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Tabellen & Richtwerte

Alle Richtwerttabellen und Konstanten der Seite an einem Ort – nach Fachgebiet geordnet. Die Werte sind gerundete Richtwerte für Überschlagsrechnungen; für Nachweise gelten die genannten Normen und Herstellerangaben.

Konstanten
BedeutungWert
π · Kreiszahl3,14159
1° · ein Grad im Bogenmaß0,0174533 rad
1 rad · ein Radiant in Grad57,2958 °
√2 · Diagonale eines Quadrats je Seitenlänge1,41421
√3 · Höhe eines gleichseitigen Dreiecks je halbe Seite1,73205

Quelle: mathematische Konstante; π/180; 180/π

Steigung: Prozent, Winkel und Verhältnis
Steigung in %Winkel αVerhältnisTypischer Fall
10,57°1 : 100Gefälle von Entwässerungsleitungen (je nach Nennweite 0,5 … 2 %)
21,15°1 : 50Regelgefälle von Flachdächern
63,43°1 : 16,7Höchstneigung barrierefreier Rampen (DIN 18040)
105,71°1 : 10steile Straße, Garagenzufahrt
36,420°1 : 2,75flache Dachneigung
57,730°1 : 1,73übliche Dachneigung; Schüttwinkel von Sand und Kies ≈ 30 … 35°
10045°1 : 145°-Dach, Böschung 1 : 1
17360°1 : 0,58steiles Dach

Quelle: p = tan α · 100 (eigene Berechnung); Anwendungsfälle als Richtwerte

Hinweis: Prozent und Grad sind nicht proportional: 100 % Steigung sind 45°, nicht 90°.

Sinus, Kosinus und Tangens häufiger Winkel
αsin αcos αtan α
0°010
30°0,50,8660,577
45°0,7070,7071
60°0,8660,51,732
90°10nicht definiert

Quelle: Tabellenbuch Metall (gerundet)

Hinweis: sin α = Gegenkathete / Hypotenuse, cos α = Ankathete / Hypotenuse, tan α = Gegenkathete / Ankathete.

Umrechnung von Längen-, Flächen-, Volumen- und Winkeleinheiten
GrößeUmrechnung
Länge1 m = 10 dm = 100 cm = 1 000 mm
Fläche1 m² = 100 dm² = 10 000 cm² = 1 000 000 mm²
Fläche (Grundstück)1 ha = 10 000 m²; 1 a = 100 m²
Volumen1 m³ = 1 000 dm³ = 1 000 000 cm³ = 10⁹ mm³
Volumen (Liter)1 l = 1 dm³ = 1 000 cm³; 1 m³ = 1 000 l
Winkel360° = 2π rad; 1 rad = 57,2958°; 1° = 0,017453 rad

Quelle: SI-Einheitensystem

Hinweis: Beim Quadrieren und Kubieren wird auch die Einheit quadriert bzw. kubiert: (1 000 mm)² = 1 000 000 mm².

Konstanten
BedeutungWert
g · Fallbeschleunigung (Normwert)9,81 m/s²

Quelle: Normfallbeschleunigung g_n = 9,80665 m/s², technisch gerundet 9,81 m/s²

Reibungszahlen typischer Werkstoffpaarungen
WerkstoffpaarungHaftreibungszahl μ₀Gleitreibungszahl μ
Stahl auf Stahl, trocken≈ 0,2≈ 0,15
Stahl auf Stahl, geschmiert≈ 0,1≈ 0,05
Holz auf Holz, trocken≈ 0,5≈ 0,3
Gummi auf Asphalt, trocken≈ 0,9≈ 0,7
Gummi auf Asphalt, nass≈ 0,5≈ 0,4
Stahl auf Eis≈ 0,03≈ 0,02

Quelle: Tabellenbuch Metall / Lehrbücher der Technischen Mechanik (gerundete Richtwerte)

Hinweis: Reibungszahlen streuen stark mit Oberflächenzustand, Schmierung, Feuchte und Temperatur. Für Auslegungen mit Sicherheitsrelevanz (Bremsen, Anschlagmittel) Herstellerwerte oder Versuche verwenden.

Dichte typischer Werkstoffe
Stoffρ in kg/m³
Stahl7 850
Gusseisen7 200
Kupfer8 900
Aluminium2 700
Beton (Normalbeton)2 400
Stahlbeton2 500
Wasser (4 °C)1 000
Fichtenholz (lufttrocken)≈ 450
Luft (20 °C, 1 013 mbar)≈ 1,2

Quelle: Tabellenbuch Metall / DIN EN 1991-1-1 (Wichten) – gerundete Richtwerte

Hinweis: Holz und Beton streuen je nach Feuchte und Zusammensetzung deutlich; Wasser bei 20 °C hat 998 kg/m³.

Konstanten
BedeutungWert
EStahl · Elastizitätsmodul Baustahl (S235, S355)210 000 N/mm²
GStahl · Schubmodul Baustahl81 000 N/mm²
EAlu · Elastizitätsmodul Aluminiumlegierungen70 000 N/mm²
alphaStahl · Längenausdehnungskoeffizient Stahl1,2 · 10⁻⁵ 1/K

Quelle: Tabellenbuch Metall / DIN EN 1993-1-1; Tabellenbuch Metall (Richtwert); Tabellenbuch Metall (Richtwert 0 … 100 °C)

Elastizitätsmodul typischer Werkstoffe
WerkstoffE in N/mm²
Baustahl (S235, S355), Vergütungsstahl210 000
Nichtrostender Stahl, austenitisch (z. B. 1.4301)200 000
Gusseisen mit Lamellengraphit (GJL)100 000 … 130 000
Kupfer120 000
Aluminiumlegierungen70 000
Glas70 000
Beton C20/25 … C50/60 (Mittelwert E_cm)30 000 … 37 000
Nadelholz C24, längs zur Faser (E_0,mean)11 000
PVC hart≈ 3 000

Quelle: Tabellenbuch Metall; DIN EN 1992-1-1; DIN EN 338 (gerundete Richtwerte)

Hinweis: Richtwerte bei Raumtemperatur. Bei Beton, Holz und Kunststoffen hängt E stark von Güte, Feuchte, Temperatur und Belastungsdauer ab.

