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Technische Gebäudeausrüstung (TGA)

Luftvolumenstrom nach Personenzahl

Außenluftvolumenstrom für einen Raum aus der Anzahl der Personen und der Luftrate je Person.

Umstellen nach

In Aufenthaltsräumen wird der nötige Außenluftvolumenstrom meist über die Personenzahl bestimmt, weil die Menschen selbst die wichtigste Quelle für Kohlendioxid, Feuchte und Gerüche sind. Jede Person erhält eine Außenluftrate q_P, die von der geforderten Raumluftqualität abhängt.

DIN EN 16798-1 unterscheidet Kategorien der Raumluftqualität; für die mittlere Kategorie II werden 7 l/s je Person (≈ 25 m³/h) zuzüglich eines flächenbezogenen Anteils für Emissionen aus Gebäude und Einrichtung angesetzt. In der Büro-Praxis wird daher häufig mit rund 30 m³/h je Person gerechnet. Der Rechner ist mit diesem Wert vorbelegt; für höhere Anforderungen (Kategorie I) sind etwa 36 m³/h, für geringere (Kategorie III) etwa 15 … 20 m³/h je Person üblich.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
Außenluftvolumenstromdem Raum zuzuführende Außenluftmenge je Stundem³/h
PersonenzahlAnzahl der gleichzeitig anwesenden Personen (Auslegungsbelegung)–
Außenluftrate je PersonRichtwert 30 m³/h je Person für Büros (Kategorie II nach DIN EN 16798-1 einschließlich Gebäudeanteil); Kat. I ≈ 36, Kat. III ≈ 15 … 20m³/h

Rechner

m³/h
m³/h
typisch: 15 … 36

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Der Besprechungsraum eines Bürogebäudes ist für 12 Personen ausgelegt. Welcher Außenluftvolumenstrom ist bei einer Luftrate von 30 m³/h je Person (Kategorie II) vorzusehen?

  1. Gegeben: n_P = 12 Personen, q_P = 30 m³/h je Person.
  2. Einsetzen: V̇ = 12 · 30 m³/h = 360 m³/h.
  3. Bezogen auf das Raumvolumen von 90 m³ entspricht das einer Luftwechselzahl von 360/90 = 4 1/h – im Bereich der Richtwerte für Besprechungsräume.

Ergebnis: 360 m³/h

Gültigkeit & Hinweise

  • Die Luftrate hängt von der Kategorie der Raumluftqualität nach DIN EN 16798-1 ab; der genaue Wert ergibt sich aus Personenanteil plus flächenbezogenem Gebäudeanteil, 30 m³/h je Person ist ein Praxiswert für Büros mit geringer Belegungsdichte.
  • Für Räume mit Rauchen, körperlicher Arbeit oder besonderen Lasten (Labore, Küchen, Sporthallen) gelten höhere Werte bzw. lastbezogene Berechnungen.
  • Bei stark schwankender Belegung ist eine bedarfsgeführte Regelung über CO₂-Sensoren sinnvoll; der Rechner liefert den Auslegungswert bei Vollbelegung.

Typische Fehler

  • Luftrate in l/s mit m³/h verwechseln: 1 l/s = 3,6 m³/h.
Verwandte Formeln:Quelle: DIN EN 16798-1 (Kategorien der Raumluftqualität); Recknagel/Sprenger