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Technische Mathematik & Geometrie

Quadratische Gleichung (pq-Formel)

Lösungen von x² + p·x + q = 0: x₁,₂ = −p/2 ± √((p/2)² − q).

Umstellen nach

Eine quadratische Gleichung in Normalform x² + p · x + q = 0 hat die Lösungen x₁,₂ = −p/2 ± √((p/2)² − q). Der Ausdruck unter der Wurzel heißt Diskriminante D = (p/2)² − q und entscheidet, wie viele reelle Lösungen es gibt: zwei für D > 0, eine doppelte für D = 0 und keine für D < 0. Eine allgemeine Gleichung a · x² + b · x + c = 0 wird zuerst durch a geteilt (p = b / a, q = c / a).

Quadratische Gleichungen entstehen in der Technik immer dann, wenn eine Größe im Quadrat auftritt: Seitenlängen eines Rechtecks aus Fläche und Umfang, Durchmesser aus einer Querschnittsbedingung, Wurfweiten und Bremswege, Zeitpunkte bei gleichmäßig beschleunigter Bewegung, Betriebspunkte von Pumpenkennlinien oder Wirtschaftlichkeitsrechnungen mit quadratischen Kostenanteilen.

Größen und Einheiten

SymbolBedeutungEinheit
Koeffizient pKoeffizient vor x in der Normalform (Vorzeichen beachten)–
Absolutglied qkonstantes Glied der Normalform–
erste LösungLösung mit dem Pluszeichen vor der Wurzel (die größere)–
zweite LösungLösung mit dem Minuszeichen vor der Wurzel (die kleinere)–

Rechner

Ergebnis

Rechenweg

  1. Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.

Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.

Beispiel

Ein rechteckiger Lagerplatz soll 300 m² Fläche haben und mit 70 m Zaun eingefriedet werden. Welche Seitenlängen ergeben sich?

  1. Ansatz: Umfang 2 · (a + b) = 70 m → a + b = 35 m; Fläche a · b = 300 m². Mit b = 35 − a folgt a · (35 − a) = 300, also a² − 35 · a + 300 = 0. Normalform mit p = −35 und q = 300.
  2. Diskriminante: D = (p/2)² − q = (−17,5)² − 300 = 306,25 − 300 = 6,25 > 0 → zwei reelle Lösungen.
  3. Formel: x₁,₂ = −p/2 ± √D = 17,5 ± √6,25 = 17,5 ± 2,5.
  4. Ergebnis: x₁ = 20 und x₂ = 15. Der Lagerplatz misst 20 m × 15 m – beide Lösungen beschreiben dasselbe Rechteck, einmal ist a die lange, einmal die kurze Seite.

Ergebnis: x₁ = 20 (x₂ = 15)

Gültigkeit & Hinweise

  • Die Diskriminante D = (p/2)² − q entscheidet über die Lösungen: D > 0 → zwei verschiedene reelle Lösungen; D = 0 → eine doppelte Lösung x = −p/2; D < 0 → keine reelle Lösung (der Rechner meldet dann kein endliches Ergebnis).
  • Eine allgemeine quadratische Gleichung a · x² + b · x + c = 0 wird zuerst durch a geteilt: p = b / a, q = c / a. Alternativ gilt die abc-Formel („Mitternachtsformel“) x₁,₂ = (−b ± √(b² − 4ac)) / (2a).
  • Der Rechner berechnet x₁ und x₂ aus p und q. Eine Umstellung nach p oder q ist aus einer einzelnen Lösung nicht möglich – dafür braucht es beide Lösungen (Satz von Vieta: p = −(x₁ + x₂), q = x₁ · x₂).
  • In technischen Aufgaben ist oft nur eine der beiden Lösungen physikalisch sinnvoll (z. B. keine negativen Längen oder Zeiten).

Typische Fehler

  • Vorzeichen von p: In x² − 35 · x + 300 = 0 ist p = −35, also −p/2 = +17,5.
  • Gleichung nicht in Normalform gebracht (der Koeffizient vor x² muss 1 sein).
  • Beim Quadrieren von p/2 das Vorzeichen stehen lassen – (p/2)² ist immer positiv.
Verwandte Formeln:Quelle: Formelsammlung Mathematik (z. B. Papula: Mathematik für Ingenieure)