Längenausdehnungskoeffizient α
Werkstoffα in 10⁻⁶ 1/Kα in 1/K (Eingabewert)
Stahl (unlegiert, niedriglegiert)120,000012
Nichtrostender Stahl, austenitisch160,000016
Beton, Stahlbeton120,000012
Kupfer170,000017
Messing180,000018
Aluminiumlegierungen230,000023
Glas (Kalk-Natron)90,000009
PVC hart800,00008

Quelle: Tabellenbuch Metall; DIN EN 1992-1-1 (gerundete Richtwerte für 0 … 100 °C)

Hinweis: Kunststoffe haben stark temperaturabhängige Werte – Herstellerangaben verwenden.

Streckgrenze und Zugfestigkeit gängiger Werkstoffe (Richtwerte)
WerkstoffR_e bzw. R_p0,2 in N/mm²R_m in N/mm²
S235 (Baustahl)235360 … 510
S275 (Baustahl)275410 … 560
S355 (Baustahl)355470 … 630
E295 (Maschinenbaustahl)295470 … 610
C45 (normalgeglüht)≈ 340 … 370≈ 620
42CrMo4 (vergütet)9001 100 … 1 300
X5CrNi18-10 (1.4301, nichtrostend)≈ 190 … 210500 … 700
EN AW-6060 T6 (Aluminium, Strangpressprofil)≈ 150≈ 190
Schraube 8.8 (Nennwerte)640800
Schraube 10.9 (Nennwerte)9001 000

Quelle: DIN EN 10025-2, DIN EN 10083-2, DIN EN 10088, DIN EN 755-2, DIN EN ISO 898-1 (gerundete Mindestwerte für Dicken bis 16 mm)

Hinweis: Mit zunehmender Bauteildicke sinkt die Streckgrenze. Für die Bemessung die Werte des Werkstoffdatenblatts bzw. der gültigen Norm verwenden.

Konstanten
BedeutungWert
κCu · elektrische Leitfähigkeit Kupfer (20 °C)56 m/(Ω·mm²)
κAl · elektrische Leitfähigkeit Aluminium (20 °C)35 m/(Ω·mm²)
UN · Nennspannung Außenleiter–Neutralleiter (Niederspannungsnetz)230 V
ULL · Nennspannung Außenleiter–Außenleiter (Drehstrom)400 V
fN · Netzfrequenz (Europa)50 Hz
√3 · Verkettungsfaktor Drehstrom1,732

Quelle: Tabellenbuch Elektrotechnik; DIN IEC 60038; Mathematik (√3 = 1,7320…)

Elektrische Leitfähigkeit und spezifischer Widerstand (20 °C)
Werkstoffκ in m/(Ω·mm²)ρ = 1/κ in Ω·mm²/m
Silber620,016
Kupfer (Leiterwerkstoff E-Cu)560,0178
Aluminium350,0286
Messing≈ 14≈ 0,07
Stahl (unlegiert)≈ 7≈ 0,14
Konstantan (Widerstandswerkstoff)≈ 2≈ 0,5

Quelle: Tabellenbuch Elektrotechnik / Lehrbücher Grundlagen der Elektrotechnik (gerundete Richtwerte bei 20 °C)

Hinweis: Der Widerstand metallischer Leiter steigt mit der Temperatur: Kupfer und Aluminium haben einen Temperaturbeiwert von rund 0,004 je K, bei 70 °C Leitertemperatur ist ρ etwa 20 % höher als bei 20 °C.

Normquerschnitte Kupfer: Strombelastbarkeit und übliche Absicherung (grobe Richtwerte)
LeiterquerschnittStrombelastbarkeit (Spanne Verlegeart A2 … C)übliche Absicherung in der Hausinstallation
1,5 mm²≈ 13 … 20 AB16 (bei günstiger Verlegeart; sonst B13)
2,5 mm²≈ 17 … 27 AB16 … B20
4 mm²≈ 23 … 36 AB25
6 mm²≈ 29 … 46 AB32
10 mm²≈ 39 … 63 AB40 … B50
16 mm²≈ 52 … 85 AB63

Quelle: DIN VDE 0298-4 bzw. IEC 60364-5-52 (PVC-isolierte Kupferleiter, 30 °C Umgebungstemperatur; untere Werte: Verlegeart A2 mit 3 belasteten Adern, obere Werte: Verlegeart C mit 2 belasteten Adern) – stark vereinfachte Richtwerte

Hinweis: Die zulässige Belastbarkeit hängt von Verlegeart, Häufung, Umgebungstemperatur und Zahl der belasteten Adern ab und ist für jeden Fall nach DIN VDE 0298-4 zu bestimmen. Der Bemessungsstrom der Sicherung darf die Belastbarkeit der Leitung nicht überschreiten; der Spannungsfall ist zusätzlich zu prüfen.

