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Technische Gebäudeausrüstung (TGA)

Heizung, Lüftung, Sanitär, Licht, Akustik

Die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) umfasst alle Anlagen, die ein Gebäude nutzbar machen: Heizung, Lüftung und Klima, Trinkwasser und Abwasser, Beleuchtung sowie der bauliche und anlagentechnische Schallschutz. Wer diese Anlagen plant, prüft oder betreibt, rechnet täglich mit denselben Grundformeln – vom Volumenstrom eines Heizkreises über den Luftwechsel eines Besprechungsraums bis zur Anzahl der Leuchten in einer Werkstatt.

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Dieser Bereich sammelt die Auslegungsformeln, die in der TGA-Praxis am häufigsten gebraucht werden. Jede Formel kann nach allen sinnvollen Größen umgestellt werden, zeigt den Rechenweg mit Einheiten und wird durch ein Praxisbeispiel aus dem Einfamilienhaus, dem Bürogebäude oder der Werkstatt ergänzt. Richtwerttabellen (Luftwechselzahlen, Kanalgeschwindigkeiten, Beleuchtungsstärken, Ausdehnungskoeffizienten) stehen direkt neben den Rechnern.

Die physikalischen Grundlagen – Wärmemenge Q = m · c · ΔT, Wärmeleitung, U-Wert und Heizlast – sind in den Bereichen Thermodynamik und Gebäudeenergieberatung beschrieben. Hier geht es um die Umsetzung in Anlagentechnik: Welche Leistung bringt ein Heizkörper bei abgesenkter Vorlauftemperatur? Wie groß muss das Ausdehnungsgefäß sein? Welcher Kanalquerschnitt passt zum Luftvolumenstrom? Welche Leistung braucht ein Durchlauferhitzer für die Dusche? Wie laut sind drei Pumpen zusammen?

Alle Formeln sind Näherungen für die Vorauslegung und die Plausibilitätsprüfung. Für die Ausführungsplanung gelten die jeweiligen Normen und Herstellerangaben, die in den Hinweisen genannt werden.

Heizung

4 Formeln

Heizkörperleistung bei abweichender Übertemperatur

Wie viel Leistung bringt ein Heizkörper, wenn die Vorlauftemperatur niedriger ist als bei der Normprüfung?
Umstellen nach

Die Normleistung eines Heizkörpers wird nach DIN EN 442 bei den Temperaturen 75 °C Vorlauf, 65 °C Rücklauf und 20 °C Raumluft bestimmt – das entspricht einer Übertemperatur von 50 K (Übertemperatur = mittlere Heizwassertemperatur minus Raumtemperatur). Im Betrieb, besonders bei Wärmepumpen und abgesenkten Heizkurven, liegt die Übertemperatur deutlich darunter. Die Leistung sinkt dann nicht linear, sondern mit dem Heizkörperexponenten n, weil sich Strahlung und Konvektion mit der Temperatur ändern.

Die Formel dient zur Umrechnung von Katalogleistungen auf reale Betriebsbedingungen. Sie ist das zentrale Werkzeug, um zu prüfen, ob vorhandene Heizkörper bei einer Vorlauftemperatur von z. B. 55 °C noch die Heizlast des Raums decken – die klassische Fragestellung beim Heizungstausch im Bestand.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
Heizkörperleistung bei BetriebsbedingungenWärmeleistung bei der tatsächlichen Übertemperatur ΔTW
NormleistungKatalogleistung bei 75/65/20 °C (ΔT_N = 50 K) nach DIN EN 442W
Übertemperatur im Betriebmittlere Heizwassertemperatur minus Raumtemperatur, arithmetisch (T_V + T_R)/2 − T_i oder genauer logarithmischK
Norm-ÜbertemperaturÜbertemperatur der Normprüfung, 50 K bei 75/65/20 °CK
Heizkörperexponentbauartabhängig, Herstellerangabe; Plattenheizkörper und Radiatoren ≈ 1,3, Konvektoren bis 1,45, Fußbodenheizung ≈ 1,1–

Rechner

W
W
typisch: 500 … 3 000
K
typisch: 20 … 50
K

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

Grafik

Heizkörperleistung bei abweichender ÜbertemperaturHeizkörper mit Kennlinie mit ΔT = 30 K, Q̇ = 772,1 W, Q̇ N = 1 500 W, ΔT N = 50 K, n = 1,3.VorlaufRücklaufΔT in KQ̇/Q̇N​1Q̇ = 772,1 WΔT = 30 KΔTN​ = 50 KQ̇N​ = 1 500 Wn = 1,3
Beispiel: ≈ 772 W (≈ 51 % der Normleistung)

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

In einem Einfamilienhaus soll der Gaskessel durch eine Wärmepumpe ersetzt werden. Der Plattenheizkörper im Wohnzimmer hat laut Katalog eine Normleistung von 1 500 W (75/65/20 °C). Die Wärmepumpe soll mit 55 °C Vorlauf und 45 °C Rücklauf laufen, die Raumtemperatur beträgt 20 °C. Welche Leistung bringt der Heizkörper dann noch?

  1. Übertemperatur im Betrieb (arithmetisch): ΔT = (55 °C + 45 °C)/2 − 20 °C = 50 °C − 20 °C = 30 K.
  2. Gegeben: Q̇_N = 1 500 W, ΔT_N = 50 K, n = 1,3 (Plattenheizkörper).
  3. Formel: Q̇ = Q̇_N · (ΔT/ΔT_N)^n = 1 500 W · (30 K / 50 K)^1,3 = 1 500 W · 0,6^1,3.
  4. 0,6^1,3 = e^(1,3 · ln 0,6) = e^(1,3 · (−0,511)) = e^(−0,664) ≈ 0,515.
  5. Q̇ = 1 500 W · 0,515 ≈ 772 W – der Heizkörper liefert also nur noch rund 51 % seiner Normleistung.

Ergebnis: ≈ 772 W (≈ 51 % der Normleistung)

Gültigkeit & Hinweise

  • Die Übertemperatur sollte bei Spreizungen über etwa 10 K und bei niedrigen Vorlauftemperaturen logarithmisch gebildet werden (siehe Formel „Logarithmische Übertemperatur“); die arithmetische Mittelbildung überschätzt die Leistung leicht.
  • Gilt für ΔT etwa zwischen 10 K und 70 K; der Exponent n wird vom Hersteller für jedes Modell angegeben, 1,3 ist ein Richtwert für Plattenheizkörper und Radiatoren.
  • Die Normprüfung nach DIN EN 442 erfolgt bei 75/65/20 °C (ΔT_N = 50 K). Ältere Kataloge nach DIN 4703 beziehen sich auf 90/70/20 °C (ΔT_N = 60 K) – dann ΔT_N anpassen.
  • Nach n kann aufgelöst werden, wenn zwei Betriebspunkte bekannt sind (z. B. aus einer Herstellertabelle).

Typische Fehler

  • Vorlauftemperatur statt mittlerer Heizwassertemperatur verwenden – die Übertemperatur bezieht sich auf das Mittel aus Vor- und Rücklauf.
  • Raumtemperatur vergessen: ΔT ist eine Differenz zur Raumluft, nicht die absolute Wassertemperatur.
  • Leistung linear mit der Übertemperatur umrechnen (n = 1) – das unterschätzt den Leistungsabfall bei Absenkung.
Verwandte Formeln:Quelle: DIN EN 442-2; Recknagel/Sprenger: Taschenbuch für Heizung + KlimatechnikEigene Seite

Logarithmische Übertemperatur

Die genaue mittlere Übertemperatur eines Heizkörpers aus Vorlauf-, Rücklauf- und Raumtemperatur.

Die Übertemperatur eines Heizkörpers ist die Differenz zwischen mittlerer Heizwassertemperatur und Raumtemperatur. Weil das Wasser auf dem Weg durch den Heizkörper nicht linear, sondern exponentiell abkühlt, ist das arithmetische Mittel (T_V + T_R)/2 nur eine Näherung. Der genaue Wert ist die logarithmische Übertemperatur, die auch in den Prüfnormen (DIN EN 442) und in Herstellerprogrammen verwendet wird.

Bei kleiner Spreizung (T_V − T_R ≤ 10 K) und hohen Temperaturen unterscheiden sich beide Werte kaum. Bei großer Spreizung und niedrigen Vorlauftemperaturen – typisch für Wärmepumpen – liegt die logarithmische Übertemperatur spürbar unter der arithmetischen, und die Heizkörperleistung fällt entsprechend geringer aus. Der Rechner gibt beide Werte aus, damit die Abweichung sichtbar wird.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
VorlauftemperaturHeizwassertemperatur am Eintritt in den Heizkörper°C
RücklauftemperaturHeizwassertemperatur am Austritt, muss kleiner als T_V und größer als T_i sein°C
RaumtemperaturLufttemperatur im beheizten Raum°C
logarithmische ÜbertemperaturErgebnis: mittlere logarithmische Temperaturdifferenz zwischen Heizwasser und RaumluftK

Rechner

Eigener Rechner mit erweiterter Eingabemaske.

°C
typisch: 35 … 75
°C
typisch: 28 … 65
°C
typisch: 20 … 24

Ergebnis
ΔTln = 29,72 K

arithmetisch 30,0 K (Abweichung −0,9 %)

Ein Heizkörper liefert bei diesen Temperaturen etwa 51 % seiner Normleistung (75/65/20 °C, ΔTln = 49,83 K, Exponent 1,3). Zur Formel Heizkörperleistung

Rechenweg

  1. Spreizung
    TV − TR = 55 °C − 45 °C = 10,0 K
  2. Temperaturverhältnis und Logarithmus
    (TV − Ti) / (TR − Ti) = 35,0 K / 25,0 K = 1,4000 · ln(1,4000) = 0,3365
  3. Logarithmische Übertemperatur
    ΔTln = (TV − TR) / ln((TV − Ti) / (TR − Ti)) = 10,0 K / 0,3365 = 29,72 K
  4. Zum Vergleich arithmetisch
    (TV + TR) / 2 − Ti = 30,0 K · Abweichung −0,28 K (−0,9 %)

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Ein Heizkörper wird mit 55 °C Vorlauf und 45 °C Rücklauf betrieben, die Raumtemperatur beträgt 20 °C. Wie groß ist die logarithmische Übertemperatur, und wie groß wäre die arithmetische?

  1. Gegeben: T_V = 55 °C, T_R = 45 °C, T_i = 20 °C.
  2. Zähler: T_V − T_R = 55 °C − 45 °C = 10 K.
  3. Nenner: ln((T_V − T_i)/(T_R − T_i)) = ln((55 − 20)/(45 − 20)) = ln(35/25) = ln(1,4) ≈ 0,3365.
  4. ΔT_ln = 10 K / 0,3365 ≈ 29,72 K.
  5. Zum Vergleich arithmetisch: (55 °C + 45 °C)/2 − 20 °C = 30,0 K. Die Abweichung beträgt hier nur 0,28 K; bei 35/25/20 °C wären es 10 K/ln(15/5) = 9,1 K gegenüber 10 K arithmetisch.

