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Technische Gebäudeausrüstung (TGA)

Pegeladdition gleich lauter Schallquellen

Wie laut sind n Schallquellen mit gleichem Pegel zusammen?

Umstellen nach

Schallpegel werden in Dezibel angegeben, einem logarithmischen Maß. Deshalb lassen sich Pegel nicht einfach addieren: Zwei gleich laute Quellen sind zusammen nicht doppelt so laut, sondern 3 dB lauter, zehn gleich laute Quellen 10 dB. Der Zusammenhang gilt für inkohärente Quellen, also Geräusche ohne feste Phasenbeziehung – der Normalfall bei Pumpen, Ventilatoren, Wärmepumpen und Lüftungsauslässen.

In der TGA wird die Formel gebraucht, wenn mehrere gleichartige Geräte im selben Raum stehen (Pumpen im Heizungskeller, Ventilatoren auf dem Dach) oder mehrere Luftdurchlässe gleicher Bauart einen Raum versorgen. Die Formel gilt für Schalldruckpegel am gleichen Ort ebenso wie für Schallleistungspegel.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
GesamtpegelPegel aller n Quellen zusammen (dB bzw. dB(A), wie L)dB
Pegel einer QuelleSchalldruck- oder Schallleistungspegel einer einzelnen QuelledB
Anzahl der QuellenAnzahl gleich lauter, inkohärenter Quellen–

Rechner

dB
dB

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

GrafikGesamtpegel über der Anzahl der Quellen

Gesamtpegel über der Anzahl der QuellenArbeitspunkt bei n = 3 und L_ges = 52,77 dB.485054565860625101520nLges​ in dB52,773
Beispiel: ≈ 52,8 dB(A)

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Im Heizungskeller eines Mehrfamilienhauses laufen drei baugleiche Umwälzpumpen, jede erzeugt am Messort einen Schalldruckpegel von 48 dB(A). Welcher Gesamtpegel entsteht, wenn alle drei gleichzeitig laufen?

  1. Gegeben: L = 48 dB(A), n = 3.
  2. Pegelzuschlag: 10 · lg(3) = 10 · 0,477 = 4,77 dB.
  3. Gesamtpegel: L_ges = 48 dB(A) + 4,77 dB = 52,8 dB(A).
  4. Zum Einordnen: Eine Verdopplung (n = 2) bringt +3,0 dB, eine Verzehnfachung (n = 10) +10 dB.

Ergebnis: ≈ 52,8 dB(A)

Gültigkeit & Hinweise

  • Gilt für inkohärente Quellen (keine feste Phasenbeziehung); bei kohärenten Quellen, z. B. zwei Lautsprechern mit demselben Signal, können bis zu 6 dB Zuschlag entstehen.
  • Alle Pegel müssen auf denselben Ort und dieselbe Bewertung (dB oder dB(A)) bezogen sein.
  • Die Umstellung nach n liefert in der Regel keine ganze Zahl; sie zeigt, wie viele Quellen rechnerisch zu einer Pegelerhöhung passen.

Typische Fehler

  • Pegel arithmetisch addieren (48 + 48 + 48 = 144 dB) – ein Dezibelwert ist logarithmisch.
  • lg (dekadischer Logarithmus) mit ln verwechseln.
Verwandte Formeln:Quelle: Grundlagen Technische Akustik; VDI 2081