Typische Leistungsfaktoren cos φ
Verbrauchercos φ (Richtwert)
Heizstab, Durchlauferhitzer, Glühlampe1,0
Wallbox / Ladegerät mit Leistungsfaktorkorrektur0,98 … 1,0
LED-Treiber, Netzteile mit Leistungsfaktorkorrektur (PFC)0,9 … 0,95
Asynchronmotor bei Nennlast0,80 … 0,90
Asynchronmotor bei halber Last0,65 … 0,80
Asynchronmotor im Leerlauf0,1 … 0,3
Leuchtstofflampe mit konventionellem Vorschaltgerät, unkompensiert≈ 0,5
Schweißtransformator0,4 … 0,6

Quelle: Typenschildangaben und Lehrbücher der Elektrotechnik (gerundete Richtwerte)

Hinweis: Für Auslegungen immer die Typenschild- bzw. Herstellerwerte verwenden; der Leistungsfaktor von Motoren sinkt bei Teillast deutlich.

Konstanten
BedeutungWert
cWasser · spezifische Wärmekapazität Wasser (flüssig, 20 °C)4,186 kJ/(kg·K)
cLuft · spezifische Wärmekapazität Luft (trocken, 20 °C, 1 bar)1,005 kJ/(kg·K)
Ls (Wasser) · spezifische Schmelzwärme Wasser/Eis (0 °C)334 kJ/kg
Lv (Wasser) · spezifische Verdampfungswärme Wasser (100 °C, 1,013 bar)2 257 kJ/kg
Rs (Luft) · spezifische Gaskonstante trockene Luft287 J/(kg·K)
κ (Luft) · Isentropenexponent Luft (c_p/c_v)1,4
σ · Stefan-Boltzmann-Konstante5,67 · 10⁻⁸ W/(m²·K⁴)
T0 · Nullpunkt der Celsius-Skala in Kelvin273,15 K
1 kWh · Umrechnung Kilowattstunde → Kilojoule3 600 kJ
1 bar · Umrechnung bar → Pascal100 000 Pa

Quelle: VDI-Wärmeatlas (gerundet); VDI-Wärmeatlas / Wasserdampftafel (gerundet); VDI-Wärmeatlas (287,1 J/(kg·K)); Grundlagenliteratur (zweiatomige Gase); CODATA (5,670374 · 10⁻⁸ W/(m²·K⁴)); SI-Einheitensystem

Spezifische Wärmekapazität c typischer Stoffe (Richtwerte bei ca. 20 °C)
Stoffc in kJ/(kg·K)
Wasser (flüssig)4,186
Eis (0 °C)2,1
Wasserdampf (100 °C, 1 bar)2,1
Luft (trocken)1,005
Wasser-Glykol-Gemisch (30 Vol.-%)ca. 3,7
Heizöl ELca. 2,0
Stahl (unlegiert)0,47
Aluminium0,90
Kupfer0,39
Beton0,88

Quelle: VDI-Wärmeatlas, Tabellenbuch Metall (gerundete Richtwerte)

Hinweis: c ist temperaturabhängig; die Werte gelten näherungsweise für den Bereich 0 … 100 °C. Für Wasser in der Heizungstechnik wird oft mit 4,19 kJ/(kg·K) gerechnet.

Spezifische Schmelz- und Verdampfungswärme L (Richtwerte)
Stoff / VorgangBedingungL in kJ/kg
Wasser – Schmelzen (Eis → Wasser)0 °C334
Wasser – Verdampfen100 °C, 1,013 bar2 257
Wasser – Verdampfen20 °C (Verdunstung)2 454
Wasser – Verdampfen180 °C, 10 bar2 015
Ammoniak (R717) – Verdampfen0 °Cca. 1 260
Propan (R290) – Verdampfen0 °Cca. 375
Paraffin (Latentwärmespeicher, PCM) – Schmelzenje nach Produkt150 … 250

Quelle: VDI-Wärmeatlas, Wasserdampftafeln (gerundet)

Hinweis: Die Verdampfungswärme sinkt mit steigendem Druck bzw. steigender Siedetemperatur und wird am kritischen Punkt null.

Spezifische Gaskonstante R_s wichtiger Gase
GasR_s in J/(kg·K)κ (ca.)
Luft (trocken)2871,40
Stickstoff N₂2971,40
Sauerstoff O₂2601,40
Kohlendioxid CO₂1891,30
Wasserdampf H₂O4621,33
Methan CH₄ (Erdgas, Hauptbestandteil)5181,32
Helium He2 0771,66
Wasserstoff H₂4 1241,41

Quelle: VDI-Wärmeatlas (R_s = R/M mit R = 8,314 J/(mol·K); gerundet)

Hinweis: κ ist der Isentropenexponent c_p/c_v bei Raumtemperatur; er sinkt mit steigender Temperatur leicht.

Wärmeübergangskoeffizient α (grobe Richtwerte)
Situationα in W/(m²·K)
Luft, freie Konvektion (ruhende Raumluft an Wand oder Behälter)5 … 10
Luft, erzwungene Konvektion (Ventilator, Wind, Kanalströmung)20 … 100
Wasser, freie Konvektion100 … 600
Wasser, erzwungene Konvektion (Rohrströmung)500 … 5 000
Siedendes Wasser2 000 … 25 000
Kondensierender Wasserdampf5 000 … 15 000
Innenoberfläche im Gebäude, Konvektion + Strahlung zusammenca. 8 (R_si = 0,13 m²·K/W)

Quelle: VDI-Wärmeatlas, Baehr/Stephan: Wärme- und Stoffübertragung, DIN EN ISO 6946 (gerundete Richtwerte)

Hinweis: Ausdrücklich grobe Spannen: α hängt von Geometrie, Strömungsgeschwindigkeit, Temperaturdifferenz und Stoffwerten ab. Für Auslegungen die Nusselt-Korrelationen des VDI-Wärmeatlas verwenden.