Ergebnis: 29,72 K (arithmetisch: 30,0 K)

Gültigkeit & Hinweise

  • Gilt nur für T_V > T_R > T_i; bei T_R = T_i ist der Ausdruck nicht definiert (Rücklauf auf Raumtemperatur abgekühlt).
  • Für T_V = T_R (keine Spreizung) ist der Grenzwert ΔT_ln = T_V − T_i.
  • Die Normprüfbedingungen 75/65/20 °C ergeben ΔT_ln = 49,83 K; in der Praxis wird dafür ΔT_N = 50 K gesetzt.
  • Die Abweichung zwischen logarithmischer und arithmetischer Übertemperatur bleibt unter 1 % , solange die Spreizung kleiner als etwa ein Drittel der arithmetischen Übertemperatur ist.

Typische Fehler

  • Natürlichen Logarithmus (ln) mit dem dekadischen (lg) verwechseln.
  • Temperaturen in Kelvin und Grad Celsius mischen – hier sind nur Differenzen relevant, alle drei Eingaben in °C.
Verwandte Formeln:Quelle: DIN EN 442-2; Recknagel/SprengerEigene Seite

Heizkreis-Volumenstrom aus Leistung und Spreizung

Wie viel Wasser muss je Stunde durch den Heizkreis, um die Leistung bei gegebener Spreizung zu übertragen?
Umstellen nach

Der Volumenstrom eines Heizkreises folgt aus der zu übertragenden Wärmeleistung und der Spreizung, also der Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf. Je kleiner die Spreizung, desto mehr Wasser muss umgewälzt werden. Der Wert ist die Eingangsgröße für die Auswahl der Umwälzpumpe, die Rohrdimensionierung und den hydraulischen Abgleich.

Die Formel ist die Wärmebilanz Q̇ = ṁ · c · ΔT, umgestellt und in die in der Heizungstechnik üblichen Einheiten gebracht: Leistung in kW, Volumenstrom in Liter je Stunde. Dabei wird die Dichte von Wasser mit 1 kg/l angesetzt, was für Heizungswasser bis etwa 90 °C auf 3 % genau stimmt.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
Volumenstromumgewälzte Wassermenge je Stunde (1 l/h ≙ 1 kg/h bei ρ ≈ 1 kg/l)l/h
Wärmeleistungvom Heizkreis zu übertragende Leistung (z. B. Heizlast des versorgten Bereichs)kW
spezifische Wärmekapazität Wasserfür Heizungswasser 4,19; bei Glykolgemischen niedriger (Herstellerangabe)kJ/(kg·K)
SpreizungVorlauftemperatur minus RücklauftemperaturK

Rechner

l/h
kW
typisch: 2 … 50
kJ/(kg·K)
K
typisch: Radiatoren 10 … 20 · Fußbodenheizung 5 … 8 · Wärmepumpe 5 … 10

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

GrafikVolumenstrom über der Spreizung

Volumenstrom über der SpreizungArbeitspunkt bei ΔT = 10 K und V̇ = 1 031 l/h. Kurven für 6 kW, 12 kW, 24 kW.02 0003 0004 000515202530ΔT in KV̇ in l/h1 031106 kW12 kW24 kW
Beispiel: ≈ 1 031 l/h ≈ 1,03 m³/h

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Der Heizkreis eines Einfamilienhauses muss eine Heizlast von 12 kW decken. Die Anlage wird mit 55 °C Vorlauf und 45 °C Rücklauf betrieben. Welchen Volumenstrom muss die Umwälzpumpe fördern?

  1. Spreizung: ΔT = 55 °C − 45 °C = 10 K. Gegeben außerdem: Q̇ = 12 kW = 12 kJ/s, c = 4,19 kJ/(kg·K).
  2. Massenstrom: ṁ = Q̇/(c · ΔT) = 12 kJ/s / (4,19 kJ/(kg·K) · 10 K) = 0,2864 kg/s.
  3. Umrechnen auf Stunden: 0,2864 kg/s · 3 600 s/h = 1 031 kg/h ≈ 1 031 l/h (ρ ≈ 1 kg/l).
  4. Ergebnis: V̇ ≈ 1 031 l/h ≈ 1,03 m³/h ≈ 17,2 l/min – Auslegungspunkt für die Pumpenkennlinie.

Ergebnis: ≈ 1 031 l/h ≈ 1,03 m³/h

Gültigkeit & Hinweise

  • Gilt für Wasser mit ρ ≈ 1 kg/l; bei Glykolgemischen (Solar, Wärmepumpen-Außenkreis) sind c und ρ kleiner, der Volumenstrom wird entsprechend größer.
  • Die Spreizung ist ein Auslegungswert: Fußbodenheizungen 5 … 8 K, Heizkörper 10 … 20 K, Wärmepumpen meist 5 … 10 K (Herstellerangabe zum Mindestvolumenstrom beachten).
  • Der berechnete Volumenstrom ist die Grundlage für den hydraulischen Abgleich (Voreinstellung der Thermostatventile) und die Pumpenauswahl.

Typische Fehler

  • Leistung in W statt kW eingeben – das Ergebnis wird dann um den Faktor 1 000 zu groß.
  • Vor- oder Rücklauftemperatur statt der Differenz einsetzen.
Verwandte Formeln:Quelle: Grundlagen Heizungstechnik, z. B. Recknagel/SprengerEigene Seite

Membran-Ausdehnungsgefäß (Nennvolumen)

Wie groß muss das Ausdehnungsgefäß einer geschlossenen Heizungsanlage sein?
Umstellen nach

In einer geschlossenen Heizungsanlage dehnt sich das Wasser beim Aufheizen aus. Das Membran-Ausdehnungsgefäß (MAG) nimmt dieses Ausdehnungsvolumen auf, ohne dass der Druck über den Ansprechdruck des Sicherheitsventils steigt. Sein Nennvolumen ergibt sich aus dem Ausdehnungsvolumen (Anlagenvolumen mal Ausdehnungskoeffizient), einer Wasservorlage, die auch bei kalter Anlage einen Wasserrest im Gefäß sichert, und dem Druckverhältnis zwischen Vordruck und Enddruck.

Die Formel ist die vereinfachte Auslegung nach DIN EN 12828 für Anlagen ohne Druckhaltung durch Pumpen oder Kompressoren. Der Vordruck p_0 wird auf die statische Höhe der Anlage über dem Gefäß eingestellt (Höhe in m geteilt durch 10 ergibt bar, zuzüglich 0,2 bar Reserve). Der Enddruck p_e liegt 0,5 bar unter dem Ansprechdruck des Sicherheitsventils (bei Ventilen bis 5 bar). Alle Drücke sind Überdrücke; der Faktor (p_e + 1) rechnet auf den absoluten Druck um.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
Nennvolumen des Ausdehnungsgefäßesrechnerisch erforderliches Gefäßvolumen; auf die nächste Handelsgröße aufrundenl
Anlagenvolumengesamter Wasserinhalt der Anlage (Kessel, Rohrnetz, Heizflächen, Pufferspeicher)l
AusdehnungskoeffizientVolumenzunahme des Wassers von 10 °C bis zur maximalen Vorlauftemperatur, siehe Tabelle (70 °C: 2,28 %, 80 °C: 2,89 %, 90 °C: 3,58 %)%
WasservorlageWasserreserve im Gefäß bei kalter Anlage: mindestens 0,5 % von V_A, mindestens jedoch 3 ll
Vordruck (Gaspolster)Überdruck, auf den das Gefäß vor dem Füllen eingestellt wird: ≈ statische Höhe in m / 10 + 0,2 barbar
Enddruckhöchster zulässiger Betriebsüberdruck am Gefäß: ≈ Ansprechdruck des Sicherheitsventils − 0,5 bar (Ventile bis 5 bar)bar

Rechner

l
l
typisch: Einfamilienhaus mit Heizkörpern 10 … 15 l/kW, mit Fußbodenheizung 20 … 25 l/kW
%
typisch: 1,7 … 3,6
l
typisch: 3 … 10
bar
typisch: 1,0 … 1,5
bar
typisch: 2,5 (bei 3-bar-Sicherheitsventil)

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Für die Heizkörperanlage eines Einfamilienhauses soll das Ausdehnungsgefäß ausgelegt werden. Anlagenvolumen 250 l, maximale Vorlauftemperatur 70 °C, Sicherheitsventil 3 bar. Der höchste Heizkörper liegt 8 m über dem Gefäß im Keller.

  1. Ausdehnungskoeffizient für 70 °C aus der Tabelle: n = 2,28 %. Ausdehnungsvolumen: V_e = V_A · n/100 = 250 l · 0,0228 = 5,7 l.
  2. Wasservorlage: 0,5 % von 250 l = 1,25 l, mindestens aber 3 l → V_V = 3 l.
  3. Vordruck: p_0 = 8 m / 10 + 0,2 bar = 1,0 bar. Enddruck: p_e = 3,0 bar − 0,5 bar = 2,5 bar.
  4. Einsetzen: V_n = (5,7 l + 3 l) · (2,5 + 1)/(2,5 − 1,0) = 8,7 l · 3,5/1,5 = 8,7 l · 2,333 = 20,3 l.
  5. Gewählt wird die nächste Handelsgröße: 25 l. Nach dem Einbau Vordruck auf 1,0 bar prüfen und die Anlage kalt auf etwa p_0 + 0,3 bar = 1,3 bar füllen.

Ergebnis: 20,3 l → Gefäß 25 l wählen

Gültigkeit & Hinweise

  • Vereinfachtes Verfahren nach DIN EN 12828 für geschlossene Heizungsanlagen bis 105 °C ohne Pumpen- oder Kompressordruckhaltung; für große Anlagen, Fernwärmeübergaben und Solaranlagen gelten erweiterte Verfahren (z. B. Dampfreserve bei Solar).
  • Der Vordruck p_0 muss größer als der statische Druck der Wassersäule über dem Gefäß sein, damit die Membran bei kalter Anlage nicht am Anschlag liegt; in der Praxis wird mindestens 1,0 bar empfohlen.
  • Bei Sicherheitsventilen über 5 bar gilt p_e = Ansprechdruck − 10 %.
  • Nach n und V_V wird nicht aufgelöst: n ist ein Stoffwert aus der Tabelle, V_V eine Mindestvorgabe (0,5 % von V_A, mindestens 3 l).
  • Das Nennvolumen ist immer auf die nächste verfügbare Gefäßgröße aufzurunden; der Vordruck ist jährlich zu prüfen (Gefäß wasserseitig absperren und entleeren).

Typische Fehler

  • Drücke absolut statt als Überdruck eingeben – die Formel erwartet Überdrücke, der Faktor (p_e + 1) rechnet selbst um.
  • Den Ausdehnungskoeffizienten für die Raumtemperatur statt für die maximale Vorlauftemperatur ablesen.
  • Pufferspeicher beim Anlagenvolumen vergessen – er macht oft den größten Teil des Wasserinhalts aus.
Verwandte Formeln:Quelle: DIN EN 12828 (vereinfachtes Verfahren); Recknagel/SprengerEigene Seite

Lüftung

6 Formeln

Luftvolumenstrom aus Luftwechselzahl

Wie viel Luft muss je Stunde ausgetauscht werden, wenn der Raum n-mal pro Stunde durchlüftet wird?
Umstellen nach

Die Luftwechselzahl n gibt an, wie oft das Luftvolumen eines Raums je Stunde ausgetauscht wird. Multipliziert mit dem Raumvolumen ergibt sie den Luftvolumenstrom, den eine Lüftungsanlage fördern muss. Die Luftwechselzahl ist die einfachste Kenngröße für die Vorauslegung und zum Vergleich von Räumen unterschiedlicher Nutzung.

