Drehstromleistung
Welche Wirkleistung überträgt ein symmetrisch belastetes Drehstromsystem?
Im Drehstromnetz (400 V zwischen den Außenleitern, 230 V zwischen Außenleiter und Neutralleiter) ergibt sich die Gesamtwirkleistung einer symmetrischen Last als Summe der drei Strangleistungen. Mit der Außenleiterspannung U und dem Außenleiterstrom I lautet sie unabhängig von Stern- oder Dreieckschaltung P = √3 · U · I · cos φ. Der Faktor √3 ≈ 1,732 ist der Verkettungsfaktor zwischen Strang- und Außenleitergrößen.
Der Rechner erwartet U in V und I in A und gibt P in kW aus. Die Formel liefert die Anschlussleistung von Wallboxen, Durchlauferhitzern, Wärmepumpen und Motoren sowie – umgestellt nach I – den Außenleiterstrom für Absicherung und Leitungsbemessung. Bei Heizgeräten ist cos φ = 1, bei Motoren steht er auf dem Typenschild.
Größen und Einheiten
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| WirkleistungGesamtwirkleistung der drei Stränge | kW | |
| AußenleiterspannungSpannung zwischen zwei Außenleitern (Niederspannungsnetz 400 V) | V | |
| AußenleiterstromStrom je Außenleiter (Effektivwert) | A | |
| LeistungsfaktorWirkfaktor des Verbrauchers (0 … 1) | – |
Rechenweg
- Werte eintragen, eine Größe leer lassen, „Lösen“ drücken.
Ergebnis ohne Gewähr – ersetzt keine Fachplanung.
Beispiel
Eine Wallbox lädt dreiphasig mit 16 A je Außenleiter an 400 V; das Ladegerät arbeitet mit cos φ ≈ 1. Welche Ladeleistung ergibt sich?
- Gegeben: U = 400 V, I = 16 A, cos φ = 1. Gesucht: P.
- Formel: P = √3 · U · I · cos φ.
- Einsetzen: P = 1,732 · 400 V · 16 A · 1 = 11 085 W.
- Umrechnen: 11 085 W ≈ 11,1 kW – die bekannte „11-kW-Wallbox“. Mit 32 A je Außenleiter ergeben sich 22 kW. Eine 11-kW-Wallbox wird mit 3 × B16 abgesichert und üblicherweise über 5 × 2,5 mm² angeschlossen (Spannungsfall und Verlegeart prüfen).
Ergebnis: 11,09 kW ≈ 11 kW
Gültigkeit & Hinweise
- Gilt für symmetrische Last; bei unsymmetrischer Belastung die drei Strangleistungen einzeln (230 V · I · cos φ) berechnen und addieren.
- U ist die Außenleiterspannung (400 V), nicht die Strangspannung 230 V; I ist der Außenleiterstrom – in Stern- wie in Dreieckschaltung.
- Die Scheinleistung ist S = √3 · U · I (ohne cos φ); nach ihr werden Transformatoren und Zuleitungen bemessen.
Typische Fehler
- 230 V statt 400 V eingesetzt.
- √3 vergessen oder mit 3 multipliziert – die Strangspannung ist bereits um √3 kleiner als die Außenleiterspannung.
- Ergebnis in W erwartet – der Rechner gibt kW aus.