Emissionsgrad ε typischer Oberflächen (Raumtemperatur bis ca. 100 °C)
Oberflächeε
Aluminium, poliert / Alufolie blank0,04 … 0,06
Aluminium, oxidiert0,2 … 0,3
Stahl, walzblank0,2 … 0,3
Stahl, oxidiert / verrostetca. 0,8
Anstrich, Lack (beliebige Farbe, nicht metallisch)0,9 … 0,95
Beton, Putz, Mauerwerk0,9 … 0,95
Glasca. 0,9
Wasserca. 0,95

Quelle: VDI-Wärmeatlas (gerundete Richtwerte)

Hinweis: Blanke Metalle strahlen sehr wenig ab – deshalb sind Dämmungen oft mit Aluminium kaschiert. Die Farbe spielt im Infrarotbereich kaum eine Rolle; entscheidend ist, ob die Oberfläche metallisch blank ist.

Wärmeleitfähigkeit λ typischer Werkstoffe (Richtwerte)
Werkstoffλ in W/(m·K)
Mineralwolle (WLG 035)0,035
Polystyrol EPS (WLG 035 … 040)0,035 … 0,040
Polyurethan PUR/PIR0,024 … 0,030
Kautschuk-Rohrdämmung (FEF)0,035 … 0,040
Glasca. 0,8
Beton2,1
Stahl (unlegiert)ca. 50
Edelstahl (austenitisch)ca. 15
Aluminiumca. 200
Kupferca. 380

Quelle: DIN 4108-4, VDI-Wärmeatlas, Herstellerangaben (Bemessungswerte, gerundet)

Hinweis: Dämmstoffe nach Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) bzw. Bemessungswert λ_B des Herstellers; λ steigt bei Dämmstoffen mit Feuchte und Temperatur.

Heizwert H_i gängiger Brennstoffe (Richtwerte)
BrennstoffH_iHinweis
Heizöl EL11,9 kWh/kg≈ 10,0 kWh/l (ρ ≈ 0,84 kg/l)
Erdgas H≈ 10,0 kWh/m³Brennwert H_s ≈ 11,1 kWh/m³ (Normkubikmeter)
Erdgas L≈ 8,8 kWh/m³Brennwert H_s ≈ 9,8 kWh/m³
Flüssiggas (Propan/Butan)12,9 kWh/kg≈ 6,6 kWh/l (flüssig, Propan)
Holzpellets (Wassergehalt ≤ 10 %)≈ 4,9 kWh/kgSchüttdichte ≈ 650 kg/m³
Scheitholz Buche, lufttrocken (15 … 20 % Feuchte)≈ 4,0 kWh/kg≈ 2 100 kWh je Raummeter
Hackschnitzel (30 % Wassergehalt)≈ 3,4 kWh/kgstark feuchteabhängig
Steinkohle≈ 8,1 kWh/kgje nach Sorte 7,5 … 8,5
Wasserstoff33,3 kWh/kg≈ 3,0 kWh/Normkubikmeter

Quelle: DIN 51603-1, DVGW-Arbeitsblatt G 260, Energieholz-Richtwerte (gerundet)

Hinweis: Heizwert H_i (früher H_u): ohne Kondensationswärme des Wasserdampfs im Abgas. Brennwert H_s (früher H_o): mit Kondensationswärme – Brennwertkessel können ihn teilweise nutzen. Erdgas wird je Normkubikmeter (0 °C, 1,013 bar) abgerechnet; die Gasabrechnung nutzt den Brennwert.

Volumenausdehnungskoeffizient γ von Flüssigkeiten
FlüssigkeitTemperaturγ in 1/K
Wasser10 °C0,088 · 10⁻³
Wasser20 °C0,207 · 10⁻³
Wasser30 °C0,303 · 10⁻³
Wasser40 °C0,385 · 10⁻³
Wasser50 °C0,457 · 10⁻³
Wasser60 °C0,522 · 10⁻³
Wasser80 °C0,640 · 10⁻³
Wasser100 °C0,752 · 10⁻³
Mineralöl / Heizöl EL20 °C0,7 … 0,9 · 10⁻³
Ethanol20 °C1,1 · 10⁻³

Quelle: aus Dichtewerten des VDI-Wärmeatlas abgeleitet (gerundet)

Hinweis: Wasser dehnt sich bei höherer Temperatur deutlich stärker aus; bei 4 °C ist γ null (Dichteanomalie). Für einen Temperaturbereich den Mittelwert von γ oder direkt die Dichtedifferenz verwenden.

Konstanten
BedeutungWert
g · Fallbeschleunigung (Normwert gerundet)9,81 m/s²
ρWasser · Dichte Wasser (20 °C)998 kg/m³
ρLuft · Dichte Luft (20 °C, 1013 mbar)1,2 kg/m³
νWasser · kinematische Viskosität Wasser (20 °C)1 · 10⁻⁶ m²/s
pamb · Normal-Luftdruck101 325 Pa
1 bar · Umrechnung bar → Pascal100 000 Pa
1 mWS · Umrechnung Meter Wassersäule → Pascal9 806,65 Pa

Quelle: DIN 1305 (g_n = 9,80665 m/s²); VDI-Wärmeatlas (gerundet); DIN ISO 2533 (1,01325 bar); SI-Einheitensystem; SI-Einheitensystem (ρ = 1000 kg/m³, g_n)