In der Praxis wird der Volumenstrom je nach Raumnutzung entweder über die Luftwechselzahl, über die Personenzahl oder über die abzuführende Schadstoff-, Feuchte- oder Wärmelast bestimmt; maßgebend ist der größte Wert. Für Wohngebäude gilt DIN 1946-6, für Nichtwohngebäude DIN EN 16798-1, für Küchen VDI 2052.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
Luftvolumenstromzu fördernde Luftmenge je Stunde (Zuluft bzw. Abluft)m³/h
LuftwechselzahlAnzahl der vollständigen Luftwechsel je Stunde, siehe Richtwerttabelle1/h
RaumvolumenLänge · Breite · lichte Höhe des Raumsm³

Rechner

m³/h
1/h
typisch: Wohnraum 0,5 · Büro 2 … 4 · Bad 5 … 8 · Gewerbeküche 15 … 30
m³

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

Grafik

Luftvolumenstrom aus LuftwechselzahlRaum mit Zu- und Abluft mit V R = 90 m³, n = 4 1/h, V̇ = 360 m³/h.VR​ = 90 m³n = 4 1/hV̇ = 360 m³/h
Beispiel: 360 m³/h

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Ein Besprechungsraum in einem Bürogebäude ist 6,0 m lang, 5,0 m breit und 3,0 m hoch. Für die Vorauslegung der Lüftungsanlage wird ein vierfacher Luftwechsel angesetzt. Welcher Luftvolumenstrom ist erforderlich?

  1. Raumvolumen: V_R = 6,0 m · 5,0 m · 3,0 m = 90 m³.
  2. Gegeben: n = 4 1/h (Richtwert Besprechungsraum 4 … 8).
  3. Einsetzen: V̇ = 4 1/h · 90 m³ = 360 m³/h.
  4. Plausibilitätsprüfung über die Personenzahl: 360 m³/h entsprechen bei 30 m³/h je Person 12 Personen – passend für einen Besprechungsraum dieser Größe.

Ergebnis: 360 m³/h

Gültigkeit & Hinweise

  • Die Luftwechselzahl ist ein Überschlagswert; für Nichtwohngebäude ist die personen- und flächenbezogene Berechnung nach DIN EN 16798-1 maßgebend, für Wohngebäude das Lüftungskonzept nach DIN 1946-6.
  • Bei hohen Räumen (Hallen) bezieht sich die Luftwechselzahl oft nur auf die Aufenthaltszone bis etwa 3 m Höhe, nicht auf das gesamte Volumen.
  • Der Luftvolumenstrom gilt für die Nennlüftung; Anlagen mit Bedarfsregelung fahren im Teillastbetrieb deutlich weniger.

Typische Fehler

  • Grundfläche statt Raumvolumen einsetzen.
  • Luftwechselzahl aus einer anderen Nutzung übernehmen (z. B. Bad-Werte für ein Büro).
Verwandte Formeln:Quelle: Grundlagen Lüftungstechnik, z. B. Recknagel/Sprenger; DIN 1946-6; DIN EN 16798-1Eigene Seite

Luftvolumenstrom nach Personenzahl

Außenluftvolumenstrom für einen Raum aus der Anzahl der Personen und der Luftrate je Person.
Umstellen nach

In Aufenthaltsräumen wird der nötige Außenluftvolumenstrom meist über die Personenzahl bestimmt, weil die Menschen selbst die wichtigste Quelle für Kohlendioxid, Feuchte und Gerüche sind. Jede Person erhält eine Außenluftrate q_P, die von der geforderten Raumluftqualität abhängt.

DIN EN 16798-1 unterscheidet Kategorien der Raumluftqualität; für die mittlere Kategorie II werden 7 l/s je Person (≈ 25 m³/h) zuzüglich eines flächenbezogenen Anteils für Emissionen aus Gebäude und Einrichtung angesetzt. In der Büro-Praxis wird daher häufig mit rund 30 m³/h je Person gerechnet. Der Rechner ist mit diesem Wert vorbelegt; für höhere Anforderungen (Kategorie I) sind etwa 36 m³/h, für geringere (Kategorie III) etwa 15 … 20 m³/h je Person üblich.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
Außenluftvolumenstromdem Raum zuzuführende Außenluftmenge je Stundem³/h
PersonenzahlAnzahl der gleichzeitig anwesenden Personen (Auslegungsbelegung)–
Außenluftrate je PersonRichtwert 30 m³/h je Person für Büros (Kategorie II nach DIN EN 16798-1 einschließlich Gebäudeanteil); Kat. I ≈ 36, Kat. III ≈ 15 … 20m³/h

Rechner

m³/h
m³/h
typisch: 15 … 36

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Der Besprechungsraum eines Bürogebäudes ist für 12 Personen ausgelegt. Welcher Außenluftvolumenstrom ist bei einer Luftrate von 30 m³/h je Person (Kategorie II) vorzusehen?

  1. Gegeben: n_P = 12 Personen, q_P = 30 m³/h je Person.
  2. Einsetzen: V̇ = 12 · 30 m³/h = 360 m³/h.
  3. Bezogen auf das Raumvolumen von 90 m³ entspricht das einer Luftwechselzahl von 360/90 = 4 1/h – im Bereich der Richtwerte für Besprechungsräume.

Ergebnis: 360 m³/h

Gültigkeit & Hinweise

  • Die Luftrate hängt von der Kategorie der Raumluftqualität nach DIN EN 16798-1 ab; der genaue Wert ergibt sich aus Personenanteil plus flächenbezogenem Gebäudeanteil, 30 m³/h je Person ist ein Praxiswert für Büros mit geringer Belegungsdichte.
  • Für Räume mit Rauchen, körperlicher Arbeit oder besonderen Lasten (Labore, Küchen, Sporthallen) gelten höhere Werte bzw. lastbezogene Berechnungen.
  • Bei stark schwankender Belegung ist eine bedarfsgeführte Regelung über CO₂-Sensoren sinnvoll; der Rechner liefert den Auslegungswert bei Vollbelegung.

Typische Fehler

  • Luftrate in l/s mit m³/h verwechseln: 1 l/s = 3,6 m³/h.
Verwandte Formeln:Quelle: DIN EN 16798-1 (Kategorien der Raumluftqualität); Recknagel/SprengerEigene Seite

Lüftungswärmebedarf (Heizregister)

Welche Heizleistung braucht das Nachheizregister, um den Luftvolumenstrom um ΔT zu erwärmen?
Umstellen nach

Das Heizregister einer Lüftungsanlage muss die geförderte Luft von der Eintrittstemperatur (Außenluft oder Luft nach der Wärmerückgewinnung) auf die gewünschte Zulufttemperatur erwärmen. Die dafür nötige Leistung ist proportional zum Luftvolumenstrom und zur Temperaturerhöhung. Die Stoffwerte der Luft werden in der Lüftungstechnik zur Konstante ρ · c_p = 0,34 Wh/(m³·K) zusammengefasst; damit ergibt sich die Leistung direkt in Watt, wenn der Volumenstrom in m³/h eingesetzt wird.

Die gleiche Formel liefert den Lüftungswärmeverlust eines Raums ohne Wärmerückgewinnung, wenn für ΔT die Differenz zwischen Raum- und Außentemperatur eingesetzt wird. Für die Auslegung des Registers wird in der Regel die Norm-Außentemperatur des Standorts angesetzt.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
Heizleistung des Registersan die Luft übertragene Wärmeleistung (sensibel, ohne Befeuchtung)W
Luftvolumenstromdurch das Register strömende Luftmengem³/h
volumenbezogene Wärmekapazität der LuftDichte mal spezifische Wärmekapazität, für Luft bei 20 °C und Normaldruck ≈ 0,34 (entspricht 1,2 kg/m³ · 1,005 kJ/(kg·K) / 3,6)Wh/(m³·K)
TemperaturerhöhungZulufttemperatur minus Lufteintrittstemperatur am RegisterK

Rechner

W
m³/h
Wh/(m³·K)
K
typisch: 5 … 35

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

GrafikRegisterleistung über dem Luftvolumenstrom

Registerleistung über dem LuftvolumenstromArbeitspunkt bei V̇ = 3 000 m³/h und Q̇ = 8 160 W. Kurven für ΔT = 8 K (mit WRG), ΔT = 20 K, ΔT = 32 K (ohne WRG).020 00030 00040 00002 0004 0006 000V̇ in m³/hQ̇ in W8 1603 000ΔT = 8 K (mit WRG)ΔT = 20 KΔT = 32 K (ohne WRG)
Beispiel: 8 160 W ≈ 8,2 kW

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Die Lüftungsanlage eines Bürogebäudes fördert 3 000 m³/h Zuluft. Nach der Wärmerückgewinnung hat die Luft am Auslegungstag noch 12 °C; sie soll mit 20 °C in die Räume eingeblasen werden. Welche Leistung muss das Nachheizregister haben?

  1. Temperaturerhöhung: ΔT = 20 °C − 12 °C = 8 K.
  2. Gegeben: V̇ = 3 000 m³/h, ρc_p = 0,34 Wh/(m³·K).
  3. Einsetzen: Q̇ = 3 000 m³/h · 0,34 Wh/(m³·K) · 8 K = 8 160 W ≈ 8,2 kW.
  4. Zum Vergleich ohne Wärmerückgewinnung (Außenluft −12 °C, ΔT = 32 K): Q̇ = 3 000 · 0,34 · 32 = 32 640 W – die Wärmerückgewinnung spart hier rund drei Viertel der Registerleistung.

Ergebnis: 8 160 W ≈ 8,2 kW

Gültigkeit & Hinweise

  • Gilt für trockene Erwärmung (sensible Wärme) ohne Befeuchtung; bei Befeuchtung kommt die Verdampfungswärme hinzu.
  • ρ · c_p = 0,34 Wh/(m³·K) gilt für Luft um 20 °C auf Meereshöhe; bei stark abweichender Temperatur oder in großer Höhe ändert sich die Dichte (bei 0 °C ≈ 0,36, bei 40 °C ≈ 0,32).
  • Das Ergebnis ist die Nennleistung des Registers am Auslegungstag; der wasserseitige Volumenstrom folgt daraus mit der Formel „Heizkreis-Volumenstrom“ (Leistung in kW eingeben).

Typische Fehler

  • Volumenstrom in m³/s oder l/s einsetzen – die Konstante 0,34 gilt für m³/h.
  • Außentemperatur statt der Temperatur nach der Wärmerückgewinnung ansetzen – das Register wird dann deutlich zu groß.

Temperaturänderungsgrad der Wärmerückgewinnung

Wie viel Prozent der Temperaturdifferenz zwischen Abluft und Außenluft holt der Wärmetauscher zurück?
Umstellen nach

Der Temperaturänderungsgrad (auch Rückwärmzahl oder Temperaturwirkungsgrad) beschreibt die Güte eines Wärmerückgewinnungs-Wärmetauschers in einer Lüftungsanlage. Er setzt die Temperaturerhöhung der Außenluft im Tauscher ins Verhältnis zur maximal möglichen Erhöhung, nämlich bis auf Ablufttemperatur. Ein Wert von 70 % bedeutet, dass die Zuluft 70 % des Weges von der Außen- zur Ablufttemperatur zurücklegt.

