Prozent (%) ist 1/100, Promille (‰) ist 1/1 000; 1 % = 10 ‰.
Typische Fehler
- Prozentsatz als Dezimalzahl eingeben (0,08 statt 8).
- Beim Rückrechnen aus dem Bruttowert den Zuschlag vom Brutto statt vom Netto abziehen (brutto / 1,19, nicht brutto · 0,81).
Prozentuale Änderung
Zu- oder Abnahme in Prozent des Ausgangswerts: p = (neu − alt) / alt · 100.
Die prozentuale Änderung setzt die Differenz zwischen neuem und altem Wert ins Verhältnis zum alten Wert: p = (W_neu − W_alt) / W_alt · 100. Bezugsgröße ist immer der Ausgangswert. Positives p bedeutet Zunahme, negatives p Abnahme.
Damit werden Einsparungen nach einer Sanierung, Verbrauchs- und Kostensteigerungen, Leistungsänderungen und Abweichungen zwischen Soll und Ist bewertet. Umgekehrt liefert die Umstellung den neuen Wert bei bekannter Änderung (z. B. Preissteigerung um 4 %) oder den Ausgangswert, wenn Endwert und Änderung bekannt sind.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| prozentuale ÄnderungÄnderung bezogen auf den alten Wert; negativ = Abnahme | % | |
| neuer WertWert nach der Änderung (Einheit wie W_alt) | – | |
| alter WertAusgangswert = Bezugsgröße (100 %), ungleich 0 | – |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Nach der Dämmung der obersten Geschossdecke und dem Austausch der Heizungspumpe sinkt der Heizenergieverbrauch eines Hauses von 24 500 kWh/a auf 16 200 kWh/a. Um wie viel Prozent hat sich der Verbrauch geändert?
- Gegeben: W_alt = 24 500 kWh/a, W_neu = 16 200 kWh/a. Gesucht: prozentuale Änderung p.
- Formel: p = (W_neu − W_alt) / W_alt · 100.
- Einsetzen: p = (16 200 − 24 500) kWh/a / 24 500 kWh/a · 100 = −8 300 / 24 500 · 100 = −33,9 %.
- Ergebnis: Der Verbrauch ist um 33,9 % gesunken (negatives Vorzeichen = Rückgang). Der neue Verbrauch beträgt 66,1 % des alten.
Ergebnis: −33,9 %
Gültigkeit & Hinweise
- Bezugsgröße ist immer der alte (ursprüngliche) Wert. Eine Senkung um 33,9 % und eine anschließende Steigerung um 33,9 % führen deshalb nicht zum Ausgangswert zurück.
- Positives p = Zunahme, negatives p = Abnahme; −100 % bedeutet, der neue Wert ist 0.
- Prozentpunkte sind etwas anderes als Prozent: Steigt ein Wirkungsgrad von 80 % auf 90 %, sind das 10 Prozentpunkte, aber 12,5 % Zunahme.
- Für die Umstellung nach W_alt muss p ≠ −100 % sein; W_alt darf nicht 0 sein.
Typische Fehler
- Die Differenz auf den neuen statt auf den alten Wert beziehen.
- Prozent und Prozentpunkte verwechseln.
Dreisatz (proportionale Zuordnung)
Vom bekannten Verhältnis auf eine neue Menge schließen: y₂ = y₁ · x₂ / x₁.
Beim proportionalen Dreisatz gehört zu einer Menge x₁ ein Wert y₁, und gesucht ist der Wert y₂ zu einer anderen Menge x₂. Weil das Verhältnis y / x konstant ist, gilt y₂ / x₂ = y₁ / x₁ und damit y₂ = y₁ · x₂ / x₁. Der klassische Rechenweg führt über die Einheit („für 1 m² werden … benötigt“) und multipliziert dann mit der neuen Menge.
Der Dreisatz ist das Werkzeug für Materialbedarf (Verbrauch je m², Masse je Meter), Kosten je Einheit, Zeiten bei gleichbleibender Leistung, Umrechnungen zwischen Einheiten und für die Skalierung von Rezepturen und Mischungen. Voraussetzung ist ein proportionaler Zusammenhang: doppelte Menge, doppelter Wert.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Bezugsmengebekannte Menge (z. B. 25 m²), ungleich 0 | – | |
| Wert zur Bezugsmengebekannter Wert zu x₁ (z. B. 6,5 l) | – | |
| neue MengeMenge, für die der Wert gesucht ist (Einheit wie x₁) | – | |
| Wert zur neuen Mengegesuchter Wert zu x₂ (Einheit wie y₁) | – |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Für 25 m² Wandfläche wurden 6,5 l Grundierung verbraucht. Wie viel Grundierung ist für die restlichen 140 m² nötig?
- Gegeben: x₁ = 25 m² → y₁ = 6,5 l; neue Menge x₂ = 140 m². Gesucht: y₂.
- Formel (proportional): y₂ = y₁ · x₂ / x₁.
- Zwischenschritt auf die Einheit: 6,5 l / 25 m² = 0,26 l/m².
- Einsetzen: y₂ = 0,26 l/m² · 140 m² = 36,4 l.
- Ergebnis: Rund 36,4 l Grundierung – in der Praxis z. B. vier Gebinde à 10 l.
Ergebnis: 36,4 l
Gültigkeit & Hinweise
- Nur für proportionale Zusammenhänge (doppelte Menge → doppelter Wert): Materialverbrauch, Kosten, Masse je Meter, Zeit bei konstanter Leistung.
- Bei antiproportionalen Zusammenhängen (doppelte Pumpenzahl → halbe Zeit) gilt stattdessen y₂ = y₁ · x₁ / x₂.
- x-Werte in gleicher Einheit, y-Werte in gleicher Einheit eingeben; das Ergebnis hat die Einheit der y-Werte.
Typische Fehler
- Proportional und antiproportional verwechseln.
- Mengen mit festen Grundanteilen (z. B. Anfahrtspauschale plus Preis je Stunde) als rein proportional behandeln.