Kinematische Viskosität ν typischer Fluide
FluidTemperaturν in m²/s
Wasser10 °C1,31 · 10⁻⁶
Wasser20 °C1,00 · 10⁻⁶
Wasser40 °C0,66 · 10⁻⁶
Wasser60 °C0,47 · 10⁻⁶
Wasser80 °C0,37 · 10⁻⁶
Luft (1 bar)0 °C1,35 · 10⁻⁵
Luft (1 bar)20 °C1,5 · 10⁻⁵
Luft (1 bar)50 °C1,8 · 10⁻⁵
Heizöl EL20 °Cca. 6 · 10⁻⁶
Wasser-Glykol-Gemisch 30 %20 °Cca. 2 … 4 · 10⁻⁶ (je nach Glykolart)

Quelle: VDI-Wärmeatlas, Tabellenbuch Metall, DIN 51603-1 (gerundete Richtwerte)

Hinweis: Die Viskosität von Flüssigkeiten sinkt mit steigender Temperatur stark; für Auslegungen die Stoffdaten bei Betriebstemperatur verwenden. In der Eingabe als Dezimalzahl schreiben, z. B. 0,000001 für 1,0 · 10⁻⁶.

Widerstandszahlen ζ von Einzelwiderständen (grobe Richtwerte)
Einbauteilζ (ca.)
Bogen 90° (Krümmungsradius ≥ 2 · d)0,2 … 0,5
Knie 90° (scharfkantig)ca. 1,3
T-Stück, Abzweigca. 1,3
T-Stück, Durchgangca. 0,3
Durchgangsventil (Sitzventil), offen2 … 5
Schieber / Kugelhahn, voll offen0,1 … 0,3
Rückschlagklappe1,5 … 3
Einlauf Behälter → Rohr, scharfkantig0,5
Auslauf Rohr → Behälter1,0

Quelle: Recknagel/Sprenger, Bohl/Elmendorf: Technische Strömungslehre (gerundete Richtwerte)

Hinweis: Ausdrücklich grobe Richtwerte: ζ hängt von Bauform, Durchmesser und Reynolds-Zahl ab. Für Armaturen die Herstellerangabe (ζ oder Kv-Wert) verwenden.

Empfohlene Strömungsgeschwindigkeiten (Richtwerte)
Anwendungv in m/s
Heizungsrohre (Anbindeleitungen, Verteilung)0,3 … 1,0
Kühl- und Kaltwasserleitungen1,0 … 2,0
Trinkwasser-Verbrauchsleitungen≤ 2,0
Pumpen-Saugleitung0,5 … 1,5
Pumpen-Druckleitung1,5 … 3,0
Lüftungskanal Wohnungslüftung2 … 4
Lüftungskanal Hauptkanal (Gewerbe)3 … 6
Druckluft-Hauptleitung6 … 10
Heizöl-Saugleitung≤ 0,5

Quelle: Recknagel/Sprenger, DIN 1988-300, VDI 2087 (gerundete Richtwerte)

Hinweis: Niedrige Geschwindigkeiten bedeuten geringen Druckverlust und wenig Geräusch, aber größere Rohre. Die Werte sind Erfahrungswerte, keine Grenzwerte einer Norm.

Dichte von Wasser in Abhängigkeit von der Temperatur
Temperaturρ in kg/m³
4 °C1000,0
20 °C998,2
40 °C992,2
60 °C983,2
80 °C971,8
100 °C958,4

Quelle: VDI-Wärmeatlas (bei 1 bar bzw. Sättigungsdruck, gerundet)

Hinweis: Für überschlägige Rechnungen genügt 1000 kg/m³; bei Heizwasser über 60 °C macht die Abweichung rund 2 % aus.

Konstanten
BedeutungWert
cWasser · spezifische Wärmekapazität Wasser (Heizungs- und Sanitärtechnik)4,19 kJ/(kg·K)
ρ·cp (Luft) · volumenbezogene Wärmekapazität Luft (20 °C, Normaldruck)0,34 Wh/(m³·K)
ΔTN · Norm-Übertemperatur Heizkörper (75/65/20 °C)50 K
n · Heizkörperexponent (Plattenheizkörper, Radiatoren)1,3
qP · Außenluftvolumenstrom je Person (Büro, Praxiswert)30 m³/h
0,163 · Sabine-Konstante (Luft, 20 °C)0,163 s/m

Quelle: Recknagel/Sprenger, gerundet; Recknagel/Sprenger (ρ ≈ 1,2 kg/m³, c_p ≈ 1,005 kJ/(kg·K)); DIN EN 442-2; Herstellerangaben nach DIN EN 442, typischer Wert; Praxiswert; DIN EN 16798-1 Kategorie II: 7 l/s ≈ 25 m³/h je Person zuzüglich Gebäudeanteil; DIN 18041 / Sabine-Formel

Richtwerte für Luftwechselzahlen
Raum / Nutzungn in 1/h
Wohnraum (Wohnungslüftung, Nennlüftung)0,5
Schlafraum0,5 … 1
Büro2 … 4
Besprechungsraum4 … 8
Klassenraum3 … 6
Bad / WC (innenliegend)5 … 8
Werkstatt3 … 6
Gewerbliche Küche15 … 30
Tiefgarage4 … 6
Lagerraum1 … 2

Quelle: Praxisrichtwerte, z. B. Recknagel/Sprenger; Wohnungslüftung nach DIN 1946-6, Küchen nach VDI 2052

Hinweis: Überschlagswerte für die Vorauslegung. Für Nichtwohngebäude ist die personen- und flächenbezogene Berechnung nach DIN EN 16798-1 maßgebend.