Mit bekanntem Temperaturänderungsgrad lässt sich die Lufttemperatur hinter der Wärmerückgewinnung berechnen – die Eingangsgröße für das Nachheizregister. Herstellerangaben beziehen sich meist auf gleiche Massenströme von Zu- und Abluft und trockene Luft; Kondensation auf der Abluftseite erhöht den Wert im Winterbetrieb.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
TemperaturänderungsgradRückwärmzahl des Wärmetauschers, zuluftseitig%
Zulufttemperatur nach WärmetauscherTemperatur der Außenluft nach dem Durchgang durch den Wärmetauscher (vor dem Heizregister)°C
AblufttemperaturTemperatur der aus den Räumen abgesaugten Luft am Eintritt in den Wärmetauscher°C
AußenlufttemperaturTemperatur der angesaugten Außenluft°C

Rechner

%
typisch: Kreuzstrom 50 … 65 · Gegenstrom 75 … 90 · Rotor 70 … 85 · KVS 40 … 60
°C
°C
typisch: 20 … 24
°C
typisch: −16 … 15

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Bei der Inbetriebnahme einer Bürolüftung werden am Auslegungstag folgende Temperaturen gemessen: Außenluft −12 °C, Abluft 22 °C, Zuluft hinter dem Plattenwärmetauscher 11,8 °C. Welchen Temperaturänderungsgrad erreicht der Wärmetauscher?

  1. Gegeben: T_au = −12 °C, T_ab = 22 °C, T_zu = 11,8 °C.
  2. Erreichte Erwärmung: T_zu − T_au = 11,8 °C − (−12 °C) = 23,8 K.
  3. Maximal mögliche Erwärmung: T_ab − T_au = 22 °C − (−12 °C) = 34 K.
  4. η = 23,8 K / 34 K · 100 % = 70 % – ein typischer Wert für einen Kreuz-Gegenstrom-Plattenwärmetauscher.

Ergebnis: 70 %

Gültigkeit & Hinweise

  • Die Definition gilt zuluftseitig für gleiche Massenströme von Zu- und Abluft; bei ungleichen Volumenströmen (Disbalance) sind zuluft- und abluftseitiger Wert verschieden.
  • Gilt für trockene Wärmeübertragung; bei Kondensation in der Abluft (feuchte Abluft, kalte Außenluft) liegt der tatsächliche Wert höher.
  • Herstellerangaben nach DIN EN 13141-7 oder DIN EN 308 beziehen sich auf definierte Prüfbedingungen; Praxiswerte liegen durch Leckagen und Frostschutzschaltungen meist etwas darunter.
  • Nach T_au aufgelöst wird der Nenner bei η = 100 % null – physikalisch unerreichbar.

Typische Fehler

  • Vorzeichen bei negativen Außentemperaturen: −12 °C von 22 °C abziehen ergibt 34 K, nicht 10 K.
  • Zulufttemperatur nach dem Heizregister statt direkt nach dem Wärmetauscher messen.
Verwandte Formeln:Quelle: DIN EN 13141-7, DIN EN 308; Recknagel/SprengerEigene Seite

Volumenstrom im Rechteckkanal

Welcher Luftvolumenstrom passt bei zulässiger Geschwindigkeit durch einen Kanal mit den Abmessungen a × b?
Umstellen nach

Der Luftvolumenstrom in einem Kanal ist das Produkt aus Querschnittsfläche und mittlerer Strömungsgeschwindigkeit. Für Rechteckkanäle wird der Querschnitt aus den lichten Innenmaßen a und b gebildet, die in der Lüftungstechnik in Millimetern angegeben werden; der Faktor 3 600 rechnet von m³/s auf die üblichen m³/h um.

In der Planung läuft die Rechnung meist rückwärts: Aus dem bekannten Volumenstrom und einer gewählten Geschwindigkeit ergibt sich der nötige Querschnitt, aus dem dann ein Kanalmaß nach DIN EN 1505 (Rastermaße 100, 150, 200, 250, 300, 400, 500, 600, 800, 1 000 mm) ausgewählt wird. Die Geschwindigkeit ist ein Kompromiss: hohe Werte sparen Platz und Material, erhöhen aber Druckverlust, Energiebedarf der Ventilatoren und Strömungsgeräusche.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
Luftvolumenstromdurch den Kanal strömende Luftmengem³/h
Kanalbreite (lichtes Maß)Innenmaß des Kanals, Rastermaße nach DIN EN 1505mm
Kanalhöhe (lichtes Maß)Innenmaß des Kanals; Seitenverhältnis a : b möglichst nicht größer als 3 : 1mm
Luftgeschwindigkeitmittlere Geschwindigkeit im Kanalquerschnitt, siehe Richtwerttabellem/s

Rechner

m³/h
mm
typisch: 100 … 1 000
mm
typisch: 100 … 1 000
m/s
typisch: Hauptkanal 5 … 8 · Zweigkanal 3 … 5 · Wohnungslüftung ≤ 3

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

Grafik

Volumenstrom im RechteckkanalRechteckiger Luftkanal mit a = 600 mm, b = 400 mm, v = 5 m/s, V̇ = 4 320 m³/h.a = 600 mmb = 400 mmv = 5 m/sV̇ = 4 320 m³/h
Beispiel: 4 320 m³/h

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Der Hauptkanal einer Bürolüftung hat die lichten Maße 600 mm × 400 mm. Welchen Volumenstrom kann er bei einer Geschwindigkeit von 5 m/s führen?

  1. Umrechnen: a = 600 mm = 0,6 m, b = 400 mm = 0,4 m.
  2. Querschnittsfläche: A = 0,6 m · 0,4 m = 0,24 m².
  3. Volumenstrom: V̇ = 0,24 m² · 5 m/s = 1,2 m³/s.
  4. Auf Stunden umrechnen: 1,2 m³/s · 3 600 s/h = 4 320 m³/h.

Ergebnis: 4 320 m³/h

Gültigkeit & Hinweise

  • Gilt für die mittlere Geschwindigkeit über den Querschnitt; bei Messungen im Kanal ist das Geschwindigkeitsprofil zu berücksichtigen (Netzmessung).
  • Der Druckverlust steigt quadratisch mit der Geschwindigkeit; die Richtwerte der Tabelle halten Geräusch und Energieverbrauch in Grenzen.
  • Für die Druckverlustberechnung von Rechteckkanälen wird der hydraulische Durchmesser d_h = 2·a·b/(a + b) verwendet.

Typische Fehler

  • Kanalmaße in Millimetern ohne Umrechnung einsetzen – das Ergebnis wird um den Faktor 10⁶ zu groß.
  • Außenmaße statt lichter Innenmaße verwenden (Dämmung, Blechdicke).
Verwandte Formeln:Quelle: Grundlagen Lüftungstechnik, z. B. Recknagel/Sprenger; DIN EN 1505Eigene Seite

Volumenstrom im Rundkanal

Welcher Luftvolumenstrom passt bei zulässiger Geschwindigkeit durch ein Wickelfalzrohr mit Durchmesser d?
Umstellen nach

Runde Kanäle (Wickelfalzrohre) sind in der Lüftungstechnik wegen ihres geringen Druckverlusts, der einfachen Abdichtung und der günstigen Montage weit verbreitet. Der Volumenstrom ergibt sich aus der Kreisfläche π · d²/4 und der mittleren Geschwindigkeit; der Durchmesser wird wie üblich in Millimetern eingegeben.

Die Nenndurchmesser nach DIN EN 1506 sind gestuft (z. B. 80, 100, 125, 160, 200, 250, 315, 400, 500, 630, 800 mm). Bei der Umstellung nach d ergibt sich der rechnerische Mindestdurchmesser, der auf die nächste Nennweite aufgerundet wird.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
Luftvolumenstromdurch das Rohr strömende Luftmengem³/h
Innendurchmesserlichter Durchmesser des Rohrs, Nennweiten nach DIN EN 1506mm
Luftgeschwindigkeitmittlere Geschwindigkeit im Querschnitt, siehe Richtwerttabellem/s

Rechner

m³/h
mm
typisch: 80 … 800
m/s
typisch: Hauptkanal 5 … 8 · Zweigkanal 3 … 5 · Wohnungslüftung ≤ 3

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

Grafik

Volumenstrom im RundkanalRohrströmung im Längsschnitt mit d = 250 mm, v = 4 m/s, V̇ = 706,9 m³/h.d = 250 mmv = 4 m/sV̇ = 706,9 m³/h
Beispiel: ≈ 707 m³/h

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Ein Zweigkanal zu einem Großraumbüro wird als Wickelfalzrohr DN 250 ausgeführt. Welchen Volumenstrom kann es bei 4 m/s führen?

  1. Umrechnen: d = 250 mm = 0,25 m.
  2. Querschnittsfläche: A = π · 0,25² m² / 4 = π · 0,0625 m² / 4 = 0,0491 m².
  3. Volumenstrom: V̇ = 0,0491 m² · 4 m/s = 0,1963 m³/s.
  4. Auf Stunden umrechnen: 0,1963 m³/s · 3 600 s/h ≈ 707 m³/h.

Ergebnis: ≈ 707 m³/h

Gültigkeit & Hinweise

  • Gilt für die mittlere Geschwindigkeit im Querschnitt; die Geschwindigkeit in der Rohrmitte ist bei turbulenter Strömung etwa 15 … 20 % höher.
  • Der nach d berechnete Wert ist ein Mindestdurchmesser – auf die nächste Nennweite nach DIN EN 1506 aufrunden, die Geschwindigkeit sinkt dann entsprechend.
  • Flexible Schläuche haben bei gleichem Nenndurchmesser deutlich höhere Druckverluste; dort eher niedrige Geschwindigkeiten wählen.

Typische Fehler

  • Durchmesser statt Radius oder umgekehrt – die Formel verwendet den Durchmesser.
  • Durchmesser in mm ohne Umrechnung einsetzen.
Verwandte Formeln:Quelle: Grundlagen Lüftungstechnik, z. B. Recknagel/Sprenger; DIN EN 1506Eigene Seite

Trinkwarmwasser

4 Formeln

Wärmemenge zum Aufheizen eines Warmwasserspeichers

Wie viel Energie in kWh braucht es, um einen Speicher mit V Litern um ΔT zu erwärmen?
Umstellen nach

Zum Aufheizen eines Trinkwarmwasserspeichers muss die Wärmemenge Q = m · c · ΔT zugeführt werden. Für Wasser kann die Masse in kg direkt durch das Volumen in Litern ersetzt werden (ρ ≈ 1 kg/l). Weil Energie in der Gebäudetechnik in Kilowattstunden abgerechnet wird, teilt die Formel das Ergebnis in kJ durch 3 600 und liefert direkt kWh.

