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Technische Gebäudeausrüstung (TGA)

Beleuchtungsstärke

Wie hell ist eine Fläche, auf die ein Lichtstrom Φ fällt?

Umstellen nach

Die Beleuchtungsstärke E gibt an, wie viel Lichtstrom auf eine Fläche trifft. Ihre Einheit Lux ist als Lumen je Quadratmeter definiert: 1 lx = 1 lm/m². Der Lichtstrom Φ in Lumen ist die von einer Lichtquelle abgegebene, mit der Augenempfindlichkeit bewertete Lichtleistung. Die Formel gilt für gleichmäßige Ausleuchtung und beschreibt den Mittelwert über die Fläche.

In der Beleuchtungsplanung sind die Beleuchtungsstärken für Arbeitsplätze in DIN EN 12464-1 als Wartungswerte festgelegt (siehe Tabelle). Wichtig: Φ ist hier der tatsächlich auf der Nutzfläche ankommende Lichtstrom – nicht der Lampenlichtstrom. Der Zusammenhang zwischen beiden wird im Wirkungsgradverfahren über Beleuchtungswirkungsgrad und Wartungsfaktor hergestellt.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
Beleuchtungsstärkemittlere Beleuchtungsstärke auf der Fläche (1 lx = 1 lm/m²)lx
Lichtstrom auf der Flächeauf die Fläche auftreffender Nutzlichtstromlm
beleuchtete FlächeBewertungsfläche, meist die Nutzebene 0,75 … 0,85 m über dem Bodenm²

Rechner

lx
typisch: Flur 100 · Werkstatt 300 · Büro 500
lm
m²

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

Grafik

BeleuchtungsstärkeRaum mit Leuchte und Lichtkegel mit A = 48 m², E = 300 lx, Φ = 14 400 lm.A = 48 m²E = 300 lxΦ = 14 400 lm
Beispiel: 300 lx

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

In einer Werkstatt von 8,0 m × 6,0 m kommen nach Abzug aller Verluste 14 400 lm auf der Arbeitsebene an. Welche mittlere Beleuchtungsstärke ergibt sich, und reicht sie für grobe Montagearbeiten?

  1. Fläche: A = 8,0 m · 6,0 m = 48 m².
  2. Einsetzen: E = 14 400 lm / 48 m² = 300 lm/m² = 300 lx.
  3. Vergleich mit DIN EN 12464-1: Für grobe Montagearbeiten sind 300 lx gefordert – die Anforderung ist gerade erfüllt.

Ergebnis: 300 lx

Gültigkeit & Hinweise

  • Die Formel liefert den Mittelwert; DIN EN 12464-1 fordert zusätzlich eine Gleichmäßigkeit (E_min/Ē) von meist 0,6 im Bereich der Sehaufgabe.
  • Φ ist der auf der Fläche ankommende Lichtstrom. Vom Lampenlichtstrom gehen Leuchtenwirkungsgrad, Raumreflexion und Alterung ab – siehe Formel „Leuchtenanzahl (Wirkungsgradverfahren)“.
  • Tageslicht ist in der Formel nicht enthalten; die Normwerte gelten für die künstliche Beleuchtung allein.

Typische Fehler

  • Lampenlichtstrom aus dem Datenblatt direkt einsetzen – das überschätzt die Beleuchtungsstärke etwa um den Faktor 2.
  • Bodenfläche und Nutzebene verwechseln (bei kleinen Räumen mit Einbauten relevant).
Verwandte Formeln:Quelle: Grundlagen Lichttechnik; DIN EN 12464-1