Richtwerte für Luftgeschwindigkeiten in Kanälen
Kanalabschnittv in m/s
Hauptkanal (Nichtwohngebäude)5 … 8
Zweigkanal3 … 5
Anschlusskanal zum Luftdurchlass2 … 4
Wohnungslüftung (alle Kanäle)≤ 3
Außen- und Fortluftgitter (freier Querschnitt)2 … 3

Quelle: Praxisrichtwerte, z. B. Recknagel/Sprenger, VDI 2081 (Geräuscherzeugung)

Hinweis: Höhere Geschwindigkeiten sparen Querschnitt, erhöhen aber Druckverlust und Strömungsgeräusche. In schutzbedürftigen Räumen (Schlafräume, Büros) eher den unteren Wert wählen.

Wartungswerte der Beleuchtungsstärke (Auswahl)
Tätigkeit / RaumĒ_m in lx
Flure, Verkehrsflächen100
Lagerräume100
Kantinen, Pausenräume200
Grobe Montagearbeiten300
Büro: Schreiben, Lesen, Bildschirmarbeit500
Besprechungsräume500
Mittelfeine Montagearbeiten500
Technisches Zeichnen750
Feinmontage, Präzisionsarbeiten1 000

Quelle: Richtwerte nach DIN EN 12464-1 (gerundet, Auswahl)

Hinweis: Der Wartungswert ist die Beleuchtungsstärke, die im Mittel auf der Bewertungsfläche nicht unterschritten werden darf. Die Norm enthält weitere Anforderungen (Gleichmäßigkeit, Blendung, Farbwiedergabe).

Typische Lichtausbeuten
Lichtquelleη in lm/W
Glühlampe10 … 15
Halogenglühlampe15 … 25
Kompaktleuchtstofflampe50 … 70
Leuchtstofflampe (T5/T8 mit EVG)70 … 100
Natriumdampf-Hochdrucklampe100 … 150
LED-Leuchte (Innenraum, Stand 2020er Jahre)100 … 180

Quelle: Grundlagenliteratur Lichttechnik, gerundete Richtwerte

Hinweis: Bei Leuchten zählt die Systemlichtausbeute inkl. Vorschaltgerät/Treiber und Leuchtenoptik, nicht der Wert der nackten Lichtquelle.

Ausdehnung von Wasser bei Erwärmung von 10 °C auf die maximale Vorlauftemperatur
max. Vorlauftemperaturn in %
40 °C0,75
50 °C1,18
60 °C1,71
70 °C2,28
80 °C2,89
90 °C3,58
100 °C4,34

Quelle: Dichtetabellen Wasser (VDI-Wärmeatlas), Bezugstemperatur 10 °C; gerundet wie in MAG-Auslegungsunterlagen üblich

Hinweis: Bei Frostschutzzusatz (Glykol) ist die Ausdehnung größer – Herstellerangaben beachten.

Heizkörperexponent n nach Bauart
Bauartn
Plattenheizkörper1,25 … 1,33
Gliederradiatoren (Guss, Stahl)1,3
Konvektoren1,3 … 1,45
Handtuchheizkörper1,2 … 1,3
Fußbodenheizung1,0 … 1,1

Quelle: Herstellerangaben nach DIN EN 442; Richtwerte

Hinweis: Maßgebend ist der vom Hersteller für das konkrete Modell angegebene Exponent.

Schallabsorptionsgrade α typischer Oberflächen (500 … 1 000 Hz)
Oberflächeα
Beton, glatter Putz0,02 … 0,05
Fensterglas0,03 … 0,10
Parkett, Laminat0,05 … 0,10
Teppichboden0,20 … 0,40
Vorhang, gefaltet0,40 … 0,60
Akustikdecke (Mineralfaser, abgehängt)0,70 … 0,90
Person sitzend (je Person, in m²)0,40 … 0,50

Quelle: Grundlagenliteratur Raumakustik, gerundete Richtwerte

Hinweis: Absorptionsgrade sind frequenzabhängig; für die Auslegung nach DIN 18041 sind die Oktavbänder 125 Hz bis 4 000 Hz einzeln zu betrachten.

Konstanten
BedeutungWert
Rsi · innerer Wärmeübergangswiderstand (Wärmestrom horizontal)0,13 m²·K/W
Rse · äußerer Wärmeübergangswiderstand (gegen Außenluft)0,04 m²·K/W
Rsi (Schimmel) · innerer Wärmeübergangswiderstand für den Schimmelnachweis0,25 m²·K/W
ρ·cp (Luft) · volumenbezogene Wärmekapazität Luft (20 °C)0,34 Wh/(m³·K)
V/Ve · Verhältnis Luftvolumen zu beheiztem Gebäudevolumen (Wohngebäude bis 3 Vollgeschosse)0,76
AN/V_e · Verhältnis Gebäudenutzfläche zu beheiztem Gebäudevolumen (Wohngebäude, Geschosshöhe 2,5 … 3,0 m)0,32 1/m
ΔUWB (pauschal) · Wärmebrückenzuschlag ohne Nachweis0,1 W/(m²·K)
fRsi,min · Mindestwert des Temperaturfaktors (Schimmelschutz)0,7

Quelle: DIN EN ISO 6946; DIN 4108-2; DIN V 4108-6 / Recknagel; DIN V 4108-6; GEG (Gebäudenutzfläche); GEG § 24

Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit typischer Baustoffe
Baustoffλ in W/(m·K)
Mineralwolle (WLS 035)0,035
EPS – expandiertes Polystyrol (WLS 032)0,032
Holzfaserdämmplatte0,045
Porenbeton (Rohdichte 350 … 650 kg/m³)0,09 … 0,16
Hochlochziegel (je nach Rohdichte und Lochung)0,12 … 0,45
Kalksandstein (Rohdichteklasse 1,8)0,99
Stahlbeton2,3
Gipsputz (ohne Zuschlag)0,51
Kalkgipsputz0,70
Kalkzementputz0,87 … 1,0
Vollholz (Nadelholz)0,13

Quelle: DIN 4108-4 (Bemessungswerte) / Herstellerangaben (Richtwerte, gerundet)

Hinweis: Für Dämmstoffe und Mauerwerk gelten die Bemessungswerte der jeweiligen Zulassung bzw. Herstellerangabe (WLS = Wärmeleitfähigkeitsstufe). Bereichsangaben decken die üblichen Rohdichten ab.

Wärmeübergangswiderstände nach DIN EN ISO 6946
FallR_si in m²·K/WR_se in m²·K/W
Wärmestrom horizontal (Außenwand, Fenster)0,130,04
Wärmestrom aufwärts (Dach, oberste Geschossdecke)0,100,04
Wärmestrom abwärts (Kellerdecke, Bodenplatte, Decke gegen Außenluft)0,170,04
Bauteil gegen unbeheizten Raum oder Erdreichwie obenR_se = R_si
Schimmelnachweis an der Innenoberfläche (DIN 4108-2)0,250,04

Quelle: DIN EN ISO 6946; DIN 4108-2

Hinweis: R_se = 0,04 gilt für Außenluft unabhängig von der Richtung. Für Bauteile gegen unbeheizte Räume wird außen derselbe Wert wie innen angesetzt.

Temperatur-Korrekturfaktoren F_x (Richtwerte)
Bauteil grenzt anF_x
Außenluft (Wände, Fenster, Dach, Decke nach unten gegen Außenluft)1,0
unbeheizten Dachraum (oberste Geschossdecke, Abseitenwand)0,8
unbeheizten Keller (Kellerdecke, Wände zum Keller)0,6
unbeheizte Nebenräume (Garage, Treppenhaus, Pufferraum)0,5
Erdreich (Bodenplatte, erdberührte Wände)0,5 … 0,6

Quelle: DIN V 4108-6 Tabelle 3 / DIN V 18599-2 (vereinfachte Richtwerte)

Hinweis: Für den GEG-Nachweis die Tabellenwerte der verwendeten Norm ansetzen; bei erdberührten Bauteilen hängt F_x von Dämmung und Bodenplattengeometrie ab.

Wärmebrückenzuschlag ΔU_WB nach GEG § 24
NachweisΔU_WB in W/(m²·K)
ohne Nachweis (pauschal)0,10
Gleichwertigkeitsnachweis nach DIN 4108 Beiblatt 2, Kategorie A0,05
Gleichwertigkeitsnachweis nach DIN 4108 Beiblatt 2, Kategorie B0,03
detaillierte Berechnung (DIN EN ISO 10211)Σ(Ψ · l) / A

Quelle: GEG § 24 in Verbindung mit DIN 4108 Beiblatt 2:2019-06 und DIN V 18599-2 (ab 2027: DIN/TS 18599-2:2025-10)

Hinweis: Der Zuschlag wird auf die gesamte wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogen. Das Referenzgebäude des GEG rechnet mit 0,05 W/(m²·K).

Primärenergiefaktoren f_p (nicht erneuerbarer Anteil)
EnergieträgerGEG Anlage 4 (bis 31.12.2026)GModG Anlage 4 (ab 1.1.2027)
Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Steinkohle1,11,1
Braunkohle1,21,2
Biogas, Biomethan, Bioöl1,10,7
Holz, feste Biomasse0,20,7
Wasserstoff, synthetische Brennstoffe–0,7
Strom, netzbezogen1,81,5
Strom, gebäudenah erzeugt (Photovoltaik, Wind)0,00,0
Verdrängungsstrommix (KWK-Bewertung)2,8entfällt (KWK nach DIN EN 15316-4-5)
Erdwärme, Umgebungswärme, Solarthermie, Abwärme0,00,0
Nah-/Fernwärme aus KWK (fossil / erneuerbar)0,7 / 0,0 (Pauschalwerte)0,7 oder veröffentlichter Netzwert
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken (fossil / erneuerbar)1,3 / 0,1 (Pauschalwerte)0,7 oder veröffentlichter Netzwert

Quelle: GEG Anlage 4 (Fernwärme: § 22 GEG, Pauschalwerte nach DIN V 18599-1 / DIN V 4701-10); GModG Anlage 4 (Gesetz vom 23.07.2026, BGBl. I Nr. 226)

Hinweis: Für Fernwärme ist der vom Versorger zertifizierte bzw. veröffentlichte Netzfaktor maßgebend. Bis 31.12.2026 nach GEG erstellte Nachweise und Energieausweise bleiben gültig.

Emissionsfaktoren f_CO2 nach GEG Anlage 9
Energieträgerf_CO2 in g CO₂-Äq./kWh
Heizöl310
Erdgas240
Flüssiggas270
Steinkohle / Braunkohle400 / 430
Biogas (gebäudenah erzeugt: 75)140
Bioöl210
Holz20
Strom, netzbezogen560 (ab 1.1.2027: 100)
Strom, gebäudenah erzeugt (Photovoltaik, Wind)0
Verdrängungsstrommix860
Nah-/Fernwärme aus KWK (Kohle / Gas, Öl / erneuerbar)300 / 180 / 40
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken (Kohle / Gas, Öl / erneuerbar)400 / 300 / 60
Umweltwärme, Geothermie, Solarthermie0

Quelle: GEG Anlage 9 (zu § 85); Netzstrom ab 1.1.2027 nach GModG Anlage 9

Hinweis: CO₂-Äquivalente einschließlich Vorkette. Ab 1.1.2027 ändert das GModG weitere Faktoren (u. a. biogene Brennstoffe); für Fernwärme gilt vorrangig der vom Versorger veröffentlichte Wert.