Der Wert ist die Grundlage für die Dimensionierung von Speicherladung, Heizstab oder Solaranlage, für die Berechnung der Aufheizzeit und für die Abschätzung des täglichen Energiebedarfs für Warmwasser. Verluste des Speichers und des Wärmeerzeugers sind nicht enthalten.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
Wärmemengezum Aufheizen nötige Energie (ohne Verluste)kWh
SpeicherinhaltWasservolumen in Litern; 1 l Wasser ≙ 1 kgl
spezifische Wärmekapazität Wasserfür Trinkwasser 4,19kJ/(kg·K)
TemperaturerhöhungSpeicher-Solltemperatur minus Kaltwassertemperatur (Endtemperatur minus Anfangstemperatur)K

Rechner

kWh
l
typisch: Einfamilienhaus 150 … 300
kJ/(kg·K)
K
typisch: 10 °C → 60 °C: 50

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

GrafikWärmemenge über der Temperaturerhöhung

Wärmemenge über der TemperaturerhöhungArbeitspunkt bei ΔT = 50 K und Q = 17,46 kWh. Kurven für 150 l, 300 l, 500 l.04060020406080100ΔT in KQ in kWh17,4650150 l300 l500 l
Beispiel: ≈ 17,5 kWh

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Der Trinkwarmwasserspeicher eines Einfamilienhauses fasst 300 l. Er soll nach der Nachtabsenkung von 10 °C Kaltwassertemperatur auf 60 °C aufgeheizt werden. Welche Wärmemenge ist dafür erforderlich?

  1. Temperaturerhöhung: ΔT = 60 °C − 10 °C = 50 K. Masse: 300 l Wasser ≙ 300 kg.
  2. Wärmemenge in kJ: Q = 300 kg · 4,19 kJ/(kg·K) · 50 K = 62 850 kJ.
  3. Umrechnen in Kilowattstunden: 62 850 kJ ÷ 3 600 kJ/kWh = 17,46 kWh.
  4. Ergebnis: Q ≈ 17,5 kWh – ohne Speicher- und Erzeugerverluste.

Ergebnis: ≈ 17,5 kWh

Gültigkeit & Hinweise

  • Gilt für Wasser ohne Phasenwechsel; Speicherbereitschaftsverluste (typisch 1 … 3 kWh/Tag je nach Größe und Dämmung) kommen im Betrieb hinzu.
  • Bei Speichern mit Schichtung ist die mittlere Speichertemperatur maßgebend; die Formel rechnet mit vollständiger Durchmischung.
  • Für die Legionellenprävention nach DVGW-Arbeitsblatt W 551 gelten in Großanlagen 60 °C am Speicheraustritt – die Temperaturerhöhung ist entsprechend anzusetzen.

Typische Fehler

  • Ergebnis in kJ mit kWh verwechseln – der Faktor 3 600 steckt bereits in der Formel.
  • Speichertemperatur statt Temperaturdifferenz einsetzen.
Verwandte Formeln:Quelle: Grundlagen Sanitärtechnik, z. B. Recknagel/SprengerEigene Seite

Aufheizzeit eines Speichers

Wie lange dauert es, bis der Speicher mit der verfügbaren Heizleistung aufgeheizt ist?
Umstellen nach

Die Aufheizzeit folgt aus der nötigen Wärmemenge und der Leistung, mit der sie zugeführt wird: t = Q/P. Mit Q in Kilowattstunden und P in Kilowatt ergibt sich die Zeit direkt in Stunden. Die Leistung ist je nach System die Übertragungsleistung des Speicherwärmetauschers, die Leistung eines Elektro-Heizstabs oder die Leistung einer Wärmepumpe bei der jeweiligen Speichertemperatur.

In der Praxis entscheidet die Aufheizzeit darüber, ob ein Speicher nach einer großen Zapfung (mehrere Duschen hintereinander) rechtzeitig wieder bereit ist, und ob Sperrzeiten des Energieversorgers oder PV-Überschussfenster für die Ladung ausreichen.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
AufheizzeitDauer der Speicherladung bei konstanter Leistungh
Wärmemengezum Aufheizen nötige Energie (siehe Formel „Wärmemenge zum Aufheizen“)kWh
Heizleistungan das Speicherwasser übertragene Leistung: Heizstab, Speicherwärmetauscher oder WärmepumpekW

Rechner

h
kWh
kW
typisch: Heizstab 2 … 9 · Kesselwärmetauscher 15 … 30

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Der 300-l-Speicher aus dem vorigen Beispiel (17,5 kWh für 10 °C → 60 °C) wird im Sommer über einen Elektro-Heizstab mit 6 kW aus PV-Überschuss geladen. Wie lange dauert die vollständige Aufheizung?

  1. Gegeben: Q = 17,5 kWh, P = 6 kW.
  2. Einsetzen: t = 17,5 kWh / 6 kW = 2,92 h.
  3. Umrechnen: 0,92 h · 60 min/h ≈ 55 min → t ≈ 2 h 55 min.
  4. Zum Vergleich mit dem Kesselwärmetauscher (20 kW): t = 17,5/20 = 0,875 h ≈ 53 min.

Ergebnis: 2,92 h ≈ 2 h 55 min

Gültigkeit & Hinweise

  • Gilt bei konstanter Leistung und ohne Verluste; reale Aufheizzeiten sind durch Speicherverluste und abnehmende Leistung des Wärmetauschers bei steigender Speichertemperatur etwas länger.
  • Bei Wärmepumpen sinkt die Leistung mit steigender Speichertemperatur deutlich; hier mit der mittleren Leistung über den Ladevorgang rechnen (Herstellerangabe).
  • Bei Kesseln ist nicht die Kesselleistung, sondern die Übertragungsleistung des Speicherwärmetauschers (Herstellerangabe, abhängig von Vorlauftemperatur) maßgebend.

Typische Fehler

  • Leistung in W und Energie in kWh mischen – beide Größen konsequent in kW und kWh.
  • Dezimalstunden als Stunden und Minuten lesen: 2,92 h sind 2 h 55 min, nicht 2 h 92 min.

Leistung eines Durchlauferhitzers

Welche Leistung braucht ein Durchlauferhitzer für eine Zapfrate in l/min bei gegebener Temperaturerhöhung?
Umstellen nach

Ein Durchlauferhitzer erwärmt das Wasser im Durchfluss ohne Speicher, muss also die gesamte Leistung in dem Moment aufbringen, in dem gezapft wird. Die nötige Leistung folgt aus der Wärmebilanz: Zapfvolumenstrom mal Wärmekapazität mal Temperaturerhöhung. Mit dem Volumenstrom in Liter je Minute, wie er auf Armaturen und Duschköpfen angegeben wird, und der Division durch 60 ergibt sich die Leistung direkt in Kilowatt.

Die Formel zeigt, warum elektrische Durchlauferhitzer für Duschen 18 bis 27 kW benötigen und einen Drehstromanschluss brauchen: Schon eine sparsame Dusche mit 8 l/min erfordert bei 28 K Temperaturerhöhung über 15 kW. Im Winter ist die Kaltwassertemperatur niedriger (bis etwa 5 °C), die Temperaturerhöhung also größer – die Auslegung sollte diesen Fall abdecken.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
Heizleistungan das Wasser übertragene Leistung; bei Elektrogeräten ≈ Anschlussleistung (Wirkungsgrad ≈ 99 %)kW
ZapfvolumenstromWarmwassermenge je Minute an der Entnahmestellel/min
spezifische Wärmekapazität Wasserfür Trinkwasser 4,19 (1 l ≙ 1 kg)kJ/(kg·K)
TemperaturerhöhungAuslauftemperatur minus KaltwassertemperaturK

Rechner

kW
typisch: Handwaschbecken 3,5 … 6 · Dusche 18 … 27
l/min
typisch: Waschtisch 3 … 5 · Dusche 8 … 12 · Wanne 12 … 15
kJ/(kg·K)
K
typisch: Dusche 38 °C bei 10 °C Kaltwasser: 28 · im Winter bis 33

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

GrafikLeistung über dem Zapfvolumenstrom

Leistung über dem ZapfvolumenstromArbeitspunkt bei V̇ = 8 l/min und P = 15,64 kW. Kurven für ΔT = 20 K, ΔT = 28 K, ΔT = 40 K.010203040051015V̇ in l/minP in kW15,648ΔT = 20 KΔT = 28 KΔT = 40 K
Beispiel: ≈ 15,6 kW → Gerät 18 kW (Winter: 21 kW)

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

In einem Bad soll ein elektrischer Durchlauferhitzer die Dusche versorgen. Der Sparduschkopf liefert 8 l/min, das Duschwasser soll 38 °C haben, das Kaltwasser hat 10 °C. Welche Leistung ist nötig?

  1. Temperaturerhöhung: ΔT = 38 °C − 10 °C = 28 K. Volumenstrom: 8 l/min ≙ 8 kg/min.
  2. Wärmestrom je Minute: 8 kg/min · 4,19 kJ/(kg·K) · 28 K = 938,6 kJ/min.
  3. Auf Sekunden umrechnen: 938,6 kJ/min ÷ 60 s/min = 15,6 kJ/s = 15,6 kW.
  4. Gewählt wird ein Gerät mit 18 kW; damit bleibt Reserve für kälteres Winterwasser (5 °C → ΔT = 33 K → 18,4 kW) – bei 21 kW auch dafür ausreichend.

Ergebnis: ≈ 15,6 kW → Gerät 18 kW (Winter: 21 kW)

Gültigkeit & Hinweise

  • Gilt für die stationäre Erwärmung ohne Speicher; bei Gas-Durchlauferhitzern ist die Nennwärmeleistung durch den Wirkungsgrad (≈ 0,85 … 0,95) zu teilen, um die Nennwärmebelastung zu erhalten.
  • Elektronisch geregelte Geräte begrenzen bei zu hoher Zapfrate den Durchfluss, damit die Solltemperatur gehalten wird – die Formel zeigt dann die maximal mögliche Zapfrate (Umstellung nach V̇).
  • Elektrische Durchlauferhitzer ab 12 kW benötigen einen Drehstromanschluss und die Zustimmung des Netzbetreibers (TAB).

Typische Fehler

  • Volumenstrom in l/h statt l/min einsetzen – Faktor 60.
  • Kaltwassertemperatur im Sommer ansetzen und das Gerät damit für den Winter zu klein wählen.
Verwandte Formeln:Quelle: Grundlagen Sanitärtechnik, z. B. Recknagel/SprengerEigene Seite

Zapfbare Mischwassermenge aus einem Speicher

Wie viel Warmwasser mit Nutztemperatur liefert ein Speicher, wenn sein Inhalt mit Kaltwasser gemischt wird?
Umstellen nach

Warmwasser wird im Speicher meist mit 55 bis 60 °C bereitgehalten, an der Dusche aber nur mit etwa 40 °C genutzt. Durch das Zumischen von Kaltwasser lässt sich aus dem Speicherinhalt deutlich mehr Wasser mit Nutztemperatur zapfen, als der Speicher fasst. Die Formel ist die Mischungsbilanz: Die im Speicherwasser über Kaltwassertemperatur enthaltene Wärme verteilt sich auf die größere Mischwassermenge.

Mit ihr lässt sich prüfen, ob ein Speicher für die geplante Nutzung (Anzahl Duschen oder Wannenfüllungen hintereinander) ausreicht, oder umgekehrt, welches Speichervolumen nötig ist. Die Rechnung setzt voraus, dass der Speicher vollständig auf Solltemperatur ist und während des Zapfens nicht nachgeheizt wird.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
zapfbare MischwassermengeWassermenge mit Nutztemperatur T_m, die aus dem Speicher entnommen werden kannl
Speicherinhaltnutzbares Speichervolumen auf Solltemperaturl
SpeichertemperaturTemperatur des Speicherwassers°C
Mischwassertemperatur (Nutztemperatur)gewünschte Temperatur an der Zapfstelle, muss zwischen T_k und T_sp liegen°C
KaltwassertemperaturTemperatur des zugemischten Kaltwassers°C

Rechner

l
l
typisch: 120 … 500
°C
typisch: 50 … 60
°C
typisch: Dusche 38 … 40 · Wanne 40 … 45
°C
typisch: Winter 5 … 10 · Sommer 12 … 18

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

GrafikMischwassermenge über der Nutztemperatur

Mischwassermenge über der NutztemperaturArbeitspunkt bei T_m = 40 °C und V_m = 333,3 l.0100200400500305060Tm​ in °CVm​ in l333,340
Beispiel: ≈ 333 l Mischwasser (≈ 5 Duschen)

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Ein 200-l-Speicher ist auf 60 °C aufgeheizt, das Kaltwasser hat 10 °C. Wie viel Duschwasser mit 40 °C lässt sich daraus zapfen, und für wie viele Duschen (je 8 min mit 8 l/min) reicht das?

  1. Gegeben: V_sp = 200 l, T_sp = 60 °C, T_m = 40 °C, T_k = 10 °C.
  2. Einsetzen: V_m = 200 l · (60 °C − 10 °C)/(40 °C − 10 °C) = 200 l · 50 K / 30 K = 333 l.
  3. Eine Dusche von 8 min mit 8 l/min braucht 64 l Mischwasser → 333 l / 64 l ≈ 5 Duschen hintereinander ohne Nachheizen.
  4. Hinweis: Im Winter (T_k = 5 °C) ergibt sich V_m = 200 · 55/35 = 314 l – etwas weniger.

Ergebnis: ≈ 333 l Mischwasser (≈ 5 Duschen)

Gültigkeit & Hinweise

  • Gilt für T_k < T_m ≤ T_sp; bei T_m = T_sp ist V_m = V_sp (kein Zumischen).
  • Idealisierte Rechnung: vollständig durchgeladener Speicher, keine Nachheizung während des Zapfens, keine Mischzone. In der Praxis sind etwa 80 … 90 % des Speicherinhalts nutzbar, bevor die Auslauftemperatur abfällt.
  • Nach T_k wird nur der Vollständigkeit halber aufgelöst; die Umstellung ist für V_m = V_sp nicht definiert.

Typische Fehler

  • Mischwassertemperatur und Speichertemperatur vertauschen – das Ergebnis wird dann kleiner als der Speicherinhalt.
  • Die Schichtung und die Mischzone im Speicher ignorieren und mit 100 % nutzbarem Inhalt planen.
Verwandte Formeln:Quelle: Grundlagen Sanitärtechnik (Mischungsbilanz), z. B. Recknagel/SprengerEigene Seite

Beleuchtung

4 Formeln

Beleuchtungsstärke

Wie hell ist eine Fläche, auf die ein Lichtstrom Φ fällt?
Umstellen nach

Die Beleuchtungsstärke E gibt an, wie viel Lichtstrom auf eine Fläche trifft. Ihre Einheit Lux ist als Lumen je Quadratmeter definiert: 1 lx = 1 lm/m². Der Lichtstrom Φ in Lumen ist die von einer Lichtquelle abgegebene, mit der Augenempfindlichkeit bewertete Lichtleistung. Die Formel gilt für gleichmäßige Ausleuchtung und beschreibt den Mittelwert über die Fläche.

In der Beleuchtungsplanung sind die Beleuchtungsstärken für Arbeitsplätze in DIN EN 12464-1 als Wartungswerte festgelegt (siehe Tabelle). Wichtig: Φ ist hier der tatsächlich auf der Nutzfläche ankommende Lichtstrom – nicht der Lampenlichtstrom. Der Zusammenhang zwischen beiden wird im Wirkungsgradverfahren über Beleuchtungswirkungsgrad und Wartungsfaktor hergestellt.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
Beleuchtungsstärkemittlere Beleuchtungsstärke auf der Fläche (1 lx = 1 lm/m²)lx
Lichtstrom auf der Flächeauf die Fläche auftreffender Nutzlichtstromlm
beleuchtete FlächeBewertungsfläche, meist die Nutzebene 0,75 … 0,85 m über dem Bodenm²

Rechner

lx
typisch: Flur 100 · Werkstatt 300 · Büro 500
lm
m²

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

Grafik

BeleuchtungsstärkeRaum mit Leuchte und Lichtkegel mit A = 48 m², E = 300 lx, Φ = 14 400 lm.A = 48 m²E = 300 lxΦ = 14 400 lm
Beispiel: 300 lx

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

In einer Werkstatt von 8,0 m × 6,0 m kommen nach Abzug aller Verluste 14 400 lm auf der Arbeitsebene an. Welche mittlere Beleuchtungsstärke ergibt sich, und reicht sie für grobe Montagearbeiten?

  1. Fläche: A = 8,0 m · 6,0 m = 48 m².
  2. Einsetzen: E = 14 400 lm / 48 m² = 300 lm/m² = 300 lx.
  3. Vergleich mit DIN EN 12464-1: Für grobe Montagearbeiten sind 300 lx gefordert – die Anforderung ist gerade erfüllt.

Ergebnis: 300 lx

Gültigkeit & Hinweise

  • Die Formel liefert den Mittelwert; DIN EN 12464-1 fordert zusätzlich eine Gleichmäßigkeit (E_min/Ē) von meist 0,6 im Bereich der Sehaufgabe.
  • Φ ist der auf der Fläche ankommende Lichtstrom. Vom Lampenlichtstrom gehen Leuchtenwirkungsgrad, Raumreflexion und Alterung ab – siehe Formel „Leuchtenanzahl (Wirkungsgradverfahren)“.
  • Tageslicht ist in der Formel nicht enthalten; die Normwerte gelten für die künstliche Beleuchtung allein.

Typische Fehler

  • Lampenlichtstrom aus dem Datenblatt direkt einsetzen – das überschätzt die Beleuchtungsstärke etwa um den Faktor 2.
  • Bodenfläche und Nutzebene verwechseln (bei kleinen Räumen mit Einbauten relevant).
Verwandte Formeln:Quelle: Grundlagen Lichttechnik; DIN EN 12464-1Eigene Seite

Leuchtenanzahl (Wirkungsgradverfahren)

Wie viele Leuchten braucht ein Raum, um die geforderte Beleuchtungsstärke zu erreichen?
Umstellen nach

Das Wirkungsgradverfahren ist das klassische Überschlagsverfahren der Innenraumbeleuchtung. Es berechnet aus der geforderten Beleuchtungsstärke und der Raumfläche den nötigen Lichtstrom und berücksichtigt dabei zwei Verlustfaktoren: Der Beleuchtungswirkungsgrad η_B erfasst, welcher Anteil des Lampenlichtstroms über Leuchtenoptik und Raumreflexionen auf der Nutzebene ankommt; er hängt von der Leuchtenart, dem Raumindex und den Reflexionsgraden von Decke, Wänden und Boden ab und wird aus Herstellertabellen abgelesen. Der Wartungsfaktor WF berücksichtigt die Alterung von Lichtquellen und Leuchten sowie die Verschmutzung bis zur nächsten Wartung.

Das Ergebnis ist die rechnerische Leuchtenanzahl, die auf eine ganze Zahl aufgerundet und in ein regelmäßiges Raster gebracht wird. Für die Ausführungsplanung wird heute meist eine Lichtberechnungssoftware verwendet; das Wirkungsgradverfahren bleibt das Werkzeug für die Vorplanung und die Plausibilitätsprüfung.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
Leuchtenanzahlrechnerisch nötige Anzahl der Leuchten (aufrunden)–
geforderte BeleuchtungsstärkeWartungswert nach DIN EN 12464-1, siehe Tabellelx
RaumflächeGrundfläche des Raums bzw. der Bewertungsflächem²
Lichtstrom je LeuchteBemessungslichtstrom der Leuchte (bei LED-Leuchten: Leuchtenlichtstrom laut Datenblatt)lm
BeleuchtungswirkungsgradAnteil des Lichtstroms, der auf der Nutzebene ankommt; aus Herstellertabellen nach Raumindex und Reflexionsgraden–
WartungsfaktorAbminderung für Alterung und Verschmutzung bis zur Wartung–

Rechner

lx
typisch: Flur 100 · grobe Montage 300 · Büro 500
m²
lm
typisch: Büroleuchte 3 000 … 5 000 · Hallenleuchte 10 000 … 30 000
typisch: 0,5 … 0,7
typisch: saubere Räume 0,8 · normale 0,67 … 0,75 · staubige Werkstatt 0,57

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Eine Werkstatt für grobe Montagearbeiten ist 12 m × 10 m groß. Vorgesehen sind LED-Hallenleuchten mit 10 000 lm. Aus der Herstellertabelle ergibt sich für den Raum ein Beleuchtungswirkungsgrad von 0,6; wegen der Verschmutzung wird ein Wartungsfaktor von 0,8 bei regelmäßiger Reinigung angesetzt. Wie viele Leuchten sind nötig?

  1. Geforderte Beleuchtungsstärke aus der Tabelle (grobe Montage): E = 300 lx. Fläche: A = 12 m · 10 m = 120 m².
  2. Nötiger Lichtstrom auf der Nutzebene: E · A = 300 lx · 120 m² = 36 000 lm.
  3. Nutzbarer Lichtstrom je Leuchte: Φ_L · η_B · WF = 10 000 lm · 0,6 · 0,8 = 4 800 lm.
  4. Leuchtenanzahl: n = 36 000 lm / 4 800 lm = 7,5 → aufgerundet 8 Leuchten, z. B. im Raster 4 × 2 (Abstand 3 m × 5 m).
  5. Kontrolle: Mit 8 Leuchten ergeben sich 8 · 4 800 lm / 120 m² = 320 lx.

Ergebnis: 7,5 → 8 Leuchten

Gültigkeit & Hinweise

  • Überschlagsverfahren für gleichmäßige Allgemeinbeleuchtung mit regelmäßig angeordneten Leuchten; für Arbeitsplatzbeleuchtung, Hallen mit Kranbahnen oder Räume mit hohen Einbauten ist eine Lichtberechnung nötig.
  • Der Beleuchtungswirkungsgrad η_B wird aus der Tabelle des Leuchtenherstellers für den Raumindex k und die Reflexionsgrade (z. B. Decke 0,7 / Wand 0,5 / Boden 0,2) abgelesen; 0,5 … 0,7 sind typische Werte für direktstrahlende Leuchten.
  • Der Wartungsfaktor hängt von Leuchtenart, Raumverschmutzung und Wartungsintervall ab; 0,67 ist ein verbreiteter Standardwert, 0,8 nur bei sauberen Räumen und geschlossenen Leuchten.
  • Der Leuchtenabstand sollte das 1,0- bis 1,5-Fache der Montagehöhe über der Nutzebene nicht überschreiten, sonst leidet die Gleichmäßigkeit.