Energieeffizienzklassen für Wohngebäude (GEG Anlage 10)
KlasseEndenergie in kWh/(m²·a)
A+< 30
A< 50
B< 75
C< 100
D< 130
E< 160
F< 200
G< 250
H> 250

Quelle: GEG Anlage 10 (zu § 86); im GModG für Wohngebäude unverändert

Hinweis: Bezug: Endenergiebedarf bzw. witterungsbereinigter Endenergieverbrauch je m² Gebäudenutzfläche A_N. Nichtwohngebäude erhalten ab 2027 eine eigene Skala (Anlage 10a GModG).

GEG Anlage 7 – Höchstwerte der U-Werte bei Änderung von Außenbauteilen (Wohngebäude)
Bauteil / MaßnahmeU_max in W/(m²·K)
Außenwände (Ersatz, Neueinbau, Außendämmung, neuer Außenputz)0,24
Fenster, Fenstertüren (Komplettersatz)1,3 (U_w)
Dachflächenfenster1,4 (U_w)
Verglasung (nur Glasersatz)1,1 (U_g)
Vorhangfassaden1,5 (U_c)
Fenstertüren mit Klapp-, Falt-, Schiebe- oder Hebemechanismus1,6 (U_w)
Außentüren (neu)1,8
Dachflächen, oberste Geschossdecken, Wände zu unbeheiztem Dachraum0,24
Flachdächer (Dachflächen mit Abdichtung)0,20
Wände und Decken gegen Erdreich oder unbeheizte Räume0,30
Fußbodenaufbauten auf der beheizten Seite0,50
Decken nach unten gegen Außenluft0,24

Quelle: GEG Anlage 7 (zu § 48), Spalte Wohngebäude und Zonen ≥ 19 °C; im GModG unverändert übernommen

Hinweis: Für Zonen von Nichtwohngebäuden mit 12 bis < 19 °C gelten höhere Werte (z. B. Außenwand 0,35). Ist die Dämmdicke technisch begrenzt, gilt die Anforderung mit der höchstmöglichen Dicke bei λ ≤ 0,035 W/(m·K) als erfüllt.

Gebäudehülle des GEG-Referenzgebäudes (Wohngebäude, Anlage 1)
BauteilU in W/(m²·K)
Außenwand, Geschossdecke gegen Außenluft0,28
Außenwand gegen Erdreich, Bodenplatte, Wände und Decken zu unbeheizten Räumen0,35
Dach, oberste Geschossdecke, Wände zu Abseiten0,20
Fenster, Fenstertüren1,3
Dachflächenfenster1,4
Lichtkuppeln2,7
Außentüren1,8
Wärmebrückenzuschlag ΔU_WB0,05

Quelle: GEG Anlage 1 Nr. 1 (Referenzgebäude Wohngebäude)

Hinweis: Das Referenzgebäude hat Geometrie, Ausrichtung und Nutzung des geplanten Gebäudes; H'_T des Neubaus darf den Referenzwert nicht überschreiten (§ 16). Ab 1.1.2027 ersetzt das GModG den Referenzkessel durch einen technologieneutralen Referenzwärmeerzeuger; die Hüllwerte bleiben im Kern gleich.

Effizienzhaus-Stufen der Bundesförderung (BEG Wohngebäude)
StufeQ_P in % des ReferenzgebäudesH'_T in % des Referenzgebäudes
Effizienzhaus 4040 %55 %
Effizienzhaus 5555 %70 %
Effizienzhaus 7070 %85 %
Effizienzhaus 8585 %100 %
Effizienzhaus Denkmal160 %vereinfachte Anforderungen

Quelle: BEG Wohngebäude – Technische Mindestanforderungen (KfW); Bezug: Referenzgebäude nach GEG

Hinweis: Die EE- und NH-Klassen ändern die Prozentwerte nicht, sondern die Förderkonditionen. Aktuelle Fördersätze und Fristen den gültigen Förderrichtlinien entnehmen.

Jahresnutzungsgrade und Jahresarbeitszahlen von Wärmeerzeugern (Richtwerte)
Wärmeerzeugerη_a bzw. JAZ
Standardkessel (vor 1990), Öl/Gas0,70 … 0,80
Niedertemperaturkessel0,85 … 0,90
Brennwertkessel Gas (heizwertbezogen)0,95 … 1,05
Brennwertkessel Öl (heizwertbezogen)0,93 … 1,00
Pelletkessel0,80 … 0,90
Fernwärme-Übergabestation0,97 … 0,99
Luft-Wasser-Wärmepumpe (JAZ)2,5 … 3,5
Sole-Wasser-Wärmepumpe (JAZ)3,5 … 4,5

Quelle: Richtwerte, z. B. Recknagel/Sprenger, DIN V 4701-10 (Erzeugeraufwandszahlen), Feldmessungen von Wärmepumpen

Hinweis: Werte einschließlich Bereitschaftsverlusten; Verteil- und Speicherverluste kommen hinzu. Wärmepumpen-JAZ hängt stark von der Vorlauftemperatur ab (Flächenheizung oben, Heizkörper unten im Bereich).