Typische Fehler

  • Lichtstrom der Lichtquelle statt der Leuchte einsetzen (bei konventionellen Leuchten ist der Leuchtenbetriebswirkungsgrad in η_B enthalten, bei LED-Leuchten ist der Leuchtenlichtstrom maßgebend – Herstellerangabe prüfen).
  • Ergebnis abrunden – die geforderte Beleuchtungsstärke darf nicht unterschritten werden.
Verwandte Formeln:Quelle: Wirkungsgradverfahren nach LiTG / DIN EN 12464-1; Grundlagen LichttechnikEigene Seite

Raumindex

Kennzahl für die Raumgeometrie, mit der der Beleuchtungswirkungsgrad aus Herstellertabellen abgelesen wird.
Umstellen nach

Der Raumindex k beschreibt das Verhältnis der Grundfläche eines Raums zu seinen Wandflächen zwischen Nutzebene und Leuchtenebene. Große, niedrige Räume haben hohe Raumindizes (viel Licht erreicht die Nutzebene direkt), kleine und hohe Räume niedrige (viel Licht trifft auf die Wände). Zusammen mit den Reflexionsgraden von Decke, Wänden und Boden ist k der Eingang in die Tabellen des Beleuchtungswirkungsgrads η_B, die Leuchtenhersteller für jede Leuchte angeben.

Die Höhe h ist der Abstand zwischen Leuchte und Nutzebene – also Montagehöhe minus Höhe der Nutzebene (bei Arbeitsplätzen 0,75 … 0,85 m, bei Verkehrsflächen der Boden). Die Tabellen sind meist für k = 0,6 bis 5 gestuft; Zwischenwerte werden interpoliert.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
Raumindexdimensionslose Kennzahl der Raumgeometrie–
RaumlängeLänge des Raumsm
RaumbreiteBreite des Raumsm
Höhe Leuchte über NutzebeneMontagehöhe der Leuchte minus Höhe der Nutzebene (Arbeitsplätze 0,75 … 0,85 m über Boden)m

Rechner

typisch: 0,6 … 5
m
m
m
typisch: Büro 2,0 … 2,5 · Halle 4 … 10

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

Grafik

RaumindexQuader mit a = 12 m, b = 10 m, h = 3,15 m, k = 1,732.a = 12 mh = 3,15 mb = 10 mk = 1,732
Beispiel: k ≈ 1,73

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Die Werkstatt aus dem Beispiel zur Leuchtenanzahl ist 12 m × 10 m groß. Die Leuchten hängen 4,0 m über dem Boden, die Nutzebene liegt 0,85 m hoch. Welcher Raumindex ergibt sich?

  1. Höhe Leuchte über Nutzebene: h = 4,0 m − 0,85 m = 3,15 m.
  2. Einsetzen: k = 12 m · 10 m / (3,15 m · (12 m + 10 m)) = 120 m² / (3,15 m · 22 m) = 120 / 69,3 = 1,73.
  3. Mit k ≈ 1,75 und den Reflexionsgraden Decke 0,5 / Wand 0,3 / Boden 0,2 wird in der Herstellertabelle der Beleuchtungswirkungsgrad abgelesen – für eine direktstrahlende Hallenleuchte typisch um 0,6.

Ergebnis: k ≈ 1,73

Gültigkeit & Hinweise

  • Gilt für rechteckige Räume mit gleichmäßig verteilten Leuchten; bei L-förmigen oder sehr langgestreckten Räumen (a : b > 4) wird der Raum in Teilflächen zerlegt.
  • Bei indirekter Beleuchtung wird statt h der Abstand Decke – Nutzebene verwendet (Herstellerangabe beachten).
  • Die Umstellungen nach a und b sind nur für b > k · h bzw. a > k · h definiert.

Typische Fehler

  • Raumhöhe statt Abstand Leuchte – Nutzebene einsetzen; bei abgependelten Leuchten und Arbeitsplätzen ist h deutlich kleiner als die Raumhöhe.
Verwandte Formeln:Quelle: Wirkungsgradverfahren nach LiTG; Grundlagen LichttechnikEigene Seite

Lichtausbeute

Wie viel Lumen liefert eine Lichtquelle je Watt elektrischer Leistung?
Umstellen nach

Die Lichtausbeute ist das Maß für die Energieeffizienz einer Lichtquelle oder Leuchte: Sie setzt den abgegebenen Lichtstrom in Lumen ins Verhältnis zur aufgenommenen elektrischen Leistung in Watt. Je höher der Wert, desto weniger Strom wird für die gleiche Helligkeit benötigt. Glühlampen erreichen rund 12 lm/W, Leuchtstofflampen bis 100 lm/W, moderne LED-Leuchten 100 bis 180 lm/W.

Für die TGA-Planung ist die Lichtausbeute die Verbindung zwischen Lichtplanung und Elektroplanung: Aus dem nötigen Gesamtlichtstrom und der Lichtausbeute folgt die Anschlussleistung der Beleuchtung, die wiederum in Stromkreisauslegung, Energiebedarf (GEG-Nachweis für Nichtwohngebäude) und Kühllast eingeht. Bei Leuchten ist die Systemlichtausbeute einschließlich Treiber bzw. Vorschaltgerät maßgebend.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
Lichtausbeuteabgegebener Lichtstrom je Watt aufgenommener elektrischer Leistunglm/W
Lichtstromvon der Lichtquelle bzw. Leuchte abgegebener Lichtstromlm
elektrische Leistungaufgenommene Wirkleistung einschließlich Treiber/Vorschaltgerät (Systemleistung)W

Rechner

lm/W
typisch: Glühlampe 10 … 15 · Leuchtstofflampe 70 … 100 · LED 100 … 180
lm
W

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Die LED-Hallenleuchte für die Werkstatt liefert laut Datenblatt 10 000 lm bei einer Systemleistung von 70 W. Welche Lichtausbeute hat sie, und welche Anschlussleistung ergibt sich für die 8 Leuchten der Werkstatt?

  1. Gegeben: Φ = 10 000 lm, P = 70 W.
  2. Einsetzen: η = 10 000 lm / 70 W = 142,9 lm/W – ein guter Wert für eine LED-Hallenleuchte.
  3. Anschlussleistung der Beleuchtung: 8 Leuchten · 70 W = 560 W, bezogen auf 120 m² also 4,7 W/m² für 300 lx.
  4. Zum Vergleich: Mit Leuchtstofflampen (≈ 80 lm/W) wären für den gleichen Lichtstrom 8 · 125 W = 1 000 W nötig.

Ergebnis: ≈ 143 lm/W

Gültigkeit & Hinweise

  • Bei Leuchten die Systemlichtausbeute (Leuchtenlichtstrom / Systemleistung) verwenden – der Wert der reinen Lichtquelle ist höher, weil Optik- und Treiberverluste fehlen.
  • Die Lichtausbeute sinkt mit steigender Betriebstemperatur (LED) und über die Lebensdauer; Datenblattwerte gelten für Neuzustand bei 25 °C.
  • Eine hohe Lichtausbeute sagt nichts über Lichtqualität (Farbwiedergabe, Blendung, Flimmern) aus; diese Kriterien sind in DIN EN 12464-1 getrennt geregelt.

Typische Fehler

  • Lichtstrom in Lumen mit Beleuchtungsstärke in Lux verwechseln – die Lichtausbeute bezieht sich auf den Lichtstrom.
  • Nennleistung der LED-Module statt der Systemleistung mit Treiber einsetzen.
Verwandte Formeln:Quelle: Grundlagen LichttechnikEigene Seite

Akustik

4 Formeln

Pegeladdition gleich lauter Schallquellen

Wie laut sind n Schallquellen mit gleichem Pegel zusammen?
Umstellen nach

Schallpegel werden in Dezibel angegeben, einem logarithmischen Maß. Deshalb lassen sich Pegel nicht einfach addieren: Zwei gleich laute Quellen sind zusammen nicht doppelt so laut, sondern 3 dB lauter, zehn gleich laute Quellen 10 dB. Der Zusammenhang gilt für inkohärente Quellen, also Geräusche ohne feste Phasenbeziehung – der Normalfall bei Pumpen, Ventilatoren, Wärmepumpen und Lüftungsauslässen.

In der TGA wird die Formel gebraucht, wenn mehrere gleichartige Geräte im selben Raum stehen (Pumpen im Heizungskeller, Ventilatoren auf dem Dach) oder mehrere Luftdurchlässe gleicher Bauart einen Raum versorgen. Die Formel gilt für Schalldruckpegel am gleichen Ort ebenso wie für Schallleistungspegel.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
GesamtpegelPegel aller n Quellen zusammen (dB bzw. dB(A), wie L)dB
Pegel einer QuelleSchalldruck- oder Schallleistungspegel einer einzelnen QuelledB
Anzahl der QuellenAnzahl gleich lauter, inkohärenter Quellen–

Rechner

dB
dB

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

GrafikGesamtpegel über der Anzahl der Quellen

Gesamtpegel über der Anzahl der QuellenArbeitspunkt bei n = 3 und L_ges = 52,77 dB.485054565860625101520nLges​ in dB52,773
Beispiel: ≈ 52,8 dB(A)

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Im Heizungskeller eines Mehrfamilienhauses laufen drei baugleiche Umwälzpumpen, jede erzeugt am Messort einen Schalldruckpegel von 48 dB(A). Welcher Gesamtpegel entsteht, wenn alle drei gleichzeitig laufen?

  1. Gegeben: L = 48 dB(A), n = 3.
  2. Pegelzuschlag: 10 · lg(3) = 10 · 0,477 = 4,77 dB.
  3. Gesamtpegel: L_ges = 48 dB(A) + 4,77 dB = 52,8 dB(A).
  4. Zum Einordnen: Eine Verdopplung (n = 2) bringt +3,0 dB, eine Verzehnfachung (n = 10) +10 dB.

Ergebnis: ≈ 52,8 dB(A)

Gültigkeit & Hinweise

  • Gilt für inkohärente Quellen (keine feste Phasenbeziehung); bei kohärenten Quellen, z. B. zwei Lautsprechern mit demselben Signal, können bis zu 6 dB Zuschlag entstehen.
  • Alle Pegel müssen auf denselben Ort und dieselbe Bewertung (dB oder dB(A)) bezogen sein.
  • Die Umstellung nach n liefert in der Regel keine ganze Zahl; sie zeigt, wie viele Quellen rechnerisch zu einer Pegelerhöhung passen.

Typische Fehler

  • Pegel arithmetisch addieren (48 + 48 + 48 = 144 dB) – ein Dezibelwert ist logarithmisch.
  • lg (dekadischer Logarithmus) mit ln verwechseln.
Verwandte Formeln:Quelle: Grundlagen Technische Akustik; VDI 2081Eigene Seite

Pegeladdition zweier Schallquellen

Wie laut sind zwei unterschiedlich laute Quellen zusammen?
Umstellen nach

Sind zwei Schallquellen unterschiedlich laut, werden nicht die Pegel addiert, sondern die zugehörigen Schallenergien: Jeder Pegel wird in seine Energiegröße 10^(L/10) zurückgerechnet, die Energien werden addiert und das Ergebnis wieder in einen Pegel umgewandelt. Das Ergebnis liegt immer zwischen dem höheren Einzelpegel und dem höheren Pegel plus 3 dB.

Praktisch wichtig ist die Faustregel, die aus der Formel folgt: Liegt eine Quelle 10 dB oder mehr unter der anderen, erhöht sie den Gesamtpegel um weniger als 0,5 dB – sie ist akustisch bedeutungslos. Deshalb lohnt sich Schallschutz immer zuerst an der lautesten Quelle. Mit der Umstellung nach L_1 oder L_2 lässt sich ein Störpegel „herausrechnen“, z. B. der Fremdgeräuschpegel bei einer Messung.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
GesamtpegelPegel beider Quellen zusammendB
Pegel Quelle 1Schallpegel der ersten Quelle am BezugsortdB
Pegel Quelle 2Schallpegel der zweiten Quelle am BezugsortdB

Rechner

dB
dB
dB

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Im Heizungskeller erzeugt die Umwälzpumpe am Messort 48 dB(A), der Brenner des Kessels 55 dB(A). Welcher Gesamtpegel entsteht bei gleichzeitigem Betrieb?

  1. Gegeben: L_1 = 48 dB(A), L_2 = 55 dB(A).
  2. Energiegrößen: 10^(48/10) = 10^4,8 = 63 096; 10^(55/10) = 10^5,5 = 316 228.
  3. Summe: 63 096 + 316 228 = 379 324.
  4. Gesamtpegel: L = 10 · lg(379 324) = 10 · 5,579 = 55,8 dB(A).
  5. Die 7 dB leisere Pumpe erhöht den Pegel des Brenners also nur um 0,8 dB – Schallschutzmaßnahmen sollten beim Brenner ansetzen.

Ergebnis: ≈ 55,8 dB(A)

Gültigkeit & Hinweise

  • Gilt für inkohärente Quellen am gleichen Bezugsort mit gleicher Frequenzbewertung (dB oder dB(A)).
  • Faustregel für den Zuschlag auf den höheren Pegel: Differenz 0 dB → +3,0 dB; 1 dB → +2,5; 2 dB → +2,1; 3 dB → +1,8; 5 dB → +1,2; 6 dB → +1,0; 10 dB → +0,4; 20 dB → +0,04.
  • Die Umstellung nach L_1 bzw. L_2 (Pegelsubtraktion) ist nur für L > L_2 bzw. L > L_1 definiert; bei weniger als 3 dB Abstand zwischen Gesamt- und Störpegel wird das Ergebnis sehr unsicher (DIN EN ISO 3744 empfiehlt dann keine Korrektur).
  • Für mehr als zwei Quellen wird die Formel schrittweise angewendet oder die Summe über alle 10^(L_i/10) gebildet.

Typische Fehler

  • Pegel direkt addieren oder den Mittelwert bilden.
  • Beim Herausrechnen eines Störpegels Gesamt- und Störpegel vertauschen (negative Energie, Logarithmus nicht definiert).
Verwandte Formeln:Quelle: Grundlagen Technische Akustik; DIN EN ISO 3744Eigene Seite

Pegelabnahme mit der Entfernung (Punktquelle)

Wie viel leiser wird eine Schallquelle, wenn man sich von r₁ auf r₂ entfernt?
Umstellen nach

Breitet sich der Schall einer kleinen Quelle ungehindert kugelförmig aus, verteilt sich die Schallleistung auf eine mit dem Quadrat der Entfernung wachsende Fläche. Der Schalldruckpegel nimmt deshalb mit jeder Verdopplung der Entfernung um 6 dB ab. Die Formel rechnet einen in der Entfernung r_1 bekannten Pegel auf eine andere Entfernung r_2 um.

Typischer Anwendungsfall in der TGA ist das Außengerät einer Wärmepumpe oder ein Dachventilator: Der Hersteller gibt den Schalldruckpegel in einer Bezugsentfernung an, der Nachweis nach TA Lärm muss aber am maßgeblichen Immissionsort beim Nachbarn geführt werden. Die Formel ist eine Näherung für das freie Schallfeld; Reflexionen an Wänden, Richtwirkung und Abschirmung werden darin nicht erfasst.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
Pegel in Entfernung r₂gesuchter Schalldruckpegel am ImmissionsortdB
Pegel in Entfernung r₁bekannter Schalldruckpegel, z. B. Herstellerangabe in BezugsentfernungdB
BezugsentfernungAbstand, für den L_1 gilt (Herstellerangaben meist 1 m, 5 m oder 10 m)m
Entfernung zum ImmissionsortAbstand von der Quelle zum betrachteten Punktm

Rechner

dB
dB
m
m

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

GrafikSchalldruckpegel über der Entfernung

Schalldruckpegel über der EntfernungArbeitspunkt bei r_2 = 8 m und L_2 = 36,94 dB.02060510152025r2​ in mL2​ in dB36,948
Beispiel: ≈ 36,9 dB(A)

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Das Außengerät einer Luft-Wasser-Wärmepumpe hat laut Datenblatt einen Schalldruckpegel von 55 dB(A) in 1 m Abstand. Das Schlafzimmerfenster des Nachbarn liegt 8 m entfernt. Welcher Pegel ist dort bei freier Schallausbreitung zu erwarten?

  1. Gegeben: L_1 = 55 dB(A) in r_1 = 1 m, gesucht L_2 in r_2 = 8 m.
  2. Entfernungsverhältnis: r_2/r_1 = 8; 20 · lg(8) = 20 · 0,903 = 18,1 dB.
  3. Pegel am Fenster: L_2 = 55 dB(A) − 18,1 dB = 36,9 dB(A).
  4. Einordnung: Der Immissionsrichtwert der TA Lärm für allgemeine Wohngebiete beträgt nachts 40 dB(A) – rechnerisch eingehalten, aber ohne Reserve für Reflexionen (Hauswand hinter dem Gerät: bis +3 dB) und Tonhaltigkeitszuschläge.

Ergebnis: ≈ 36,9 dB(A)

Gültigkeit & Hinweise

  • Gilt für Punktquellen im freien Schallfeld (Kugelausbreitung) ab etwa der doppelten größten Quellenabmessung; davor (Nahfeld) und in Räumen (Diffusfeld) gilt die Formel nicht.
  • Reflektierende Flächen erhöhen den Pegel: Aufstellung vor einer Wand +3 dB, in einer Ecke +6 dB (Halbraum/Viertelraum). Linienquellen (z. B. lange Kanäle) nehmen nur mit 3 dB je Entfernungsverdopplung ab.
  • Für den Nachweis nach TA Lärm ist vom Schallleistungspegel L_W auszugehen: L_p(r) = L_W − 20 · lg(r) − 11 dB (+ 3 dB bei Aufstellung auf reflektierendem Boden); Richtwirkung, Luftdämpfung und Abschirmung nach DIN ISO 9613-2.
  • Schalldruckpegel (dB(A) in Entfernung) und Schallleistungspegel (Eigenschaft der Quelle) nicht verwechseln – Herstellerangaben prüfen.

Typische Fehler

  • Schallleistungspegel aus dem Datenblatt als Schalldruckpegel in 1 m verwenden – der Unterschied beträgt rund 8 … 11 dB.
  • Entfernungen in verschiedenen Einheiten eingeben – nur das Verhältnis zählt, beide in m.
Verwandte Formeln:Quelle: Grundlagen Technische Akustik; DIN ISO 9613-2; TA LärmEigene Seite

Nachhallzeit nach Sabine

Wie lange hallt ein Raum nach, und wie viel Absorptionsfläche braucht er für eine gute Akustik?
Umstellen nach

Die Nachhallzeit T ist die Zeit, in der der Schallpegel in einem Raum nach Abschalten der Quelle um 60 dB abfällt. Sie ist die wichtigste Kenngröße der Raumakustik: Zu lange Nachhallzeiten machen Sprache unverständlich und Räume laut, zu kurze wirken dumpf. Nach Sabine ist die Nachhallzeit proportional zum Raumvolumen und umgekehrt proportional zur äquivalenten Absorptionsfläche A_äq – der Summe aller Teilflächen, jeweils multipliziert mit ihrem Schallabsorptionsgrad α (siehe Tabelle), zuzüglich der Absorption von Personen und Einrichtung.

DIN 18041 nennt Soll-Nachhallzeiten je nach Nutzung und Raumvolumen, z. B. etwa 0,5 … 0,6 s für Besprechungs- und Unterrichtsräume mittlerer Größe. Mit der Umstellung nach A_äq ergibt sich direkt, wie viel Absorptionsfläche (z. B. Akustikdecke) für die Soll-Nachhallzeit nachzurüsten ist. Die Formel gilt für Räume mit gleichmäßig verteilter Absorption und mittlerem Absorptionsgrad unter etwa 0,3.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
NachhallzeitZeit für einen Pegelabfall um 60 dBs
RaumvolumenNettovolumen des Raumsm³
äquivalente AbsorptionsflächeSumme aller Flächen mal Absorptionsgrad: A_äq = Σ(α_i · S_i) + Absorption durch Personen und Einrichtungm²

Rechner

s
typisch: Besprechung/Unterricht 0,5 … 0,8 · Büro 0,5 … 0,6 · Sporthalle 1,5 … 2
m³
m²

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Der Besprechungsraum mit 90 m³ (6 m × 5 m × 3 m) hat glatte Wände, Glasfront und Laminatboden; die äquivalente Absorptionsfläche wird mit 18 m² abgeschätzt (einschließlich 6 Personen). Welche Nachhallzeit ergibt sich, und wie viel Absorptionsfläche fehlt für 0,6 s?

  1. Gegeben: V = 90 m³, A_äq = 18 m².
  2. Einsetzen: T = 0,163 s/m · 90 m³ / 18 m² = 0,163 · 5 s = 0,815 s.
  3. Vergleich mit DIN 18041: Für einen Besprechungsraum dieser Größe sind etwa 0,6 s anzustreben – der Raum ist zu hallig.
  4. Nötige Absorptionsfläche für 0,6 s: A_äq = 0,163 · 90 / 0,6 = 24,5 m² → es fehlen rund 6,5 m². Eine Akustikdecke mit α = 0,8 auf 20 m² Deckenfläche bringt 16 m² abzüglich der bisherigen Deckenabsorption (20 m² · 0,03 = 0,6 m²) – deutlich mehr als nötig; etwa 10 m² Deckensegel reichen.

Ergebnis: ≈ 0,82 s (Ziel 0,6 s → 24,5 m² Absorption nötig)

Gültigkeit & Hinweise

  • Näherung nach Sabine für Räume mit gleichmäßig verteilter Absorption und mittlerem Absorptionsgrad ᾱ < 0,3; bei stark absorbierenden Räumen (Tonstudio) liefert die Formel nach Eyring genauere Werte.
  • Die Nachhallzeit ist frequenzabhängig; DIN 18041 bewertet die Oktavbänder 125 Hz bis 4 000 Hz. Die Richtwerte der Absorptionstabelle gelten für den mittleren Bereich um 500 … 1 000 Hz.
  • Die Konstante 0,163 s/m gilt für Luft bei 20 °C (abgeleitet aus 24 · ln 10 / c mit c = 343 m/s).
  • Soll-Nachhallzeiten nach DIN 18041 hängen von Nutzung und Volumen ab; für Unterricht und Kommunikation gilt näherungsweise T_soll ≈ 0,32 · lg(V) − 0,17 (V in m³, Ergebnis in s).

Typische Fehler

  • Absorptionsgrade über 1 oder Flächen ohne Absorptionsgrad addieren – A_äq ist die Summe α · S.
  • Leeren Raum berechnen und die Absorption durch Personen und Möbel vergessen (bei kleinen Räumen bedeutend).
Verwandte Formeln:Quelle: Sabine-Formel; DIN 18041; Grundlagen RaumakustikEigene Seite